Datenblock

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Ein Datenblock (vom Englischen data block) ist eine begrenzte, fallweise festgelegte Anzahl von Bits oder Bytes, die als Transporteinheit behandelt wird. Der Blockaufbau und die Blockelemente entsprechen den betreffenden Kommunikationsprotokollen.

Massenspeicher[Bearbeiten]

Festplatten und Disketten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Festplattengeometrie

Festplatten und Disketten sind in Datenblöcke (kurz Blöcke oder Sektoren genannt) unterteilt. Ein Datenblock ist die kleinste in einem Zugriff les- oder schreibbare Einheit (heute meist 512 Byte groß, was der Clustergröße des Ur-Unix-Dateisystems entspricht; zukünftig 4096 Bytes, was der Mindestclustergröße moderner Betriebssysteme entspricht). Jeder Datenblock auf einem Datenträger kann eindeutig adressiert werden, wozu es verschiedene Verfahren – wie etwa LBA und CHS-Adressierung – gibt. LBA ist das modernere Verfahren, für das – im Gegensatz zum älteren CHS-Verfahren – nicht die Kenntnis der Festplattengeometrie vonnöten ist.

Dateisysteme organisieren Daten im Allgemeinen nicht mehr auf der niedrigsten Ebene der Datenblöcke, sondern auf der nächsthöheren, der der Cluster (Terminus unter Windows; Terminus unter Linux: Blöcke). Im Gegensatz zur früher einmal üblichen geometriebasierten Adressierung wird dieses Verfahren auch blockbasierte Adressierung genannt.[1]

Compact Disc[Bearbeiten]

Hauptartikel: Compact Disc

Zur Datenspeicherung beispielsweise auf CD-ROM (Mode 1) werden 2048 Byte Nutzdaten mit zusätzlichen Fehlerkorrektur- und Synchronisationsdaten in einem 2352 Byte großen Block gespeichert. Dadurch wird eine praktikable Blockgröße von 2 KiB, bei gleichzeitiger Verringerung der Bitfehlerhäufigkeit um etwa das Zehntausendfache, erreicht.

Protokolle[Bearbeiten]

Netzwerk[Bearbeiten]

In Computernetzen werden Datenblöcke eher als Datenpakete bezeichnet. In den meisten Netzwerkprotokollen ist die Paketlänge variabel, es gibt allerdings häufig Mindest- und/oder Maximallängen für die Pakete. So muss etwa ein 10-Megabit-Ethernet-Paket mindestens 64 Byte groß sein. Sind weniger Daten zu senden, wird das Paket künstlich durch Fülldaten (z. B. Nullen) vergrößert, die bei der Ankunft des Paketes dann ignoriert werden.

SCSI[Bearbeiten]

Das SCSI-Protokoll verwendet Datenblöcke, um Befehle zu senden. Es tritt neben SCSI-Laufwerken unter anderem auch bei Laufwerken mit wechselbaren Medien (CD- und DVD-Laufwerke) im Computer auf. Dort werden Datenpakete als Pakete referenziert, die befehlsweise 10, 12 oder 16 Bytes groß sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Konzepte der Speicheradressierung – Seite beim Massachusetts Institute of Technology; Stand: 19. Juni 2011