Datenelement

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Ein Datenelement ist im Kontext der Metadaten als eine atomare Dateneinheit definiert mit folgenden Eigenschaften:

  • wird durch einen Datenelementnamen identifiziert
  • hat eine klare Datenelementdefinition
  • hat einen oder mehrere Repräsentationsterme, welche die Datenklasse beschreiben
  • hat optional eine Auflistung der erlaubten Werte
  • hat optional eine Liste von Synonymen in anderen Metadataverzeichnissen

Datenelemente können entdeckt und analysiert werden, indem Anwendungsprogramme, Dateien und narrative Konzepte manuell oder halb-automatisch inspiziert und auf ihre Relevanz hin beurteilt werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Datenelementnamen

In einem formalen Datadictionary besteht oft die Anforderung, dass keine zwei Datenelemente den gleichen Datenelementnamen haben. In einigen Datadictionaries gibt jedoch Möglichkeiten, den Datenelementnamen z. B. mit einem Modulpräfix für eines von mehreren Anwendungsmodulen zu qualifizieren.

In einem datenbankgestützten Datadictionary wird der voll qualifizierte Datenelementname zu einem Primärschlüssel oder alternativen Schlüssel einer Datenelementtabelle.

[Bearbeiten] Datenelementdefinition

Eine Datenelementdefinition in eine in Prosa formulierte Beschreibung des Datenelementes, welche die Semantik oder Bedeutung des Datenelements beschreibt.

Eine gute Definition ist

  • Präzise: Das heißt sie formuliert in Worten mit einer genauen Bedeutung. Wörter mit mehreren Bedeutungen (Homonyme) sollten vermieden werden.
  • Prägnant: Eine Definition sollte der kürzestmöglichen Formulierung entsprechen.
  • Nicht zirkulär: Der Begriff, der definiert wird, sollte nicht in der Definition selbst verwendet werden.
  • Eindeutig: Die Definition sollte ein Datenelement von anderen Datenelementen überschneidungsfrei unterscheiden.

[Bearbeiten] Zweck und Anwendung von Datenelementen (Beispiel)

In einem Unternehmensdatenmodell können beispielsweise folgende Datenelemente vorhanden sein:

  • Kostenstelle
  • Kundenberater
  • Kunde

Eine Datenelement wird durch einen Satz von Attributen dokumentiert. Beispielhaft wird in untenstehender Tabelle pro Datenelement eine eindeutige Datenelement-Kennung, die zugehörige Domäne, eine Kurz-, Mittel- und Lang-Bezeichnung, sowie ein Link auf die verbale Definition und Erläuterung in der Unternehmensdatenmodell-Dokumentation aufgeführt. Die Domäne wird benötigt, wenn aus dem Datenelement Tabellenspalten abgeleitet werden sollen. Die Feldbezeichnungen werden hier im Datenelement definiert und werden z. B. vom Formulargenerator hier ausgelesen.

Modellrelevante Tabellenspalten, insbesondere Schlüsselspalten (Primärschlüssel, Sekundärschlüssel) sollten sich nach Möglichkeit aus einem dokumentierten Datenelement ableiten. Dabei ist zu beachten, dass die Beziehungen zwischen der Liste aller Datenelemente und der Liste aller Tabellenspalten nicht notwendig 1:1 sein müssen. Eine Tabelle, die Kostenrechnungsbelege enthält, kann z. B. zwei Tabellenspalten haben:

  • Sender-Kostenstelle
  • Empfänger-Kostenstelle

welche sich beide auf das gleiche Datenelement Kostenstelle beziehen und die jeweiligen Kostenstellenkontierungen aufnehmen. Im Weiteren wird dieses Datenelement und die zugehörigen Tabellenspalten normalerweise in einer Vielzahl von Tabellen im Datenmodell verwendet. Aus diesen Grund stellt ein Datadictionary für die Abfrage dieser Beziehungen einen Verwendungsnachweis zur Verfügung.

Datenelement_ID Domäne Bezeichnung(Lang) Bezeich(Mittel) Bez(Kurz) Erläuterung (langtext)
DEKst Num(10) Kostenstelle KoStelle Kst intern.UDM.intranet/Kostenstelle
DEKube Num(10) Kundenberater KuBerater KuBe intern.UDM.intranet/Kundenberater
DEKnd Num(15) Kunde Kunde Knd intern.UDM.intranet/Kunde

Ein solcher Datenelementkatalog ist Teil der Sytemdokumentation. Es ist sinnvoll, ihn als Anhang zum DV-Konzept hinzuzufügen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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