Datum (Zeitschrift)

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Datum
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Beschreibung österreichisches Monatsmagazin
Verlag Datum Verlag GmbH
Erstausgabe 1. Mai 2004
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage
(observer.at, 2008)
10.000 (2010) Exemplare
Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner
Herausgeber Johannes Weyringer
Weblink http://www.datum.at

Datum – Seiten der Zeit ist ein österreichisches Magazin, das seit 2004 herausgegeben wird; seit Oktober 2009 wird Datum von der Datum Verlag GmbH herausgegeben. Das Heft erscheint zehn Mal jährlich, wobei für die Monate Juli/August und Dezember/Jänner eine Doppelausgabe herausgegeben wird. Aufgelegt werden 10.000 Stück.

Das Magazin erscheint im klassischen Zeitschriftenformat (21 mal 28 Zentimeter) in einem Umfang von 96 bis 116 Seiten und wird auf nicht-glänzendem Normalpapier gedruckt. Vertrieben wird das Magazin vom Distributionsunternehmen Morawa.

Geschichte[Bearbeiten]

Datum wurde von Klaus Stimeder und Johannes Weyringer mit der Ambition gegründet, eine Alternative zu den bislang am Markt erhältlichen Blättern zu bieten. Mit seriösen Hintergrundinformationen, viel Platz für Text und „volksbildnerischem“ Anspruch will sich Datum von Zeitschriften wie News abheben. Seit Sommer 2010 ist Johannes Weyringer alleiniger Herausgeber des Magazins, Klaus Stimeder bleibt dem Blatt als Autor erhalten, Chefredakteur ist seit Mai 2009 Stefan Kaltenbrunner.[1][2]

Seit Juli 2010 ist DATUM für iPads erhältlich. Jede Ausgabe wird rund 10.000 Mal geladen (Stand Oktober 2011).

Im Februar 2013 hat die Medienbeteiligungsholding Medecco, gegründet vom ehemaligen Styria-Vorstand (später Red Bull Mediahouse, heute Saubermacher AG) Horst Pirker und dem ehemaligen Geschäftsführer der Tageszeitung die Presse Reinhold Gmeinbauer, 50 Prozent von DATUM übernommen.

In beratender Funktion waren im Redaktionsbeirat der Zeitschrift bekannte Persönlichkeiten wie Michael Frank, Georg Sporschill, Peter Huemer, Barbara Coudenhove-Kalergi oder Anneliese Rohrer tätig.

Inhalt[Bearbeiten]

Die inhaltliche Ausrichtung des Magazins ist multithematisch. Jede Ausgabe beinhaltet die Ressorts Republik (für österreichische Themen), Globus (für internationale Themen), Lebensarten, Medien, und Motorstorys. In den Ressorts wird besonderer Wert auf ausführliche Reportagen gelegt, außerdem gibt es in den Ressorts Republik und Globus in jeder Ausgabe eine Bildstrecke. Daneben hat das Magazin mehrere Kolumnen. Die bekanntesten regelmäßigen Kolumnisten der Zeitschrift sind der Schriftsteller und Essayist Franz Schuh, der Chefredakteur der Tageszeitung die Presse Reiner Nowak oder die Autorin Katja Kullmann.

In der deutschen Presse wurde aus Datum unter anderem ein Interview mit dem Journalisten Arpad Hagyo zitiert, der für die Zeitung Österreich während eines Banküberfalls ein Telefoninterview mit dem Bankräuber führte. Auch über die Aufdeckung einer Aktion der Künstlergruppe Haben wir denn keine anderen Sorgen, die mit einem fingierten Briefwechsel zu Gipfelkreuzen den Populismus in Österreich bloßstellen wollte, wurde berichtet.[3][4]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Redner- und Dialogpreis 2012: Die DATUM-Redakteure Anna Giulia Fink und Florian Skrabal wurden für ihr Porträt der grünen Abgeordneten Gabriela Moser, „Das Ende der Bescheidenheit“ (Ausgabe 3/11), mit dem Redner- und Dialogpreis für Nachwuchsjournalisten ausgezeichnet. Sie teilten sich den ersten Platz mit Benedikt Narodoslawsky (heute Falter), der für seine DATUM-Geschichte „Steirische Mohikaner“ (Ausgabe 4/11) über die slowenische Minderheit in der Steiermark prämiert wurde.
  • CNN Journalist Awards 2012: Kristina Maroldt wird für ihre Reportage „Kindsmord“ (Ausgabe 7-8/2011) für den CNN Journalist Award 2012 in der Kategorie „Print“ nominiert.
  • Das Branchenblatt „Der Österreichische Journalist“ wählte die DATUM-Redakteure Georg Eckelsberger und Benedikt Narodoslawsky in seiner April-Ausgabe 2011 unter die 30 besten Nachwuchsjournalisten in Österreich.
  • Der österreichische Autor Gerald Drißner erhielt für seine Geschichte „Glücklich ist tot“ den Axel-Springer-Preis 2011 in der Kategorie „Print Wochen- und Monatstitel“. Damit stellte erstmals in der 20-jährigen Geschichte des Preises ein Artikel aus einem österreichischen Medium den Preisträger. Gerald Drißner, 33, ist in Wald am Arlberg in Vorarlberg aufgewachsen. Er hat Volkswirtschaftslehre in Innsbruck studiert und Arabisch an der Uni in Alexandria/Ägypten. Seit 2009 arbeitet er als freier Journalist abwechselnd in Frankfurt am Main und in Ägypten, wo er vor allem für das Magazin „DATUM“, den „Stern“ und die „Financial Times Deutschland“ schreibt.
  • Journalist des Jahres 2011: Sonderpreis für Innovation für Stefan Kaltenbrunner und Klaus Stimeder.
  • In den Jahren 2005, 2006, 2007, 2009 und 2011 wurde das Magazin zum beliebtesten heimischen Magazin der FM4-Hörerschaft gewählt.
  • Im September 2005 bezeichnete der Gründer des Magazins Wallpaper*, Tyler Brûlé, in seiner Trend- und Reisekolumne Fast Lane der Wochenendbeilage der Financial Times das Magazin Datum als „best news magazine“.[5][6]

„Switzerland's Weltwoche was the first to pull off a radical redesign and now Austria's Datum is showing others how it should be done. With its slightly off, always iconic covers, matte paper stock and sharp lay-outs it's become a cult favourite among art directors around the world.“

  • Im Jahr 2005 zeichnete eine Jury aus österreichischen Chefredakteuren und Medienjournalisten für die Branchenzeitschrift Der österreichische Journalist das Magazin mit einem Sonderpreis für Innovation aus. Die Jury dabei in ihrer Begründung: „Klaus Stimeder, der Macher von Datum, steht für journalistische Innovation gemischt mit unternehmerischem Mut. (...) Mit Datum gibt es endlich ein neues Blatt, das nicht von Marketingfuzzis konzipiert wurde“.[7] 2009 wurde dem Magazin erneut der Sonderpreis für Innovation zugesprochen.
  • Der “Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.” JournalistInnenpreis 2005 der Europäischen Kommission für einen österreichischen Text ging an freien Journalisten Martin Langeder, der unter anderem für Datum schreibt, für seine Reportage „Constanze on air“, die in Welt der Frau erschien.[8]
  • Je einen Sports Media Austria (Standesvertretung der österreichischen Sportjournalisten) Preis für Journalisten in der Kategorie Print erhielten Gerald John für „Lichtgestalt“ (2006) und Helmut Neundlinger für „Wunderkind“ (2007).[9][10]
  • Im Oktober 2007 erhielt Lukas Kapeller den mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis für Jungjournalisten der Südtirol Marketing Gesellschaft für seine Reportage „Land der Löcher“, die im Magazin Datum veröffentlicht wurde.[11][12]
  • Eine Jury des internationalen Magazinsymposiums Colophon in Luxemburg wählte Datum Ende des Jahres 2008 unter die 100 innovativsten Zeitschriften weltweit. In dieser Liste ist Datum eines der wenigen textlastigen Magazine.[13]

Leserschaft[Bearbeiten]

In regelmäßigen Abständen publiziert das Magazin von Meinungsforschungsinstituten erhobene Daten zur eigenen Leserschaft. Im September 2008 führte Datum zudem eine Leserbefragung durch. Demnach verfügen Datum-Leser über eine überdurchschnittliche Bildung, ein überdurchschnittliches Haushalts-Netto-Einkommen und leben zum Großteil im Urbanen Bereich (84 Prozent). Außerdem sind 64 Prozent der Leser männlich, 70 Prozent zwischen 20 und 39 Jahren alt und 47 Prozent werden als „Entscheidungsträger und Führungskräfte“ bezeichnet. Eine Besonderheit ist die hohe Verweildauer, also die Zeit, die mit dem Lesen des Magazins verbracht wird: Durchschnittlich liest der Datum-Konsument 3,8 Stunden in dem Magazin, wobei 73 Prozent angeben, fast alle Seiten eines Heftes durchzublättern.[14]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://derstandard.at/1276413475680/Klaus-Stimeder-verkauft-Datum-Anteil-War-im-Hirn-nie-Verleger
  2. http://diepresse.com/home/kultur/medien/476006/Neuer-Chefredakteur-bei-Datum
  3. Der Spiegel: Telefonat mit einem Bankräuber – „Willst du eine Geisel sprechen?“, 2. März 2007
  4. Süddeutsche Zeitung: Österreich vor der Parlamentswahl – Eine Melange aus Schmähungen, 29. September 2006
  5. Ones to watch, read, listen and drink to, FT.com, 10. September 2005
  6. Columnists: Tyler Brûlé, FT.com
  7. datum.at (Preise und Auszeichnungen), bzw. Der Österreichische Journalist, Ausgabe 12/05 vom 21. Dezember 2005, S. 48 oder medianet vom 23. Dezember 2005, S. 6.
  8. EU-Informationskampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“: Österreichischer Gewinnertext des 2. “Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.” EU-JournalistInnenpreises prämiert, 22. Februar 2006
  9. Sports Media Austria: Preisträger 2006, 23. Mai 2006
  10. Sports Media Austria: Preisträger 2007, 17. Juni 2007
  11. FH Joanneum: Student gewinnt NachwuchsjournalistInnenpreis, 5. Oktober 2007
  12. Südtirol Marketing Gesellschaft: SMG Jahresbericht, Mai 2007 – Mai 2008
  13. derstandard.at, Meldung vom 30. Dezember 2008
  14. Von Datum veröffentlichte Mediadaten, PDF-Datei; 1,56 MB

Weblinks[Bearbeiten]