David Hemmings
David Hemmings (* 18. November 1941 in Guildford, Surrey; † 3. Dezember 2003 in Bukarest, Rumänien) war ein britischer Schauspieler und Regisseur.
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Leben[Bearbeiten]
Hemmings begann als Zwölfjähriger mit der Schauspielerei. Erste Erfolge hatte er allerdings als Knabensopran auf der Opernbühne. So kreierte er in der Uraufführung von Benjamin Brittens Oper „The Turn of the Screw“ am 14. September 1954 im Rahmen des Festivals von Venedig die Rolle des Miles. Eine Aufnahme der Oper in der Besetzung der Uraufführung kam bei DECCA heraus. 1955 sang er ebenfalls bei DECCA in der Gesamtaufnahme der Kinderoper „The Little Sweep“ desselben Komponisten. Zu einer Sängerkarriere kam es jedoch nicht. Stattdessen wandte er sich der Schauspielerei zu. Bereits in jungen Jahren gelang ihm der internationale Durchbruch in der Rolle des Szenefotografen Thomas in dem vielschichtigen Filmkunstwerk Blow Up von Michelangelo Antonioni. Weitere Filme folgten, zuletzt Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, Martin Scorseses Gangs of New York und Ridley Scotts Gladiator.
Eine Hauptrolle spielte Hemmings in der Figur des englischen Königs Alfred der Große in dem englischen Spielfilm Alfred der Große – Bezwinger der Wikinger (Alfred the Great) von 1968. Der Spielfilm zeigt eine für sein Produktionsjahr 1968 eher außergewöhnliche Stimmung und Szenerie. Der Filmbeitrag erscheint wie ein Vorgriff auf Spielfilme desselben Genres der letzten Jahre, allerdings ohne die heute üblichen technisch übertriebenen Einflüsse und Umsetzungen. Er hebt sich schon dadurch ab, dass er eher dokumentarisch als effektvoll versucht, das Leben und Werk des englischen Königs darzustellen.
Einer der erfolgreichsten Filme Hemmings' war Charlie Muffin (1979, nach dem Roman von Brian Freemantle) unter der Regie von Jack Gold. Erst in den letzten Jahren gelang ihm ein Comeback als Schauspieler. So stellte er in Ridley Scotts Gladiator-Film den Cassius dar, tauchte in Martin Scorseses Gangs of New York auf, spielte eine Nebenrolle im Film Spy Game und spielte zuletzt in Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen an der Seite von Sean Connery.
Auch als Regisseur war Hemmings erfolgreich. Eine seiner ersten Regiearbeiten war der Film Schöner Gigolo, armer Gigolo, in dem er auch eine Hauptrolle und Marlene Dietrich ihre letzte Filmrolle spielte. Auch für das Fernsehen war er als Regisseur tätig. Unter seiner Regie entstanden unter anderem einzelne Folgen und teilweise auch ganze Staffeln der Serien Airwolf, Magnum, Stingray, Zurück in die Vergangenheit und Das A-Team in den 1980er Jahren.
David Hemmings starb während der Dreharbeiten zu einem neuen Film an einem Herzinfarkt. Er war viermal verheiratet und hinterließ sechs Kinder.
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
Darsteller[Bearbeiten]
- 1953: Zentrale Chicago
- 1957: Die heilige Johanna
- 1961: Die Dirne Jo
- 1962: Play It Cool
- 1965: Die schwarze 13
- 1966: Blow Up
- 1967: Camelot
- 1967: Barbarella
- 1968: Der Angriff der leichten Brigade
- 1968: Alfred der Große – Bezwinger der Wikinger (Alfred the Great)
- 1968: Tödlicher Tag
- 1969: Ein liebenswertes Freundenhaus
- 1969: Die Krücke
- 1970: Schatten der Angst
- 1971: Die Liebesmaschine (auch als Produzent)
- 1971: Die Satansbrut (auch als Produzent)
- 1974: 18 Stunden bis zur Ewigkeit
- 1975: Rosso – Farbe des Todes
- 1976: Sein letzter Mord (auch als Produzent)
- 1976: Inseln im Strom
- 1976: Hippie Nico von der Kripo
- 1977: Dealer Connection – Die Straße des Heroins (La via della droga)
- 1977: Der aus der Hölle kam
- 1978: Blutsverwandte (Les Liens de sang)
- 1978: Der Prinz und der Bettelknabe
- 1979: Eine Welt ohne Ton
- 1979: Schöner Gigolo, armer Gigolo
- 1979: Sherlock Holmes: Mord an der Themse
- 1979: Charlie Muffin
- 1980: Ohne jeden Zweifel
- 1980: Harlekin
- 1981: Prisoners auch als Produzent
- 1983: Herzen in Aufruhr
- 1986: Ein chinesisches Schlitzohr
- 1989: Der Regenbogen
- 2000: Gladiator
- 2001: Spy Game
- 2001: Mean Machine – Die Kampfmaschine
- 2001: Last Orders - Letzte Runde
- 2002: Equilibrium – Killer of Emotions
- 2002: Gangs of New York
- 2003: Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen
- 2004: Blessed – Kinder des Teufels
Weblinks[Bearbeiten]
- David Hemmings in der Internet Movie Database (englisch)
- Fandango
- Prisma-Online
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hemmings, David |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Schauspieler und Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 18. November 1941 |
| GEBURTSORT | Guildford, Surrey, England, Vereinigtes Königreich |
| STERBEDATUM | 3. Dezember 2003 |
| STERBEORT | Bukarest, Rumänien |