David Kimche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

David (Dave) Kimche (* 1928 in London; † 8. März 2010 in Ramat ha-Scharon nahe Tel Aviv, Israel) war ein israelischer Diplomat und stellvertretender Leiter des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad. Zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn war er auch als Journalist tätig. Nach seiner Pensionierung betätigte er sich international als Geschäftsmann. Kimche starb an einem Hirntumor.[1]

Leben[Bearbeiten]

Kimche wurde 1928 im Londoner Stadtteil Hampstead als neuntes Kind von aus der Schweiz nach England ausgewanderten Eltern geboren. Er emigrierte 1946 nach Palästina und studierte später Geisteswissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem und an der Sorbonne in Paris. Im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte er als Soldat und wurde verwundet. Ab 1950 arbeitete er für den Mossad, dort stieg er bis zur Position des stellvertretenden Leiters auf. 1980 wechselte er in das Außenministerium, wo er Generaldirektor wurde. Nach seinem Rücktritt 1986 wurde er israelischer Sondergesandter für Osteuropa. Kimche war an der Veröffentlichung mehrerer Bücher beteiligt. Mit seinem jüngeren Bruder Jon Kimche verfasste er ein Buch zur Thematik der Migration vor der Staatsgründung Israels.

Kimche starb im März 2010 in seinem Haus in Ramat ha-Scharon an Krebs. Er hinterlässt seine Frau Ruth und vier Kinder.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Kimche mit 82 Jahren verstorben, New York Times, 9. März 2010