David Maurice Robinson

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Basketballspieler
David Robinson
David Robinson (Team USA).jpg
Spielerinformationen
Voller Name David Maurice Robinson
Spitzname The Admiral
Geburtstag 6. August 1965
Geburtsort Key West, Florida, USA
Größe 216 cm
Position Center
College US Naval Academy
NBA Draft 1987, 1. Pick, San Antonio Spurs
Trikotnummer 50
Vereine als Aktiver
1989–2003 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Antonio Spurs
Nationalmannschaft1
1985–1996 Vereinigte Staaten 53 Spiele
1Stand: 2. Oktober 2007

David Maurice Robinson (* 6. August 1965 in Key West, Florida, USA) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketball-Spieler. Er ist 2,16 Meter groß und spielte auf der Position Center.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

David Robinson spielte lediglich ein Jahr High-School-Basketball bei Osbourn Park in Manassas, Virginia. Er besuchte bis 1987 das College der Navy-Akademie (daher sein Spitzname "The Admiral"). Er war Mitglied des US-Basketball Olympiateams in Seoul 1988 (Bronze), in Barcelona 1992 (Gold) und in Atlanta 1996 (Gold). Robinson ist der einzige Profi der NBA, der an drei Olympischen Spielen teilgenommen hat. Zusätzlich spielte er 1987 bei den Panamerikanischen Meisterschaften und den Weltmeisterschaften 1986 für die USA.

Robinson wurde 1987 von den San Antonio Spurs in der ersten Runde (erster Pick insgesamt) des NBA Drafts gewählt, kam aber erst ab der Saison 1989/90 zum Einsatz, da er zunächst seine Militärausbildung abschließen wollte. Er spielte während seiner gesamten NBA-Karriere von 1989 bis 2003 für die Spurs. Mit diesem Team gewann er 1999 und 2003 die Meisterschaft in der nordamerikanischen Profi-Basketballliga NBA. David Robinson wurde zehn mal in das NBA All-Star-Team berufen[1].

Mitte der Neunziger war der Admiral zweifellos einer der besten Basketballspieler der Welt. In der Saison 1993/94 hatte er den höchsten Punktedurchschnitt aller NBA Spieler, den er sich im letzten Saisonspiel am 24. April 1994 gegen die Los Angeles Clippers auf eine höchstbeeindruckende Weise sicherte, indem er seine Karrierebestleistung von 71 Punkten erzielte (einen Wert den sogar NBA-Legende Michael Jordan niemals erreicht hatte und der erst in der Saison 2005/06 von Kobe Bryant mit 81 wieder überboten werden konnte). Es war der höchste Punktewert eines einzelnen Spielers seit der Saison 1977/78 (David Thompson, 73 Punkte). Ein Jahr später in der Saison 1994/95 machte Robinson seine Spurs zum besten Team der Liga und wurde deshalb zum wertvollsten Spieler der NBA gewählt. In den Play-offs schieden die Spurs dann unglücklich gegen den späteren Meister aus Houston aus.

Eine NBA-Meisterschaft konnte er jedoch erst mit Unterstützung von Tim Duncan im Jahre 1999 gewinnen. Da die Spurs nun zwei starke Center hatten, wurde das Duo Robinson/Duncan die Twin Towers genannt, in Anlehnung an die früheren Twin Towers der Houston Rockets, Hakeem Olajuwon und Ralph Sampson. Nach dem zweiten Meisterschaftsgewinn (2002/03) beendete David Robinson am 15. Juni 2003 seine aktive Laufbahn.

Am 17. Februar 1994 gelang Robinson etwas Außergewöhnliches. Er konnte als erst vierter Spieler der NBA-Geschichte in einem Spiel in vier statistischen Kategorien jeweils zweistellige Werte erzielen (ein sogenanntes Quadruple-Double). Gegen die Detroit Pistons konnte er 35 Punkte, 10 Rebounds, 10 Assists und 10 Blocks verzeichnen. Zuvor gelang dieses kleine Kunststück lediglich Nate Thurmond (1974), Alvin Robertson (1986) und Hakeem Olajuwon (1990).

Statistiken[Bearbeiten]

David Robinson bei einem Freiwurf während der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona

In 987 Regular-Season-Spielen (985 als Starter) erzielte David Robinson durchschnittlich 21,1 Punkte (bei einer Feldwurftrefferquote von 51,8 %), 10,6 Rebounds, 2,5 Assists, 1,41 Steals und 2,99 Blocks in 34,7 Minuten pro Spiel. In 123 Playoff-Spielen (bei allen in der Starting Five) konnte er im Schnitt 18,1 Punkte (bei einer Feldwurftrefferquote von 47,9 %), 10,6 Rebounds, 2,3 Assists, 1,23 Steals und 2,54 Blocks in 34,3 Minuten pro Spiel verbuchen.

In der Geschichte der San Antonio Spurs hält er die Rekorde für Blocks (2.954) und verwandelte (6.035) sowie versuchte Freiwürfe (8.201). In den ewigen Bestenlisten der NBA belegt Robinson den fünften Platz bei den Blocks, den 15. Platz bei den verwandelten Freiwürfen, den 38. Platz bei den Punkten, sowie den 29. Platz bei den Rebounds.

In den zehn All-Star-Spielen, die Robinson bestritt (drei als Starter), erzielte er durchschnittlich 14,1 Punkte (bei einer Feldwurftrefferquote von 58,8 %), 6,2 Rebounds, 0,8 Assists, 1,30 Steals und 1,30 Blocks in 18,4 Minuten pro Spiel.

1990/91 holte sich Robinson den NBA-Reboundtitel (13,0 Rebounds pro Spiel), führte 1991/92 die Liga ins Blocks (im Schnitt 4,49 Blocks) und erzielte 1994-95 die durchschnittlich höchsten Punktedurchschnitt (29,8 Punkte pro Spiel). Am letzten Spieltag der Saison erzielte er 71 Punkte gegen die Los Angeles Clippers und holte so knapp den Titel vor Shaquille O'Neal. Robinson und Kareem Abdul-Jabbar sind die einzigen Spieler in der Geschichte der NBA, die alle diese Titel gewinnen konnten.

Er führt die ewigen Bestenlisten der USA bei Olympischen Spielen in Karrierepunkte (270), -rebounds (124) und -blocks (34) an.

Regular Season[Bearbeiten]

  • 4 Mal alle 82 Saisonspiele: 1989/90, 1990/91, 1992/93 und 1995/96
  • 1 Mal meiste Punkte: 1993/94 (2383)
  • 1 Mal meiste Defensiv-Rebounds: 1995/96 (681)
  • 2 Mal meiste Gesamtrebounds: 1990/91 (1063) und 1995/96 (1000)
  • 3 Mal meiste Freiwürfe verwandelt: 1993/94 (693), 1994/95 (656) und 1995/96 (626)
  • 2 Mal meiste Free Throw Attempts: 1993/94 (925) und 1995/96 (823)
  • 2 Mal meiste Blocks: 1990/1991 (320) und 1991/92 (305)


  • 1 Mal meiste Punkte pro Spiel: 29,8
  • 1 Mal 1990/91 meiste Rebounds pro Spiel: 13,0
  • 1 Mal meiste Blocks pro Spiel: 1991/92 (4,5)


  • 3 Mal der Spieler mit dem höchsten Player Efficiency Rating: 1993/94 (30.7), 1994/95 (29.1) und 1995/96 (29.4)
  • 5 Mal bestes Defensive Rating: 1991-92 (94.4), 1995-96 (96.5), 1997-98 (93.6), 1998-99 (87.9) und 1999-00 (92.2)


  • 6 Mal unter den 3 Spielern mit den meisten Free Throws: Platz 7
  • 6 Mal unter den 3 Spielern mit den meisten Free Throw Attempts: Platz 7
  • 6 Mal unter den 3 Spielern mit den meisten Blocks: Platz 5
  • 5 Mal unter den 3 Spielern mit den meisten Blocks Per Game: Platz 8
  • 7 Mal unter den 3 Spielern mit dem höchsten Player Efficiency Rating: Platz 7
  • 11 Mal unter den 3 Spielern mit dem höchsten Defensive Rating: Platz 1


  • 7 Mal unter den 5 Spielern mit den meisten Free Throws: Platz 8
  • 8 Mal unter den 5 Spielern mit den meisten Free Throw Attempts: Platz 9
  • 8 Mal unter den 5 Spielern mit den meisten Blocks: Platz 4
  • 8 Mal unter den 5 Spielern mit den meisten Blocks Per Game: Platz 5
  • 9 Mal unter den 5 Spielern mit dem höchsten Player Efficiency Rating: Platz 9
  • 11 Mal unter den 5 Spielern mit dem höchsten Defensive Rating: Platz 1


  • 9 Mal unter den 10 besten Spielern mit den meisten Defensiv Rebounds: Platz 7
  • 11 Mal unter den 10 Spielern mit den meisten Blocks: Platz 4
  • 11 Mal unter den 10 Spielern mit den meisten Blocks Per Game: Platz 5
  • 11 Mal unter den 10 Spielern mit dem höchsten Player Efficiency Rating: Platz 8
  • 13 Mal unter den 10 Spielern mit dem höchsten Defensive Rating: Platz 1

Playoff[Bearbeiten]

  • 1 Mal höchste FG in %: 1990/91 (68,6)
  • 2 Mal meiste Gesamt-Rebounds pro Spiel: 1990/91 (13,5) und 1997/9 (14,1)
  • 2 Mal meiste Blocks pro Spiel: 1990/91 (3,8) und 1997/9 (3,3)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1989/90 wurde David Robinson zum NBA Rookie des Jahres (Neuling) gewählt. Er gewann als erster alle Rookie des Monats Auszeichnungen. Das gelang nach ihm nur Tim Duncan (1997/98), LeBronJames, Carmelo Anthony (beide 2003/04), Chris Paul (2005/06, West) und Damian Lillard (2012/2013, West). Er wurde in der Saison 1994/95 zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählt. Außerdem wurde er 1991/92 zum NBA Defensive Player of the Year ernannt und gewann fünf IBM Awards (1990, 1991, 1994, 1995 und 1996).

Er wurde viermal in das All-NBA First Team (1991, 1992, 1995 und 1996), zweimal ins All-NBA Second Team (1994 und 1998) und dreimal in das All-NBA Third Team (1990, 1993 und 2000) gewählt. Zusätzlich ernannte man ihn viermal ins NBA All-Defensive First Team (1991, 1992, 1995 und 1996) und viermal in das All-Defensive Second Team (1990, 1993, 1994 und 1998). Er war der erste Spieler der NBA-Geschichte, der sowohl in ein All-NBA- als auch in ein NBA All-Defensive Team in jeder seiner ersten sieben Saisons berufen wurde.

Insgesamt wurde Robinson 15 Mal in seiner NBA-Karriere zum NBA Player of the Week und viermal zum NBA Player of the Month gewählt.

1996 ernannte man David Robinson zu einem der 50 Greatest Players in NBA History. Zusätzlich wurde er 1998 in die World Sports Humanitarian Hall of Fame berufen.

2001 wurde er mit dem NBA Sportsmanship Award geehrt, 2003 mit dem J. Walter Kennedy Citizenship Award. In diesem Jahr erhielt er auch, gemeinsam mit Tim Duncan, von der Zeitschrift Sports Illustrated die Ehrung als Sportler des Jahres.

Am 15. April 2008 wurde bekannt gegeben, dass Robinson am 19. Juni in die U.S. Olympic Hall of Fame aufgenommen wird[2], eine Ruhmeshalle für US-amerikanische Olympiateilnehmer.

Noch viel größere Ehre wurde ihm im Februar 2009 zuteil. Er wurde als Finalist für die Wahl in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame-Klasse von 2009 bekannt gegeben[3]. Das Ergebnis der Abstimmung, bei der Robinson mindestens 18 von 24 Ja-Stimmen des Komitees benötigte, wurde am 6. April veröffentlicht. Es wurde bekannt gegeben, dass Robinson gemeinsam mit Michael Jordan, John Stockton und Jerry Sloan in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen wurde[4]. Die Laudatio bei der feierlichen Aufnahmezeremonie am 11. September 2009 hielten Larry Brown und George Gervin, die beide ebenfalls Mitglieder der Hall of Fame sind[5]. 2013 erfolgte zudem die Aufnahme in die FIBA Hall of Fame.[6]

Sonstiges[Bearbeiten]

Seine Frau Valerie und er haben drei Söhne: David Maurice, Corey Matthew und Justin Michael.

David Robinson hält einen Bachelor's Degree in Mathematik von der Naval Academy und spielt Saxophon.

Er spendet große Beträge für wohltätige Zwecke. David und Valerie riefen im November 1992 die David Robinson Foundation ins Leben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: David Robinson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NBA.com/history: David Robinson Summary
  2. NBA.com/Spurs, David Robinson Inducted Into The U.S. Olympic Hall of Fame Class of 2008; 15. April 2008
  3. NBA.com/Spurs, David Robinson Named Finalist For Hall Of Fame; 13. Februar 2009
  4. nba.com, Jordan, Robinson, Stockton, Sloan elected to Hall of Fame
  5. mysanantonio.com, Brown, Gervin to present 'Admiral' to Hall
  6. FIBA - 2013 Class of FIBA Hall of Fame inducted Meldung vom 19. Juni 2013, abgerufen am 20. Juni 2013