David Mitchell

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter David Mitchell (Begriffsklärung) aufgeführt.
David Mitchell (2006)

David Mitchell (* 12. Januar 1969 in Southport, Lancashire) ist ein britischer Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Mitchell studierte Englisch und Amerikanische Literatur an der University of Kent in Canterbury und promovierte in Komparatistik. Er lebte dann ein Jahr auf Sizilien und zog nach Japan, wo er sechs Jahre lang Englisch an der Universität Hiroshima lehrte. Zurzeit lebt Mitchell im irischen Clonakilty, County Cork mit seiner Frau Keiko, mit der er zwei Kinder hat.

[Bearbeiten] Werk

Mitchell veröffentlichte seinen ersten Roman „Ghostwritten“ 1999 (2004 auf deutsch unter dem Titel „Chaos“ erschienen). Da „Ghostwritten“ viele Preise erhielt - u.a. den John Llewellyn Rhys Prize - wird Mitchell oft als junger, ambitionierter Autor bezeichnet. Seine Bücher handeln meist von den verschiedenen Ebenen von Wahrheit und Wirklichkeit und von der Kausalität. Weitere Themen sind Identitätsfindung, Reinkarnation und das Wesen des Menschen. Mitchell schreibt dabei bevorzugt in fragmentarischer Form, d. h. viele kleine Geschichten bilden eine ganze Geschichte.

So trägt „Chaos“ etwa den Untertitel „ein Roman in neun Teilen“, was bedeutet, dass neun Menschen ihre Geschichte erzählen und auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten haben. Jedoch interagiert jede Figur (z. T. unbewusst) mit einer der anderen acht Figuren. Daraus ergibt sich eine ganze Erzählung, die sich dem Leser mit jeder Figur weiter erschließt.

Mitchell spielt gleichzeitig mit verschiedenen Zeiten und Orten; teilweise enthalten seine Werke zudem völlig kontrastierende Stile. Sein drittes Buch „Der Wolkenatlas“ enthält z. B. (ebenfalls ineinander übergreifend) ein Tagebuch aus dem 19. Jahrhundert, einen Kriminalroman aus den 1970er Jahren, ein Verhörprotokoll mit einem Klon aus einer fernen, postapokalyptischen Zukunft etc. Das Konstruktionsprinzip hierbei ist, dass jeder Teil im darauffolgenden Teil wieder aufgegriffen wird - als Fiktion. Der Sprecher des zweiten Teils schreibt z.B. an einen Freund über seine Lektüre des ersten Teils (des Tagebuchs). Die Ganzheit des Romans bleibt trotzdem erhalten, auch wenn sich die Passagen stark unterschiedlich lesen. Das Buch besteht aus sechs in verschiedenen Stillagen geschriebenen Teilen, die jeweils im nächsten Teil fiktional werden. Außerdem wird jeder Teil (bis auf den Mittelteil Sloosha's Crossin' an' Ev'rythin' After) nur bis zur Hälfte erzählt und dann im zweiten Teil des Buches zu Ende geführt. Cloud Atlas ist also pyramidenartig konstruiert, es beginnt mit dem Tagebuch aus dem 19. Jahrhundert, entwickelt sich weiter bis in die Zeit nach der Apokalypse, in der die Menschheit neben ihrer modernen Zivilisation auch die Komplexität ihrer Sprache eingebüßt hat, und geht von dort aus wieder zurück über das zwanzigste bis ins neunzehnte Jahrhundert, wo es mit dem zweiten Teil des Tagebuchs endet.

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Weitere Werke

[Bearbeiten] Preise und Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. De Telegraaf: Rezension zur Oper Wake
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