David S. Hogness

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David Swenson Hogness (* 17. November 1925 in Oakland, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Biochemiker, Genetiker und Entwicklungsbiologe und emeritierter Hochschullehrer an der Stanford University School of Medicine in Stanford, Kalifornien.

Leben[Bearbeiten]

Hogness’ Eltern waren der Chemiker Thorfin R. Hogness und dessen Frau Phoebe S. Hogness. David Hogness erwarb 1949 am California Institute of Technology (Caltech) einen Bachelor in Chemie und 1952 ebendort einen Ph.D. in Biologie und Chemie. Als Postdoktorand arbeitete er mit einem Stipendium (Fellow) des National Research Council bei Jacques Monod am Institut Pasteur in Paris und mit einem Stipendium der National Science Foundation an der New York University in New York City.

1955 übernahm Hogness erste Lehrtätigkeiten (Instructor) in Mikrobiologie an der Washington University in St. Louis, Missouri, bevor er 1957 dort eine erste Professur (Assistant Professor) erhielt. 1959 wechselte er als Assistant Professor für Biochemie an die Stanford University in Stanford, Kalifornien. 1961 wurde er Associate Professor, 1966 erhielt er eine ordentliche Professur, 1989 zusätzlich für Entwicklungsbiologie. 1999 wurde er emeritiert.

Hogness heiratete 1948 Judith Gore, das Paar hat zwei Söhne.

Wirken[Bearbeiten]

Hogness konnte wesentlich zum Verständnis der Ontogenese von Drosophila melanogaster beitragen. Er untersuchte die Rolle des Hormons Ecdyson bei der Entwicklung der Fruchtfliege. Hogness und Mitarbeiter fanden 1978 die TATA-Box (Goldberg-Hogness-Box) als Startsequenz zur Transkription von Genen bei Eukaryoten. Hogness’ Arbeiten trugen zur Entdeckung bei, dass das genetische Material von Eukaryoten codierende (Introns) und nichtcodierende (Exons) Abschnitte enthält und dass die Expression zahlreicher Gene durch sogenannte Cis-Elemente reguliert wird. Hogness trug zur Verschmelzung von Genetik, Molekularbiologie und Entwicklungsbiologie zum Fachgebiet der Genomik bei.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David S. Hogness bei der John Simon Guggenheim Memorial Foundation (gf.org); abgerufen am 16. März 2012
  2. Book of Members 1780–present (PDF, 313 kB) der American Academy of Arts and Sciences (amacad.org); abgerufen am 16. März 2012
  3. a b Past GSA Award Recipients bei der Genetics Society of America (genetics-gsa.org); abgerufen am 16. März 2012
  4. March of Dimes Prize in Developmental Biology: Previous Recipients (Version vom 13. Februar 2009 im Internet Archive)
  5. Past Recipients: Dr. David Swenson Hogness bei der Japan Society for the Promotion of Science (jsps.go.jp); abgerufen am 16. März 2012