David Sedaris

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David Sedaris, 2005

David Sedaris (* 26. Dezember 1956 in Binghamton) ist ein humoristischer US-amerikanischer Autor, Essayist und Radiomitarbeiter. Viel seines Witzes ist autobiographisch und bezieht sich auf seine große Familie, sein griechisches Erbe, seine verschiedenen Jobs, seine Erziehung und Beziehungen, Drogenmissbrauch, Homosexualität und sein Leben als Auswanderer in Frankreich mit seinem Partner Hugh.

Allgemein[Bearbeiten]

Sedaris wuchs in Raleigh auf und studierte am Art Institute of Chicago. In der Jugend und seinen Zwanzigern versuchte er sich in Performancekunst, deren ausbleibenden Erfolg er in einigen Geschichten verarbeitete. Sedaris leidet an einer leichten Form des Tourette-Syndroms; auch das thematisiert er in einer seiner Kurzgeschichten.

Nach vielen verschiedenen miesen Jobs in Raleigh, Chicago und New York erlangte er erstmals Aufmerksamkeit mit seinem Radio-Essay The SantaLand Diaries, in denen er seine Erfahrungen als Elfendarsteller im weltbekannten Kaufhaus Macy’s um die Weihnachtszeit in New York beschreibt. Dieses Stück ging erstmals 1992 auf Sendung, 1996 erstmals in Großbritannien.

Sein erstes Buch Fuselfieber ist eine Sammlung von Essays und Kurzgeschichten. Andere Veröffentlichungen seiner Essays sind Nackt und Ich ein Tag sprechen hübsch. Verschiedene seiner Bücher, inklusive Dress Your Family in Corduroy and Denim (deutsch: Nachtprogramm) erklommen die Spitze der New York Times Bestseller-Liste. 2001 zeichnete ihn das TIME Magazine als „Humorist of the Year“ aus und er erhielt den nach James Thurber benannten Preis für Amerikanischen Humor.

Sedaris schreibt auch fürs Theater und fertigte mit seiner Schwester, der Schauspielerin Amy Sedaris, verschiedene Stücke unter dem Namen „The Talent Family“.

Zurzeit lebt er zusammen mit seinem Freund, dem Maler und Bühnenbildner Hugh Hamrick, in Paris, in einem Landhaus in der Normandie und in London.[1] Er schreibt unter anderem für The New York Times, The New Yorker und Esquire.

Kritik[Bearbeiten]

Einer seiner Übersetzer, Harry Rowohlt, äußerte sich wenig schmeichelhaft über Sedaris: "Außer daß er nicht schreiben kann, hat er noch eine zusätzliche Macke, an welcher man untrüglich erkennen kann, daß jemand eine Macke hat und nicht schreiben kann: Wenn er mal ein Verb liebgewonnen hat, ein ganz unverdächtiges Verb, to approach z.B., verwendet er es einmal, zwei Sätze später nochmal, dann auf der nächsten Seite nochmal, und dann hat er´s gottlob wieder vergessen. Und dann kommt to frame dran."[2] 

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Originalausgaben[Bearbeiten]

In deutscher Übersetzung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: David Sedaris – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Joachim Kronsbein: Das Leben ist ein Gasherd. In: Der Spiegel. Nr. 45, 2008, S. 182 (online).
  2. Harry Rowohlt: Der Kampf geht weiter. Zürich 2005, S.267