De Havilland Dove

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de Havilland D.H.104 Dove
De Havilland DH-104 Dove 8 D-INKA OTT 2013 05
Typ: Verkehrsflugzeug, Transportflugzeug
Entwurfsland: Großbritannien
Hersteller: de Havilland Aircraft Company
Erstflug: 25. September 1945
Indienststellung: 1946
Produktionszeit: 1945–1964
Stückzahl: 528

Die de Havilland D.H. 104 Dove ist ein Eindecker-Flugzeug des britischen Flugzeugbauers De Havilland Aircraft Company, das als Transportflugzeug für Kurzstrecken eingesetzt wurde. Sie ist der Nachfolger des Doppeldeckers de Havilland Dragon Rapide und war eines von Großbritanniens erfolgreichsten Flugzeugmodellen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die Konstruktion des Flugzeuges wurde gestartet, nachdem der Bericht der Brabazon-Kommission nach einem britischen Kurzstreckenflugzeug als Zubringer für Fluggesellschaften verlangte.

Erstflug und Auslieferung[Bearbeiten]

Die Dove absolvierte ihren Erstflug am 25. September 1945. Die Produktion der Dove und ihrer Varianten umfasste 388 zivile Dove, 127 militärische Devon C.2 und 13 Sea Devon. Nach der Eingliederung von De Havilland in die Hawker Siddeley Gruppe wurde das Muster als Hawker Siddeley Dove vermarktet.

Die Produktion endete 1964, heute sind weltweit noch etwa 10 bis 12 Dove flugbereit.

Versionen[Bearbeiten]

Varianten nach[1] und [2]

Dove Srs. 1
Leichtes Transportflugzeug. 330 PS Gipsy Queen 70-3
Dove Srs. 1B
wie Dove 1, aber 340 PS Gipsy Queen 70-4
Dove Srs. 2
6-sitzige „Executive“-Version für Geschäftsflüge.
Dove Srs. 2B
wie Dove 2, aber 340 PS Gipsy Queen 70-4
Dove Srs. 3
nicht verwirklichtes Projekt eines hochfliegenden Überwachungsflugzeuges
Dove Srs. 4
Militärische Version für Transport und Kommunikation die britische Royal Air Force, dort als Devon C.1 (C Mk.1) und Devon C.2/2 (330 PS) bezeichnet.
Dove Srs. 5
wie Dove 1B, aber 380 PS Gipsy Queen 70 Mk.2 Triebwerke, 20 % höhere Nutzlast gegenüber Srs. 1
Dove Srs. 5A
wie Srs. 5, für den US-Markt
Dove Srs. 6
wie Dove Srs. 5, aber mit spezieller Executive-Ausstattung
Dove Srs. 6A
wie Srs. 6, für US-Markt
Dove Srs. 6BA
wie Srs.2A, mit Gipsy Queen 70 Mk.2, 380 PS, aber Gewicht der Dove 1
Dove Srs. 7
wie Srs. 5, aber mit 400 PS Gipsy Queen 70 Mk.3 Triebwerken, vergrößertes Cockpit, Erstflug Februar 1960, 8.950 lb Startgewicht
Dove Srs. 7A
wie Srs. 7, für US-Markt
Dove Srs. 8
wie Srs. 7, aber mit spezieller Executive-Ausstattung
Dove Srs. 8A
Variante der Srs. 8 für die USA, manchmal auch „Custom 800“ genannt
Devon C. Mk.1
Zwei 380 PS Gipsy Queen 70, leichtes Verbindungsflugzeug
Devon C. Mk.2
mit neuen Gipsy Queen 175 Triebwerken umgerüstete C. Mk.1
Sea Devon C. Mk.20
Version der C. Mk.1 für Transport und Kommunikation für die britische Royal Navy. 13 gebaut
Riley 400
Umbau der Dove mit Lycoming-Triebwerken.

Ziviler Einsatz[Bearbeiten]

de Havilland Dove (D-IFSA)
Innenansicht oben abgebildeter Dove (D-IFSA)

Militärische Nutzer[Bearbeiten]

RNZAF Devon C.1 am Wellington Airport 1971

Technische Daten[Bearbeiten]

de Havilland Dove Srs 5
Kenngröße Daten
Besatzung 2
Passagiere 5–9
Länge 11,96 m
Spannweite 17,37 m
Höhe 4,06 m
Flügelfläche 31,1 m²
Nutzlast 1.460 kg
Leergewicht 2.600 kg
Startgewicht 4.060 kg
Höchstgeschwindigkeit 325 km/h
Dienstgipfelhöhe 6.100 m
Steigrate 4,7 m/s
Reichweite 1.720 km
Triebwerke zwei übersetzte, turbogeladene und luftgekühlte 6-Zylinder-Reihenmotoren de Havilland Gipsy Queen 70 Mk 2 mit jeweils 283 kW (380 SHP)

Trivia[Bearbeiten]

Eine de Havilland D.H. 104, in bedauernswertem Zustand, spielte auch eine Rolle in dem Kinofilm „Theo gegen den Rest der Welt“ von 1980. Diese D.H.104 wurde inzwischen restauriert und ist auf dem Flugplatz Soest stationiert.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: De Havilland D.H.104 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. De Havilland Dove (Post-War Propliners), in Aeroplane Monthly, Oktober 1994, S.65-69 Variantenzusammenstellung
  2. John W.R. Taylor (Hrsg.): Jane's All The World's Aircraft - 1965-66, Sampson Low, Marston & Company Ltd., London, 1965, S. 147
  3. D-IKUR wurde restauriert