De Wolden

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Gemeinde De Wolden
Flagge der Gemeinde De Wolden
Flagge
Wappen der Gemeinde De Wolden
Wappen
Provinz Drenthe Drenthe
Bürgermeister Peter Snijders (VVD)
Sitz der Gemeinde Zuidwolde
Fläche
 – Land
 – Wasser
226,35 km²
224,78 km²
1,57 km²
CBS-Code 1690
Einwohner 23.590 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 104 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 40′ N, 6° 25′ O52.6666666666676.4166666666667Koordinaten: 52° 40′ N, 6° 25′ O
Vorwahl 0522, 0528
Postleitzahlen 7920–7929, 7950–7969
Website www.dewolden.nl
Lage von De Wolden in den Niederlanden
Herrenhaus Echten
Wieker Mühle

De Wolden ( anhören?/i) ist eine Gemeinde in der nordöstlichen niederländischen Provinz Drenthe. Sie hat 23.590 Einwohner (Stand 1. Januar 2014) und eine Fläche von 226 km².

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Süden der Provinz Drenthe, zwischen Meppel und Hoogeveen. Die Gemeinde wird durchquert von der Autobahn A28 ZwolleHoogeveenAssenGroningen und einer Eisenbahnlinie zwischen diesen Städten. Einen Bahnhof gibt es aber nicht. Südwestlich von De Wijk liegt Staphorst (Provinz Overijssel).

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde umfasst 17 offizielle Ortsteile (Dorpen). Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich in Zuidwolde.[2]

Ortsteil Einwohner
Zuidwolde 6.203
Ruinen 3.552
De Wijk 2.913
Ruinerwold 2.851
Koekange 2.281
Alteveer 859
Oosteinde 756
Kerkenveld 693
Fort 624
Linde 615
Veeningen 593
Drogteropslagen 564
Koekangerveld 395
Echten 339
Ansen 284
Berghuizen 161
Eursinge 105

Weitere, nicht offizielle Ortsteile (41 Weiler) sind:

  • Anholt
  • Armweide
  • Bazuin
  • Benderse
  • Blijdenstein
  • Bloemberg
  • Braamberg
  • Buitenhuizen
  • Bultinge
  • De Oude Tol
  • De Stapel
  • De Stuw
  • De Tippe
  • Dickninge
  • Dijkhuizen
  • Drogt
  • Dunnigen
  • Eemten
  • Engeland
  • Gijsselte
  • Haalweide
  • Hoge Linthorst
  • Kraloo
  • Lubbinge
  • Lunssloten
  • Middelveen
  • Nolde
  • Oosterwijk
  • Oshaar
  • Oud Veeningen
  • Paardelanden
  • Pieperij
  • Rheebruggen
  • Schottershuizen
  • Schrapveen
  • Steenbergen
  • Struikberg
  • Ten Arlo
  • Vuile Riete
  • Wemmenhove
  • Witteveen

Geschichtliches; Namenserklärungen[Bearbeiten]

  • Alteveer: Der Name kommt von: al te ver (Deutsch: allzu weit), nämlich von Zuidwolde aus.
  • De Wijk: Der Ort wurde 1176 erstmals urkundlich erwähnt; im Dorf liegen zwei „havezaten“ (Herrenhäuser): Dunninge und Dickninge, das seit 1325 bis etwa zur Reformation im 16. Jahrhundert ein Kloster der Benediktiner beherbergt hatte.
  • Echten: Der Ort wurde 1181 erstmals urkundlich erwähnt; der Name kommt entweder von „echte“ – das ist ein einem höheren Herrn höriger Hof – oder von „echte“ (= Acht), weil im 12. Jahrhundert ein ungehorsamer Gutsherr als Strafe hierher verbannt worden sein soll. Eine Adelsfamilie siedelte sich hier dann an, nannte sich Van Echten und tat jahrhundertelang viel Gutes für ihre Untertanen im Dorf.
  • Koekange: Der Name kommt von Koe-gang, Kuh-Weidegang, Wiese. Die Siedlung, erstmals 1141 erwähnt, ist eine „veenkolonie“, eine Kolonie von Torfstechern und ihren Herren aus der Provinz Groningen.
  • Ruinen: Der zweifellos viel ältere Ort Ruynen wurde 1139 erstmals urkundlich erwähnt; ein Otto von Ruinen wird als Dienstmann des Utrechter Bischofs (der damals Herr über ganz Drenthe und Overijssel war) genannt. Er ließ in Ruinen ein Benediktinerkloster gründen, das später nach De Wijk umzog.
  • Zuidwolde: Von der Geschichte ist wenig bekannt, weil das Dorfarchiv 1824 durch einen Brand verloren ging. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1275.

Politik[Bearbeiten]

Nach dem Wahlen 2006 und 2010 verteilen sich die 19 Sitze des Gemeinderats auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

Partei/Gruppierung 2006 2010
Gemeentebelangen 5 Sitze 6 Sitze
Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) 4 Sitze 4 Sitze
Christen Democratisch Appèl (CDA) 4 Sitze 4 Sitze
Partij van de Arbeid (PvdA) 4 Sitze 2 Sitze
Democraten 66 (D66) 1 Sitz
Groen Links 1 Sitze 1 Sitz
ChristenUnie 1 Sitze 1 Sitz
Gesamt 19 Sitze 19 Sitze
Bürgermeister und Beigeordnete[3]
  • Bürgermeister: Roger de Groot (CDA)
  • Beigeordneter: Jan ten Kate (Gemeentebelangen)
  • Beigeordneter: Henk Lammers (CDA)
  • Beigeordnete: Mirjam Pauwels (VVD)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Gemeinde stützt sich auf drei Pfeiler: die Landwirtschaft, den Tourismus und das Kleingewerbe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Marienkirche Ruinen
  • Überall in der Gemeinde kann man während einer Radtour malerische, reetgedeckte, alte Bauernhöfe in sächsischer Bauart bewundern. Der Verkehrsverein in Ruinen gibt Faltblätter mit Radtourrouten heraus. Die Gemeinde ist reich an Campingplätzen.
  • Ruinen ist ein bei Touristen sehr beliebtes Dorf. Am gemütlichen Dorfplatz Brink steht eine schöne, 1423 erbaute Kirche so wie mehrere kleine Restaurants und der Museumsbauernhof Pasmans Huus. Das Dorf besitzt auch eine um 1975 von einem Künstler angelegte Gartenanlage, die für Touristen geöffnet ist (Tuinen van Ruinen).
  • Nordöstlich von Ruinen liegt der Naturpark Dwingelderveld, ein schönes Heidegebiet, wo der Schafhirte noch mit der Schafherde herumgeht. Im Südwesten der Heide ist ein Besucherzentrum eingerichtet worden.
  • Zwischen Ruinen und dem südlicheren, an der Eisenbahn gelegenen Echten liegt der schöne, für Wanderungen sehr geeignete Wald „Boswachterij Ruinen“ (Forst Ruinen).
  • In Ruinerwold und Oosteinde gibt es den Dr. De Larijweg, eine 7 km lange Straße, die schon jahrzehntelang von etwa 1400 Birnbäumen gesäumt wird.
  • Ein ruhiger, aber abwechslungsreicher Bereich der Gemeinde ist das „Tal“ des Baches Reest an der Grenze zu Overijssel. Auch hier kann man gut radeln und wandern.
  • Das schöne Dorf Echten hat ein schönes, um 1400 erbautes und im 18. Jahrhundert renoviertes Schloss (Huis te Echten), das jedoch von innen nicht besichtigt werden kann. Es beherbergt nämlich eine Psychiatrische Klinik.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: De Wolden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Die Einwohnerzahlen sind der Website der Gemeinde entnommen, abgerufen am 28. September 2013
  3. Website De Wolden, abgerufen am 29. September 2013