De libero arbitrio (Augustinus)

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De libero arbitrio (lat. Über den freien Willen) ist eine Schrift des christlichen Bischofs Augustinus von Hippo, die drei Bände umfasst, die 387-9 in Rom (Bd. 1) und ca. 391-395 in Afrika (Bd. 2-3)[1] verfasst wurden. Thema ist die menschliche Willensfreiheit.

Augustinus begann das Werk als Teil einer anti-manichäischen Serie von Schriften und argumentierte zugleich partiell gegen den Skeptizismus. Im ersten Band wendet der Autor sich gegen den Determinismus, indem er das Streben nach einer Antwort auf die Frage, ob Freiheit existiert, selbst zum Argument erhebt und zur Vorbedingung von Wissen macht. In Teilen des zweiten und im dritten Band arbeitete der Autor eine Begründung der Existenz Gottes aus[2].

Literatur[Bearbeiten]

Textausgaben
  • Aurelius Augustinus: Opera. Band 9: De libero arbitrio (B, Frühe philosophische Schriften), zweisprachige Ausgabe, hrsg., eingeleitet und übersetzt von Johannes Brachtendorf. Schöningh, Paderborn 2006. ISBN 3-506-71764-2
Sekundärliteratur
  • Therese Fuhrer: De libero arbitrio (Über die freie Entscheidungsinstanz), in: Volker Henning Drecoll (Hg.): Augustin Handbuch, Theologen-Handbücher, Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 270-272.
  • Simon Harrison: Augustine's Way into the Will - The Theological and Philosophical Significance of De libero arbitrio, Oxford University Press, Oxford 2006.
  • Klaus Kahnert: Augustinus: De libero arbitrio - Über die freie Willensentscheidung, in: Uwe an der Heiden / Helmut Schneider (Hgg.): Hat der Mensch einen freien Willen? Die Antworten der großen Philosophen, Reclam, Stuttgart 2007, S. 87-99.

Weblinks[Bearbeiten]

Textausgaben

Belege[Bearbeiten]

  1. David E. Roberts: Augustine's Earliest Writings, in: The Journal of Religion, Band 33 Nr. 3., Juli 1953, S. 161-181, S. 175.
  2. Henry Chadwick: Augustine in: Frances Margaret Young, Lewis Ayres, Andrew Louth (Hgg.): The Cambridge History of Early Christian Literature, CUP, Cambridge 2004, S. 328-341, S. 330-331.