Deacon Blue

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deacon Blue
Deacon Blue bei Glastonbury Festival 2011
Deacon Blue bei Glastonbury Festival 2011
Allgemeine Informationen
Herkunft Glasgow, Schottland
Genre(s) Rock, Pop
Gründung 1985
Auflösung 1994
Neugründung 1999
Website www.deaconblue.com
Gründungsmitglieder
Ricky Ross (* 12. Dezember 1957 in Dundee)
Ewan Vernal (* 27. Februar 1964 in Glasgow)
Douglas Vipond (*15. Oktober 1966, Johnstone)
Graeme Kelling (*4. April 1957 in Paisley, †10. Juni 2004 in Glasgow)
James Prime (* 3. November 1960 in Kilmarnock)
Gesang
Lorraine McIntosh (* 13. Mai 1964 in Glasgow) ab 1988

Deacon Blue ist eine schottische Band, die 1985 in Glasgow gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

1982 schloss sich der Jugendclubleiter und Lehrer Ricky Ross dem Bassisten Ewan Vernal und der Band Woza an. Die Band wurde nur im Glasgower Raum bekannt und spielte im Vorprogramm der Waterboys, konnte jedoch keinen Plattenvertrag erringen. Ross schrieb nach der Auflösung von Woza 1983 weiter Songs, gründete 1985 mit Vernal eine neue Band und holte James Prime an den Keyboards in die Band, der bereits kurzzeitig für die Altered Images gespielt hatte. Der Name „Deacon Blue“ ist dem Titel Deacon Blues der Band Steely Dan von ihrem Album Aja entlehnt.

Muff Winwood, 1986 A&R-Manager bei CBS Records nahm die Band für das Musiklabel unter Vertrag. Im November 1986 begannen die Aufnahmen für das von Jon Kelly produzierte Debütalbum Raintown. Auf dem Album sang auch Ross' damalige Freundin und spätere Ehefrau Lorraine McIntosh, die erst 1988 festes Mitglied bei Deacon Blue wurde. Im März 1987 wurde die Single Dignity veröffentlicht, im Mai desselben Jahres das Album. Beide konnten sich, trotz prominenter Gastmusiker auf dem Album, wie Chris Rea und Mitgliedern von Londonbeat, nicht in der Hitparade platzieren.

1988 wurde die Single Dignity wiederveröffentlicht und erreichte in den UK Top 40 Platz 31[1]. Auch das Debütalbum von dem die Single stammte, platzierte sich 1991 den britischen Albencharts und erreichte Platz 14[1] und erhielt eine Auszeichnung mit einer Platinschallplatte[2]. Mit When Will you (Make my Telephone Ring) in neuer Version und Chocolate Girl wurden zwei weitere Singles ausgekoppelt und Deacon Blue gingen im Sommer 1988 mit Fairground Attraction auf Tournee. Im Oktober kam mit der Single Real Gone Kid der Erfolg in der Heimat. Die Single erreichte Platz 8 der UK Top 40[1]. Das im März 1989 veröffentlichte zweite, wieder von Jon Kelly produzierte, Album When the World Knows Your Name erreichte die Chartspitze in Großbritannien[1] und Platz 56 in Deutschland[3] sowie zwei Platinschallplatten[2].

1990 beteiligte sich die Band am Big Day in Glasgow vor 250.000 Zuschauern[4] und Ross betreute die anlässlich des 1988 verstorbenen Fotografen Oskar Marzaroli aufgenommene Benefizplatte The Tree and the Bird and the Fish and the Bell. Von dem Fotografen stammte das Coverfoto Cityscapes – Looking South From Park Terrace (1960)[5] für das von der Kritik gelobte und mit Prefab Sprout verglichene Debütalbum Raintown[6]. CBS veröffentlichte 1990 mit Ooh Las Vegas ein Kompilationsalbum, das vom britischen Phonoverband mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde[2].

1991 wieder mit Produzent Jon Kelly, aber in einem Tonstudio in Paris, das Album Fellow Hoodlums eingespielt und bei Columbia Records veröffentlicht, welches mit Your Swaying Arms, Twist and Shout und Closing Time drei weitere Chartsingles einbrachte[1]. 1993 erschien bei Columbia das Studioalbum Whatever you say, say Nothing, 1994 die im Folgejahr mit zwei Platinschallplatten ausgezeichnete Kompilation Our Town – The Greatest Hits of Deacon Blue[2].

Nach Auflösung im Jahr 1994 veröffentlichte Ross mehrere Soloalben. Deacon Blue wiedervereinigten sich in gleicher Besetzung im Jahr 1999 und veröffentlichten weitere Alben. Im Juni 2004 verstarb Gitarrist Graeme Kelling an Bauchspeicheldrüsenkrebs. 2012 erschien bei Edsel das Album The Hipsters.

Ricky Ross schrieb auch für andere Künstler Songs. So schieb er bei High für James Blunt mit, bei I’m all Over It für Jamie Cullum sowie für Will Young, KT Tunstall und Emma Bunton. Mit seiner Ehefrau Lorraine bildet er das Duo RossMcIntosh. Ross moderiert die Radiosendung Another Country für BBC Radio Scotland[7].

Diskografie[Bearbeiten]

Alben
  • 1987: Raintown
  • 1988: Riches (Kompilation von B-Seiten)
  • 1989: When The World Knows Your Name
  • 1990: Ooh Las Vegas (Kompilation von B-Seiten, unveröffentlichten Tracks und Filmmusiken)
  • 1991: Fellow Hoodlums
  • 1993: Whatever You Say, Say Nothing
  • 1994: Our Town - The Greatest Hits (Greatest Hits)
  • 1997: Riches & More (Kompilation)
  • 1999: Walking Back Home (Studio/Kompilation)
  • 2001: Homesick
  • 2001: The Very Best of Deacon Blue
  • 2006: Singles
  • 2008: Live (Live Album)
  • 2012: The Hipsters
  • 2014: A New House
Singles
  • 1987: Dignity (Erstveröffentlichung)
  • 1987: Loaded
  • 1987: When will you (Make My Telephone Ring)
  • 1988: Dignity (Wiederveröffentlichung)
  • 1988: Chocolate Girl
  • 1988: Real Gone Kid
  • 1989: Wages Day
  • 1989: Fergus Sings the Blues
  • 1989: Love and Regret
  • 1989: Queen of the New Year
  • 1990: I'll Never Fall in Love Again
  • 1991: Your Swaying Arms
  • 1991: Twist and Shout
  • 1991: Closing Time
  • 1991: Cover From the Sky
  • 1992: Your Town
  • 1993: Will we be Lovers
  • 1993: Only Tender Love
  • 1993: Hang Your Head
  • 1994: I was Right and you Were Wrong
  • 1994: Dignity (Wiederveröffentlichung)
  • 1999: Love Hurts
  • 2001: Everytime you Sleep
  • 2001: A is for Astronaut
  • 2006: Bigger Than Dynamite
  • 2012: The Hipsters
  • 2012: The Outsiders
  • 2013: That´s What We Can Do
  • 2013: Turn (Remix)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Chart Archive – Deacon Blue. In: chartsurfer. Abgerufen am 12. August 2012.
  2. a b c d Certified Awards Search. In: bpi.co.uk. Abgerufen am 12. August 2012 (Suchwort: Deacon Blue).
  3. When The World Knows Your Name von Deacon Blue. In: chartsurfer.de. Abgerufen am 12. August 2012.
  4. Paul English: The Big Day – 20 Years on: Stars and Fans remember historic Scots gig. In: daily record.co.uk. 31. Mai 2012, abgerufen am 12. August 2012.
  5. Oskar Marzaroli – The Marzaroli Collection. In: oskarmarzaroli.com. Abgerufen am 12. August 2012.
  6. Steve Aldrich: Raintown – Deacon Blue: Songs, Reviews, Credits, Awards. In: allmusic.com. Rovi Corp., abgerufen am 12. August 2012.
  7. BBCRadio Scotland – Another Country with Ricky Ross 2012 Gallery. In: bbc.co.uk. Abgerufen am 12. August 2012.