Debi Thomas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Debi Thomas Eiskunstlauf
Voller Name Debra Janine Thomas
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 25. März 1967
Geburtsort Poughkeepsie, New York
Größe 167 cm
Gewicht 53 kg
Karriere
Verein LAFSC, Los Angeles
Trainer Alex McGowan
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze Calgary 1988 Damen
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
Gold Genf 1986 Damen
Silber Cincinnati 1987 Damen
Bronze Budapest 1988 Damen
 

Debra Janine „Debi“ Thomas (* 25. März 1967 in Poughkeepsie, New York) ist eine ehemalige US-amerikanische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie ist die Weltmeisterin von 1986.

Thomas lief ab 1983 für den Los Angeles Figure Skating Club und wurde von Alex McGowan trainiert. Sie war die erste dunkelhäutige Eiskunstläuferin, die es in die Weltspitze schaffte. 1985 wurde sie Zweite bei den nationalen Meisterschaften hinter Tiffany Chin und bestritt in Tokio ihre erste Weltmeisterschaft, bei der sie prompt den fünften Platz belegte. Bereits ein Jahr später wurde sie US-amerikanische Meisterin und in Genf Weltmeisterin vor Katarina Witt. Zu dieser Zeit studierte sie noch Vollzeit, wie zuletzt ihre Landsfrau Tenley Albright bei ihrem Weltmeisterschaftsgewinn in den Fünfziger Jahren. 1987 hatte Thomas mit Sehnenentzündungen in beiden Knöcheln zu kämpfen. Bei den nationalen Meisterschaften reichte es jedoch zum zweiten Platz hinter Jill Trenary und bei der Weltmeisterschaft in Cincinnati zum zweiten Platz hinter Witt. 1988 siegte sie bei den nationalen Meisterschaften und ging so in die Olympischen Spiele in Calgary. Dort erwartete die Öffentlichkeit den Kampf um Gold zwischen Katarina Witt und Debi Thomas, unter der Schlagzeile „Battle of the Carmens“ (Schlacht der Carmens), weil beide für die Kür Bizets Carmen ausgewählt hatten. Thomas zeigte starke Leistungen in der Pflicht wie auch im Kurzprogramm und ging als Beste in die Kür. Diese misslang ihr jedoch und so reichte es am Ende nur zu Bronze hinter Witt und der Kanadierin Elizabeth Manley. Bei der Weltmeisterschaft in Budapest wiederholte sich dieses Resultat wenig später. Danach beendete Thomas ihre Amateurkarriere.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Eiskunstläufern nahm Thomas nach ihrer Wettkampfkarriere ihr Medizinstudium wieder auf und lief nur kurz bei den Profis um sich das Studium zu finanzieren. 1991 graduierte sie in Stanford und 1997 an der Northwestern Medical School. Sie arbeitet als orthopädische Chirurgin.

1988 heiratete Thomas ihren Studienkollegen Brian Hogen. Die Ehe wurde geschieden. 1996 heiratete sie den früheren Footballspieler Chris Bequette, ein Jahr später wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Wettbewerb / Jahr 1983 1984 1985 1986 1987 1988
Olympische Winterspiele 3.
Weltmeisterschaften 5. 1. 2. 3.
US-amerikanische Meisterschaften 13. 6. 2. 1. 2. 1.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Debi Thomas in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)