Dechantskirchen

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Dechantskirchen
Wappen von Dechantskirchen
Dechantskirchen (Österreich)
Dechantskirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Hartberg-Fürstenfeld
Kfz-Kennzeichen: HF (ab 1.7.2013; alt HB)
Fläche: 24,15 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 16° 1′ O47.41666666666716.016944444444531Koordinaten: 47° 25′ 0″ N, 16° 1′ 1″ O
Höhe: 531 m ü. A.
Einwohner: 1.627 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 8241
Vorwahl: 03339
Gemeindekennziffer: 6 22 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dechantskirchen 34
8241 Dechantskirchen
Website: www.dechantskirchen.at
Politik
Bürgermeisterin: Waltraud Schwammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
11
4
11 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Dechantskirchen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld
SteiermarkLage der Gemeinde Dechantskirchen im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Dechantskirchen ist eine Gemeinde mit 1627 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in Österreich und befindet sich im Bundesland Steiermark, Gerichtsbezirk Fürstenfeld und im politischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Mit 1. Jänner 2015 wird Dechantskirchen im Rahmen der Gemeindestrukturreform um einen Teil der bis dahin bestehenden Nachbargemeinde Schlag bei Thalberg (in den Katastralgemeinden Kroisbach und Schlag) erweitert.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Dechantskirchen liegt im Nordosten des Bezirkes Hartberg-Fürstenfeld und auch der Steiermark. Die Gemeinde befindet sich ca. 15 km nördlich der Bezirkshauptstadt Hartberg. Sie liegt am Fuße des Randgebirges östlich der Mur. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der Hochkogel (1.314 m), der südlichste Eintausender des Wechsels. Die Gemeinde wird von einigen Abflüssen des Wechsels durchzogen, die alle direkt oder indirekt Nebenflüsse der Lafnitz sind.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dechantskirchen, Hohenau und Kroisbach bzw, aus den Ortschaften Bergen (101 Einwohner), Burgfeld (136), Dechantskirchen (641), Hohenau am Wechsel (98), Kroisbach (400) und Stögersbach (236) (Einwohner Stand: 2011[2]).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Zum 1. Jänner 1967 wurde die Gemeinde Hohenau am Wechsel nach Dechantskirchen eingemeindet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Sankt Lorenzen am Wechsel Pinggau Friedberg
Schlag bei Thalberg Nachbargemeinden Friedberg
Schlag bei Thalberg Grafenschachen Pinkafeld
Pfarrkirche Dechantskirchen

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Dechantskirchen war bereits zur Römerzeit besiedelt, die damaligen Ortsgründe sind allerdings nicht erhalten geblieben. Zwei römische Grabsteine finden sich in der Friedhofsmauer östlich der Pfarrkirche. Hier ist der obere Teil einer römischen Grabstele für Masculus mit Adler, Delphinen und Palmettenverzierung eingemauert. Daneben ein fragmentiertes Grabrelief für drei Personen mit Resten einer Inschrift. Dargestellt sind ein Mann in römischer Kleidung, eine kopflose Frau mit Granatapfel und ein gepanzerter Soldat.

Von den Ende des 6. Jahrhunderts eingefallenen Slawen ist nichts erhalten geblieben. Ende des 8. Jahrhunderts wurde das Gemeindegebiet Teil des Frankenreiches. Es fiel aber bereits Ende des 9. Jahrhunderts an die Ungarn, bevor es im Jahre 1043 von Heinrich III. zurückerobert wurde. Das Gemeindegebiet kam zuerst zu den Markgrafen von Wels-Lambach und bald zu den Grafen von Formbach und war bis dato eine riesige Waldlandschaft.

Das Dorf Dechantskirchen wurde erstmals 1155 urkundlich erwähnt, als Erzbischof Eberhard I. von Salzburg dem Kloster Admont zwei Huben verlieh. Bereits 1163 kam das Dorf zum Stift Vorau aus Anlass von dessen Gründung durch Markgraf Ottokar III. In der Folge wechselte der Ort häufig den Besitzer.

Das Dorf Stögersbach wird erstmals 1396 urkundlich erwähnt, während Kroisbach bereits 1381 erstmals als Chreuspach erwähnt wird. Im 14. Jahrhundert war die Kolonisation des Gemeindegebietes damit abgeschlossen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1.147
1880 1.235
1890 1.153
1900 1.176
1910 1.276
1923 1.345
1934 1.423
1939 1.412
1951 1.422
1961 1.468
1971 1.564
1981 1.685
1991 1.665
2001 1.693

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Dechantskirchen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Dechantskirchen liegt an der Wechsel Straße B 54 und hat so eine gute Verbindung nach Hartberg im Süden und Wiener Neustadt im Norden sowie in die Nachbargemeinden Pinggau und Friedberg. Auch die Süd Autobahn A 2 von Wien nach Graz ist nach etwa acht Kilometern über die Anschlussstelle Friedberg-Pinggau (95) zu erreichen.

In Dechantskirchen befindet sich ein zum Haltepunkt herabgestufter Bahnhof der Thermenbahn. Diese bietet zweistündliche Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Hartberg.

Die Flughäfen Graz und Wien sind jeweils ca. 100 km entfernt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse:

Partei 2005 2000 1995 1990
Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate Stimmen  % Mandate
ÖVP 599 52 8 632 61 9 739 68 10 672 62 9
SPÖ 445 39 6 411 39 6 353 32 5 414 38 6
FPÖ 98 9 1
Wahlbeteiligung 85 % 84 % 90 % 93 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Waltraud Schwammer (ÖVP), Vizebürgermeister ist Johann Zinggl (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten]

Mit Wirkung vom 1. November 1974 bekam die Gemeinde Dechantskirchen ein Wappen verliehen.
Blasonierung: „In einem von Grün zu Silber schrägrechts geteilten Schild oben eine goldene, mit einer pfahlweise gestellten silbernen Sichel gekreuzte Ähre, unten eine rote Krone, durch die ein grüner Palmzweig gezogen ist.“[3].

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde und heutige Katastralgemeinde Hohenau am Wechsel hat folgende Ehrenbürger ernannt:

  • Pfarrer Alexander Mauerhofer, 1927
  • Bezirkshauptmann Dr. Adolf Rochelt, 1932
  • Otto von Habsburg (1912–2011), 1934
  • Pfarrer Norbert Wurst, 1948
  • Altbürgermeister Josef Groller, 1955
  • Bezirkshauptmann Dr. Erwin Stibenegg, 1955
Dechantskirchen (rechts unten) um 1878 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Ottokar Kernstock (1848–1928), österr. Dichter und Priester, 1873–1889 Kaplan in Dechantskirchen
  • Johann Reitmeier († 1977) stammte aus Dechantskirchen und wirkte als Seelsorger und Organisator in Treze Tílias (Dreizehnlinden), Brasilien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. § 5 Abs. 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 4–5.
  2. Statistik Austria: Registerzählung 2011
  3. http://www.dechantskirchen.at/politik/gemeindewappen.htm

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dechantskirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien