Decke (Textilie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Hopi beim Weben einer Decke (1879)

Eine Decke ist ein meist rechteckiges oder quadratisches Stück Stoff, die häufigste Anwendung findet sie als warmhaltende Zudecke und als Tischdecke.

Zuweilen wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch ein Tuch als Decke bezeichnet (Tischdecke), doch kann zur Differenzierung gesagt werden, dass die leichteste Decke immer noch stärker ist als das dickste Tuch. Während Decken nahezu immer der Erhaltung der Körperwärme dienen, werden Tücher oft als Schmuck und aus Hygienegründen verwendet.

Decken unterscheiden sich sowohl in der Machart, als auch in Stärke und Verwendbarkeit. Sie bestehen oft aus Wolle (Wolldecke) und anderen wärmespeichernden Materialien. Manchmal werden Decken auch zusammengenäht und dann mit weichem Material gefüllt. Eine nicht textile Decke ist die aus Fellen zusammengesetzte Pelzdecke.

Eine spezielle Decke ist die in Mitteleuropa weit verbreitete mit Daunen, Federn oder Schafwolle, ferner auch mit anderen Natur- oder Kunstmaterialien gefüllte Bettdecke (siehe Bettware). In englischsprachigen Ländern wie den USA dagegen liegt man traditionell zwischen zwei straff gespannten Laken, mit einer Wolldecke ohne Bezug obenauf. In Großbritannien breitet sich die bezogene Bettdecke, dort duvet genannt, zunehmend aus. Auch in der Schweiz wird der Begriff Duvet häufig für Bettdecke (gem. Duden auch ugs. Zudecke, Feder- oder Deckbett) verwendet.

Deckenarten[Bearbeiten]

Pferdedecke
Ein Quilt (Zierdecke)
  • Eine Bettdecke wird zum Zudecken beim Schlafen benutzt.
  • Die Tischdecke kann zum Schutz von hochwertigen Tischoberflächen, wie Holz oder Marmor, oder aus gestalterischen Gründen verwendet werden.
  • Eine Tagesdecke wird zum Bedecken von Betten genutzt.
  • Die Kuscheldecke soll möglichst flauschig sein. Ein bekannt gewordener Träger einer solchen Decke ist Linus aus der Comicserie Die Peanuts.
  • Der Quilt ist eine meist handgemachte Zierdecke.
  • Eine Rettungsdecke ist eine extrem dünne, reißfeste, wasserdichte und wärmereflektierende Folie, die bei der Ersten Hilfe Anwendung findet.
  • Die Krankenhausdecke kommt als Unterlage oder gegen Wärmeverlust bei Rettungsdienst und Feuerwehr zum Einsatz.
  • Eine Pferdedecke ist eine Decke, die das Pferd vor Wind und Wetter schützen soll. Die Abschwitzdecke dagegen wird dem Pferd nach dem Reiten aufgelegt, um den Schweiß vom Pferdekörper wegzuziehen. Die Satteldecke wird unter den Sattel gelegt, um den Pferderücken vor dem Aufscheuern und Druckstellen zu schützen (des Foto rechts zeigt eine Western-Satteldecke).
  • Eine Wohndecke findet sich meist im Wohnzimmer und soll den Besitzer beim Ausruhen und Fernsehen auf dem Sofa warm halten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]