Deezer
| Deezer | |
|---|---|
| www.deezer.com | |
| Beschreibung | Musikstreaming-Service |
| Registrierung | notwendig (Facebook-Zwang besteht seit dem 10. Okt. 2012 nicht mehr) |
| Sprachen | Englisch, Französisch, Deutsch und 17 weitere |
| Eigentümer | BlogMusik SAS, Investor Leonard "Len" Blavatnik |
| Urheber | Daniel Marhely, derzeitiger CEO: Axel Dauchez |
| Erschienen | 22. August 2007 |
| Mitglieder | 26 Mio. , darunter 2 Mio. Premium-Abonnenten[1] (Stand: 10. Okt. 2012) |
| Status | aktiv in 160 Ländern, 76 weitere sollen folgen |
Deezer ist ein französischer Online-Musikdienst, der im August 2007 seinen Betrieb aufnahm. Der internet-basierte Service ist nach einer 12-monatigen Testphase kostenpflichtig und wird durch das Unternehmen Blogmusik SAS betrieben und durch Werbung finanziert. Deezer ist der weltgrößte "Musik-on Demand"-Anbieter und streamt seine 18 (seit dem 10. Oktober 2012 sogar 20) Millionen Songs mit einer Bitrate von bis zu 320 KBs. Das Unternehmen bekommt neuerdings massive Konkurrenz vom kostenlosen Spotify.
Ein Teil der Werbeeinnahmen wird an die Künstler und Rechteinhaber weitergegeben. Nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks bei Befragung einer Band sind es 0,0054 € (0,54 Cent) pro Song. Zum Vergleich: Bei einem MP3-Download verdient der Künstler ca. 9 Cent, d.h., dass der Titel fast 17-mal gestreamt werden müsste, damit der Künstler das gleiche Geld bekäme, wie für einen Download.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Der Dienst wurde erstmals 2006 auf informeller Basis unter dem Namen Blogmusik.net gestartet. Eine Beschwerde der französischen Verwertungsgesellschaft SACEM führte jedoch im Februar 2007 zu seiner Schließung.[2] Der Name wurde in Deezer geändert und der Betrieb am 22. August 2007 wiederaufgenommen.
Kurz nach der Eröffnung legte Universal Music eine Beschwerde ein, da nach deren Ansicht urheberrechtlich geschütztes Material unrechtmäßig bereitgestellt wurde.[3]
Der Betreiber berief sich dagegen auf eine Vereinbarung mit der SACEM, die bereits vor dem Namenswechsel erfolgt war. Mit Sony BMG konnte Deezer dagegen bereits im Oktober 2007 eine Zusammenarbeit vereinbaren, die die Nutzung der Titel dieser Gesellschaft ermöglichte.[4] Am 14. Mai 2008 unterzeichnete Universal Music France ein internationales Abkommen mit Deezer, das den Zugang zu ihrem Musik-Katalog ermöglicht. [5] Am 11. September 2008 meldeten Deezer und Warner Music International schließlich ein Abkommen zur Zuverfügungstellung des Musik-Katalogs des Major-Labels auf der Webseite. Die Titel waren zunächst nur in Frankreich abspielbar und sind inzwischen auch von Deutschland aus erreichbar.
Außer der Vereinbarungen mit drei der vier größten Plattenfirmen hat Deezer Verträge mit vielen selbstständigen Plattenfirmen abgeschlossen, wie Believe, Because Music, Beggars, The Orchard oder Naïve.
Zurzeit hat Deezer über 48 Mio., die auf einen Katalog von über 20 Millionen Titeln und ihren eigens hochgeladenen Zugriff haben (Stand: 11. Oktober 2012). Seit dem 15. Dezember 2011 ist das Angebot von Deezer auch in Deutschland verfügbar.
Am 10. Oktober 2012 erhielt Deezer eine Kapitalspritze in Höhe von 100 Mio. €, die vom "Warner Bros. Music"-Käufer und russischen Milliardär Leonard "Len" Blavatnik stammen. Dieser kaufte Warner Music erst einige Tage zuvor für eine Summe von rund 3,3 Milliarden €.
Deezer ist aktuell der einzige Service der ins Wohnzimmer direkt auf die Smart TVs von Samsung, Toshiba und LG via Applikation die Musik bringen kann. [6]
Funktionalitäten [Bearbeiten]
Ein Teil der gespeicherten Musikstücke ist direkt abrufbar; der Rest kann in Deutschland durch die Funktion des sogenannten Smart Radio, bei der eine kleine Gruppe von Künstlern zu einer Internetradio-Station mit sozialen Funktionen (ähnlich Last.fm) zusammengeschlossen wird, angehört werden.
Deezer bietet nicht nur Titel "auf Abruf" an, sondern auch das sog. SmartRadio, 45 Webradios in verschiedenen Musikgenren und MusikQuiz. Seit August 2008 wurden YouTube-Videos in die Webseite integriert, so dass die Benutzer sich Video-Clips direkt ansehen können.
Durch ein Plugin im Browser Google Chrome, das als Chrome App installiert wird, lässt sich in Deezer, falls über den Google Chrome genutzt, der sog. Offline-Modus aktivieren. Hierdurch lassen sich Alben und Singles, die man zu einer eigenen, individuellen Playlist zusammengestellt hat, auch ohne einen bezahlten Deezer-Account lokal auf dem PC speichern. Da hierbei jedoch die Chrome-Technik verwendet wird, werden die Stücke nicht als MP3 gespeichert, sondern lassen sich nur mit Google Chrome über den Browser selbst aufrufen, aber weder als eigenständige MP3-Datei speichern noch auf andere Geräte wie z. B. einen anderen Laptop mit Chrome und Deezer übertragen. Dieser Offline-Modus bietet jedoch zwei Vorteile: Einerseits müssen beim wiederholten Anhören von Stücken diese nicht erneut heruntergeladen werden und belasten somit auch nicht die Internetverbindung. Zum anderen lässt der Dienst Deezer auch ohne Internet-Verbindung, z. B. von einem Laptop aus unterwegs, über die Adresszeile im Browser oder über das Symbol der Chrome App öffnen und die offline gespeicherte Musik trotzdem anhören.
Musiker in Deezer [Bearbeiten]
Da alle verfügbaren Alben und Singles in Deezer sich nicht nur während des Anhörens herunterladen lassen, sondern auch gegen Bezahlung z. B. auf dem Smartphone oder mittels des für den Browser Google Chrome verfügbaren Offline-Modus - auch ohne Bezahlung - in diesem speichern lassen, befürchten manche Musiker, dass mittels legaler Programme diese Musik nicht in externen Bereichen wie Amazon oder iTunes gekauft wird, sondern über legale Programme in anderer Form gespeichert werden könnte. So ist es z. B. mittels eines Aufnahmeprogramms möglich, die gerade ablaufenden Töne mit dem Programm aufzunehmen und anschließend als separate Datei (z. B. als MP3) zu speichern. Hierdurch könnten Deezer-Nutzer den Kauf der Stücke umgehen, was zu Einnahmen-Ausfällen der Musiker führen könnte. Zwar ist zu den meisten Alben oder Stücken ein Link zu den Diensten Amazon MP3 und iTunes integriert. Aber mithilfe der Aufnahmetechnik und weiterer Tools möchten Nutzer möglicherweise diese Ausgaben vermeiden. Aus diesem Grund haben verschiedene Bands wie z. B. Metallica oder Rammstein ihre komplette Musiksammlung aus dem Archiv von Deezer entfernen lassen, so dass man diese nicht über Deezer aufrufen und hören kann.
Anbindung an Facebook [Bearbeiten]
Durch die Anbindung an das soziale Netzwerk Facebook kann man sich nicht nur direkt mit den Zugangsdaten seines Facebook-Account bei Deezer registrieren und nach der Registrierung anmelden.[7] Facebook hat die Wiedergabeliste der angehörten Musikstücke in das Benutzerprofil integriert, so dass man selbst, aber auch andere wie Freunde die gehörten Stücke im Benutzerprofil sehen können. Facebook fasst aus den übermittelten Daten diese zusammen, so dass unter anderem die am häufigsten gehörten Stücke im Profil als Statistik angezeigt werden. Außerdem übernimmt Deezer, basierend auf den Musikern, die man auf Facebook mit einem Klick auf "Gefällt mir" markiert hat, diese Künstler als Lieblingsmusiker und schlägt darauf basierend auch die Musiker, Alben oder auch einzelne Stücke derer vor. Im umgekehrten Fall - man nimmt einen Musiker in Deezer in die Liste derer auf, die einem gefallen - wird dies wiederum an Facebook übermittelt und somit in der "Gefällt mir"-Liste im Facebook-Profil erfasst. Durch die Statistik sowie der Auslistung der gehörten Stücke werden die eigenen Freude, aber auch andere Profilbesucher des Facebook-Profils über seine Aktivitäten informiert und interessieren sich möglicherweise auch für diese Musiker, Alben oder Stücke. Darüber interessieren sich diese evtl. auch für den Dienst Deezer und können sich dank der Facebook-Anbindung ebenso schnell und einfach bei Deezer registrieren. Deezer erkennt Freunde innerhalb Facebook und schlägt diese auch in Deezer als Freunde vor, die dann dem Deezer-Profil folgen und somit die Musiker und Alben gegenseitig sehen können. Auch dies dient wiederum zur gegenseitigen Empfehlung, den sog. Aktualisierungen.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Deezer greift Spotify mit Freemium Modell an auf Mediabiz.de
- ↑ BlogMusik devient Deezer Infos-du-net, 22. August 2007 (französisch)
- ↑ Universal: nos titres sont exploités illegalement sur Deezer, PC Inpact
- ↑ Presseerklärung von Deezer (PDF)
- ↑ Deezer ajoute Universal Music à son catalogue de musique en ligne, ZDNet.fr, 14. Mai 2008
- ↑ Pressebericht Smart TV
- ↑ 'Deezer - der Musikstreamingdienst aus Frankreich', mobilfunkexperten.de
Deezer | Google Play Music All Access | Grooveshark | JUKE | Last.fm | Musicload Nonstop | Napster | Pandora | Rdio | Simfy | Spotify | WiMP | Xbox Music

