Defects per million opportunities

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Defects per million opportunities (DPMO) (engl.: "Defekte pro einer Million Möglichkeiten") ist eine vor allem in Six Sigma gebräuchliche Maßeinheit und bezeichnet die Anzahl von Fehlern oder defekten Einheiten pro einer Million betrachteter Einheiten unter Einbeziehung aller möglichen Fehler einer Einheit (Fehlermöglichkeiten).

Im Gegensatz zur Angabe von Fehler pro Einheit (Fehler/ppm) wird bei DPMO die Anzahl aller möglichen Fehler pro Einheit miteinbezogen um verschieden komplexe Einheiten besser vergleichbar zu machen.

Beispiele[Bearbeiten]

I.) Beispiel zur Mathematik: Glühlampenfertigung (mit nur einem möglichen Fehler je Glühlampe). Bei 3,4 DPMO kommen auf 1.000.000 gefertigte Glühbirnen 3,4 fehlerhafte Glühbirnen. Dies entspricht einem Abstand zwischen Mittelwert und nächstgelegener Toleranzgrenze von sechs statistischen Standardabweichungen, in Zeichen: 6σ (englisch ausgesprochen: Six Sigma).


II.) Beispiel zur Sinnverdeutlichung: Elektronikfertigung.

Ein Bauteil mit 2 Lötstellen wurde einmalig an einem Anschluss bei 1.000.000 gefertigten Leiterplatten fehlerhaft gefertigt:

(1.000.000 * 1 Fehler) / (1.000.000 Bauteile * 2 Fehlermöglichkeiten) = 0,5 DPMO


Im Gegensatz dazu wird auf einer anderen Leiterplatte ein komplexer Chip mit 100 Lötstellen bestückt. Bei 1.000.000 gefertigten Leiterplatten war eine Lötstelle an einem Chip fehlerhaft:

(1.000.000 * 1 Fehler) / (1.000.000 Bauteile * 100 Fehlermöglichkeiten) = 0,01 DPMO


Absolut wurde jeweils 1 Fehler pro Millionen (1 ppm) gemacht, allerdings ist die Prozessqualität im unteren Punkt deutlich besser.

Verwendung[Bearbeiten]

DPMO wird als Bemessungseinheit im Qualitätsmanagement, sowie bei der Geschäftsprozessoptimierung verwendet, wobei 3,4 DPMO = 6 Sigma als Namensdefinition für die Six-Sigma-Methode dient.

Siehe auch[Bearbeiten]