Dekkan-Sultanate

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Die Dekkan-Sultanate Ahmednagar, Bidar, Bijapur und Golkonda sowie das hinduistische Reich von Vijayanagar im frühen 16. Jahrhundert

Als Dekkan-Sultanate werden die fünf Sultanate Ahmadnagar, Berar, Bidar, Bijapur und Golkonda auf dem Dekkan in Zentralindien zusammengefasst, die um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert aus dem Bahmani-Sultanat hervorgegangen waren. Bijapur, Ahmadnagar und Berar errangen 1490 ihre Selbständigkeit, Bidar 1492 und Golkonda 1512.

Ursache für die Entstehung der fünf islamischen Staaten waren innere Streitigkeiten des Bahmani-Sultanats, die schließlich zum völligen Verlust der Macht des letzten Sultans Mahmud Shah IV. führten. Meist waren die Dekkan-Sultanate untereinander in Kriege verwickelt. 1564 schlossen sie sich aber, bis auf Berar, zu einem Bündnis gegen Vijayanagar zusammen und schlugen den gemeinsamen Feind im darauf folgenden Jahr in der Schlacht von Talikota so vernichtend, dass dieses letzte hinduistische Großreich Südindiens aus der indischen Politik ausschied.

1574 nach einem Putsch im Sultanat Berar wurde dieses Sultanat vom Sultanat Ahmadnagar erobert. 1619 wurde das Sultanat Bidar vom Sultanat Bijapur annektiert. Später wurden die übriggebliebenen drei Sultanate Ahmadnagar, Bijapur und Golkonda vom Mogulreich erobert. Das Sultanat Ahmadnagar wurde vollständig zwischen 1616 und 1636 vom Mogulreich überrannt, und die Sultanate Golkonda und Bijapur wurden vom Mogulregenten Aurangzeb im Feldzug 1686–87 erobert.

Mit dem danach einsetzenden Untergang des Mogulreiches erfolgte in den Gebieten der ehemaligen Dekkan-Sultanate der Aufstieg des hinduistischen Reiches Maratha, das letztlich wiederum vom britischen Kolonialreich vernichtet wurde.

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