Delphine LaLaurie

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Delphine LaLaurie, (geboren Marie Delphine de McCarthy; * c. 1775 in Louisiana; † unsicher: 7. Dezember 1842 in Paris) war eine in New Orleans lebende Dame der Gesellschaft und Serienmörderin, bekannt für die Folter und Tötung dutzender Sklaven in ihrem Haus in der Royal-Street 1140.

Geschichte[Bearbeiten]

Zeitgenössisches Bild des Hauses an der Royal-Street 1140

1831 heiratete sie den Arzt Louis Lalaurie. Das Paar erwarb im selben Jahr eine Villa von ihrem Vater Louis Barthelmy de McCarthy in der Royal-Street 1140. Delphine war eine angesehene Person in der Gesellschaft von New Orleans, obwohl ihre sadistische Neigung, die sich in der Misshandlung ihrer Sklaven äußerte, nicht unbekannt war.[1]

Auch wenn derlei Taten in der damaligen Zeit nicht konsequent verfolgt wurden, kam Delphine Lalaurie 1833 dennoch erstmals mit dem Gesetz in Konflikt, als sie ein zwölfjähriges Sklavenmädchen über das Dach ihres Hauses verfolgte, woraufhin dieses vom Dach sprang und an den Folgen des Sturzes starb. Lalaurie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt und die Sklaven konfisziert. Dennoch gelang es Lalaurie, diese über Mittelsleute und Verwandte zurückzukaufen.

Aufdeckung der Misshandlungen[Bearbeiten]

In der Nacht zum 10. April 1834 brach während einer Gesellschaft ein Feuer in der Küche der Villa aus, welches vermutlich durch einen dort angeketteten Sklaven gelegt worden war. Ein anwesender Richter forderte Lalaurie auf, ihm den Schlüssel zum Dachboden der Villa auszuhändigen, nachdem Gerüchte laut geworden waren, dass sich dort noch Sklaven befanden. Nachdem Lalaurie sich weigerte, wurde die Tür zum Dachboden aufgebrochen. Dort fand man sieben Sklaven mit zum Teil schwersten Verletzungen. Alle waren schwer misshandelt und mit herumliegenden Instrumenten gefoltert worden.

Als Lalaurie erkannte, dass ihre Verbrechen aufgedeckt worden waren, nutzte sie die Gelegenheit zur Flucht. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie mit großer Wahrscheinlichkeit in Paris.

Legendenbildung[Bearbeiten]

Das Haus in der 1140 Royal Street, September 2009

Aufgrund des Bekanntheitsgrades der Begebenheiten entwickelten sich viele Geschichten und Legenden um LaLaurie. Auch um die Umstände ihres Todes ranken sich zahlreiche Gerüchte. So wird unter anderem behauptet, sie sei bei der Jagd von einem Eber getötet worden oder vom Dach eines Pariser Haus gefallen und habe sich dabei das Genick gebrochen.

Ebenso werden die Folterungen von Lalaurie teilweise übertrieben dargestellt. Dies betrifft sowohl die Misshandlungen selbst, als auch die Zahl ihrer Opfer.

Das Haus von LaLaurie gilt in bestimmten Kreisen als Spukhaus, in dem sich die Geister der misshandelten und getöteten Sklaven umhertreiben sollen.

Im April 2007 kaufte der Schauspieler Nicholas Cage das LaLaurie-Haus.[2]

LaLaurie gehört zu den Protagonisten der dritten Staffel der Fernsehserie American Horror Story, in der sie von Kathy Bates dargestellt wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Victoria C. Love/L. Shannon. Mad Madame LaLaurie. Charleston, The History Press 2011.

Quellen[Bearbeiten]

  1. history.com
  2. Nicholas Cage kauft das LaLaurie-Haus

Weblinks[Bearbeiten]