Delphine Seyrig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grabstein auf dem Friedhof Montparnasse in Paris

Delphine Claire Belriane Seyrig (* 10. April 1932 in Beirut; † 15. Oktober 1990 in Paris) war eine französische Schauspielerin und Regisseurin.

Die Tochter des Archäologen Henri Seyrig und der Hermine de Saussure gab nach Schauspielunterricht ihr Debüt 1952 in Paris am Centre dramatique de l’Est. Ab 1954 spielte sie einige Zeit an der städtischen Bühne von Saint-Étienne, wo sie in Tschechows Die Möwe Erfolg hatte. 1956 ging sie nach New York und bildete sich am dortigen Actors Studio weiter. Im Kurzfilm Pull My Daisy erhielt sie 1958 ihre erste Filmrolle. Dann kehrte sie wieder nach Frankreich zurück.

Alain Resnais machte die bis dahin kaum bekannte, stets geheimnisvoll wirkende Delphine Seyrig zur Hauptdarstellerin seiner Werke Letztes Jahr in Marienbad und Muriel oder Die Zeit der Wiederkehr. Ihre Art des Agierens wirkte stilbildend für die nun aufkommende Nouvelle Vague. Luis Buñuel engagierte sie für seine Filme Die Milchstraße und Der diskrete Charme der Bourgeoisie. Für François Truffaut spielte sie in Geraubte Küsse. Neben einigen englischsprachigen Kinorollen für u.a. Joseph Losey und Fred Zinnemann blieb Seyrig zeitlebens in erster Linie dem − später auch deutschen − Autorenkino treu.

Für ihre Rolle in Muriel oder die Zeit der Wiederkehr wurde sie auf den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet. Delphine Seyrig starb im Alter von 58 Jahren an Lungenkrebs.

Filme als Schauspielerin (Auswahl)[Bearbeiten]

Filme als Regisseurin[Bearbeiten]

  • 1975: Maso et Miso vont en bateau
  • 1976: Scum Manifesto
  • 1981: Sois belle et tais-toi

Weblinks[Bearbeiten]