Democratic Alliance

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Democratic Alliance/
Demokratiese Alliansie
Mmusi Maimane
Partei­vorsitzender Mmusi Maimane
General­sekretär Athol Trollip
Gründung 2000
Haupt­sitz Marks Building
Plein Street
Kapstadt
Website www.da.org.za

Die Democratic Alliance (DA; afrikaans: Demokratiese Alliansie; deutsch etwa Demokratische Allianz) ist eine südafrikanische politische Partei und die größte Oppositionspartei zum regierenden African National Congress (ANC).

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Partei wurde 2000 als Zusammenschluss der Democratic Party (DP), der Nuwe Nasionale Party (NNP) und der kleinen Federal Alliance (FA) gegründet. Der Zusammenschluss hielt bis Ende 2001, als NNP und FA die Allianz verließen, während die DP den neuen Namen beibehielt. Erster Parteiführer war Tony Leon, der am 6. Mai 2007 von Helen Zille abgelöst wurde, ehemalige Bürgermeisterin von Kapstadt und seit 2009 Ministerpräsidentin der Provinz Westkap. Sie trat zur Wiederwahl 2015 nicht mehr an.

Vorsitzender ist seit dem 10. Mai 2015 Mmusi Maimane, der auch Oppositionsführer in der Nationalversammlung ist. Damit führt erstmals ein Schwarzer die Partei.

Die Democratic Alliance konnte ihren Stimmenanteil bei jeder Wahl ausbauen. Bei der Wahl zur Nationalversammlung 2004 erreichte die DA 12,4 % und bei der Wahl 2009 bereits 16,7 % der Stimmen.[1] In der Westkap-Provinz konnte die DA 2009 erstmals die absolute Mehrheit erringen.[2] Das Westkap ist zugleich die einzige von neun Provinzen Südafrikas, in der nicht der ANC regiert.[3] Die Independent Democrats, die vier Sitze in der Nationalversammlung hielten, gingen zur Wahl 2014 in der DA auf. Bei den Parlamentswahlen am 7. Mai 2014 erhöhte sich der Stimmenanteil der Partei auf 22,2 %. Damit ist sie weiterhin Oppositionsführer. In der Provinz Westkap errang sie bei den gleichzeitig abgehaltenen Provinzwahlen 59,4 %.

Die Partei ist Mitglied der Liberalen Internationale.

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Die DA wird von einem Vorsitzenden (Leader) geführt. Auf nationaler Ebene sind neben dem Vorsitzenden der parlamentarische Vorsitzende (Parliamentary Leader), der Parteisprecher, der Bundesvorsitzende (Federal Chairperson) und dessen drei Vertreter, der Vorsitzende des Bundesfinanzkomitees sowie der stellvertretende Vorsitzende des Bundesrats (Federal Council) Mitglieder der Parteiführung. Zusammen mit weiteren nationalen Führungspersonen der DA bilden sie die Bundesleitung (Federal Executive). Das wichtigste Organ ist der Bundesrat der Partei, der aus der Bundesleitung und Mitgliedern der nationalen, regionalen und lokalen Führung besteht und dem mindestens 150 Personen angehören. Die Parteitage heißen Bundeskongresse (Federal Congress) und werden alle zwei Jahre abgehalten; er wählt die Parteiführung.[4]

Die Jugendorganisation der DA ist die DA Youth.

Aktuelle Parteiführung[Bearbeiten]

Athol Trollip

Die aktuelle Parteiführung besteht aus:[5]

Leader
(Parteivorsitzender)
Mmusi Maimane
Opposition Leader
(Fraktionsführer/Oppositionsführer)
Mmusi Maimane
Federal Chairperson
(Bundesvorsitzender/Generalsekretär)
Athol Trollip
Chairperson of the Federal Finance Committee
(Vorsitzender des Finanzkomitees/Schatzmeister)
Alf Lees
Deputy Chairpersons of Federal Council
(Stellv. Vorsitzende des Bundesparteirats)
James Selfe, Thomas Walters
Deputy Federal Chairpersons
(Stellv. Bundesvorsitzende)
Ivan Meyer, Refiloe Ntsekhe,
Desiree van der Walt

Parteivorsitzende[Bearbeiten]

Helen Zille
2000–2007 Tony Leon (1994–2000 Vorsitzender der Democratic Party)[6]
2007–2015 Helen Zille
seit 2015 Mmusi Maimane

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Democratic Alliance – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ANC rules National Assembly, but misses two-thirds. In: Mail & Guardian online vom 25. April 2009, abgerufen am 3. August 2012 (englisch).
  2. Hans Maria Heÿn: Einflussmöglichkeiten von Oppositionsparteien im einparteiendominanten politischen System Südafrikas. FU Berlin, 20. Januar 2010, S. S. 70-89, abgerufen am 25. Januar 2010.
  3. Ergebnisse bei africanelections.tripod.com (englisch), abgerufen am 11. September 2012
  4. Constitution 2010 (PDF; 374 kB), abgerufen am 2. August 2012 (englisch).
  5. National Leaders (englisch), abgerufen am 14. September 2014.
  6. Duncan Guy: Time has come for me to go, says Leon. In: Independent Online vom 27. November 2006, abgerufen am 2. August 2012 (englisch).