Demokratische Partei Albaniens

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen Partei in Kosovo siehe Demokratische Partei des Kosovo und zur gleichnamigen Partei in Mazedonien siehe Albanische Demokratische Partei.
Partia Demokratike e Shqipërisë
Demokratische Partei Albaniens
Logo der PD
Parteivorsitzender Sali Berisha
Partei­vorsitzender Sali Berisha
General­sekretär Ridvan Bode
Stell­vertretender Vorsitzender Astrit Patozi
Jozefina Topalli
Gründung Dezember 1990
Gründungs­ort Tirana
Haupt­sitz Tirana
Aus­richtung Liberalismus, Konservatismus
Farbe(n) Blau
Parlamentsmandate 67 von 140 (Albanisches Parlament, 2009)
Mitglieder­zahl 130.833
Internationale Verbindungen Christlich Demokratische Internationale,
Internationale Demokratische Union
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
Website www.pd.al
Hauptsitz in Tirana

Die Demokratische Partei Albaniens (Akronym PD oder auch PDSh, albanisch Partia Demokratike e Shqipërisë) ist eine der zwei großen Parteien, die das politische Bild in Albanien prägen.

Parteivorsitzender ist der albanischeMinisterpräsident Sali Berisha. Vizevorsitzende ist Jozefina Topalli.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Politische Einordnung

Die PD entstand als antikommunistische Sammlungsbewegung während des Sturzes des stalinistischen Regimes an der Universität Tirana. Sie war die erste Partei, die nach Zulassung anderer Parteien im bisherigen Einparteienstaat gegründet wurde, und orientierte sich als Gegenpol zu den Sozialisten in der „rechten Mitte“ und suchte Anlehnung bei den konservativen und christdemokratischen Parteien Europas.

Die PD hat einen Beobachter-Status bei der Europäischen Volkspartei.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Partei wurde im Dezember 1990 gegründet. Sie stellt mit Sali Berisha seit 2005 den albanischen Ministerpräsidenten. Sie war bereits von 1992 bis 1997 an der Regierung.

Berisha wird - vor allem von den Sozialisten - vorgeworfen, 1996 die Wahlen massiv gefälscht zu haben, zu Gunsten seiner Partei, welche dann auch gewann. Im Zusammenhang mit dem sogenannten Lotterieaufstand kam es 1997 zu massiven Unruhen, die zum Sturz der PD-Regierung und zu Neuwahlen führten.

Innerparteiliche Auseinandersetzungen führten dazu, dass sich Mitglieder der PD trennten und eigene Parteien gründeten. Die wichtigste dieser Neugründungen ist die "Neue Demokratische Partei" (Partia Demokrate e Re), die bei den Parlamentswahlen im Juli 2005 vier Mandate erringen konnte, jedoch 2009 im Parlament nicht mehr vertreten ist.

Am 28. Juni 2009 gewann die PD – unter internationaler Wahlbeobachtung – erneut die Wahlen. Die Regierung wurde in Koalition unter anderem mit der sozialdemokratischen LSI gegründet, eine vom früheren sozialistischen Ministerpräsidenten Ilir Meta geführten Splitterpartei.

Entwicklung der PD im Parlament
Jahr Anzahl
Abgeordnete
Sitze des
Parlaments
Anteil PD
1991 75 250 30 %
1992 92 140  65 %
1996 122 140 87 %
1997 29 155  19 %
2001 32 140 23 %
2005 56 140  40 %
2009 67 140 48 %

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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