Denis Goldberg

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Denis Goldberg (* 11. April 1933 in Kapstadt) ist ein südafrikanischer Bürgerrechtler, der sich gegen die Apartheid einsetzte und als Angeklagter des Rivonia-Prozesses Bekanntheit erlangte.

Leben[Bearbeiten]

Goldberg wuchs in einer jüdischen Familie in Kapstadt auf und schloss dort ein Studium als Bauingenieur ab. Als Mitglied der Kommunistischen Partei Südafrikas (SACP), die vom Apartheidsregime unterdrückt wurde, war er Mitbegründer des Kongresses der Demokraten (Congress of Democrats), eine Organisation weißer Kommunisten mit ungefähr 200 Mitgliedern, die den African National Congress (ANC) unterstützten. Für sein Mitwirken wurde Goldberg im Jahre 1960 ohne Prozess für vier Monate inhaftiert.

Als Umkhonto we Sizwe, der bewaffnete Flügel des ANC, 1961 gegründet wurde, trat Goldberg ihm als technischer Offizier bei. 1963 wurde er im provisorischen Hauptquartier der Umkhonto we Sizwe, einer Farm in Rivonia bei Johannesburg, verhaftet und im gleichnamigen Prozess wegen Hochverrats und Sabotage angeklagt und zu viermal lebenslänglich verurteilt.

Als Weißer kam Goldberg, anders als seine schwarzen Mitangeklagten wie Nelson Mandela, nicht auf der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island, sondern in ein segregiertes Gefängnis in Pretoria in Haft. Dort schloss er drei Fernstudiengänge ab, seine Entlassung 1985 nach 22 Jahren unterbrach sein Jurastudium.

Nach seiner Entlassung ging Goldberg zunächst nach Israel, dann nach London ins Exil, wo seine Familie schon viele Jahre lebte. Dort arbeitete er bis 1994 in der Londoner Zweigstelle des ANC, dessen Vertretung bei den Vereinten Nationen er übernahm.

Goldberg kehrte 2002 nach Südafrika zurück und arbeitete mehrere Jahre als Sonderberater des damaligen Ministers für Wasser- und Forstwirtschaft Ronnie Kasrils. Er erhielt 2009 den Order of Luthuli in Silber und 2011 für sein Wirken für die Völkerverständigung das Bundesverdienstkreuz.[1] Goldberg ist Mitglied der Kommunistischen Partei Südafrikas.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Rosa-Luxemburg-Stiftung, abgerufen am 27. Januar 2012