Denis Simonet
Denis Simonet (* 21. Mai 1985 in Biel[1]) war von 2009 bis 2012 der erste Präsident der Piratenpartei Schweiz (PPS) und ist seitdem Präsident des Schiedsgerichts der Partei[2] und Pressesprecher[3]. Im April 2012 wurde er in den Vorstand der Pirate Parties International gewählt.[4]
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Funktionen bei den Piraten [Bearbeiten]
Simonet wurde in der Gründungsversammlung der Piratenpartei Schweiz in Zürich zum ersten Präsidenten gewählt und am 5. Dezember 2009 in Bern[5] sowie 19. Februar 2011 in Winterthur[6] für eine weitere Periode bestätigt. An der Versammlung vom 4. und 5. März 2012 in Visperterminen stellte er sich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung[7]. Er wurde stattdessen zum Präsidenten des frisch eingeführten Piratengerichts gewählt und ist Pressesprecher für die Piratenpartei Schweiz. Am 15. April 2012 wurde er in den Vorstand der Pirate Parties International gewählt, wo er sich auch um Pressearbeit kümmert.
Politik [Bearbeiten]
Auf der Liste «PIRATEN» im Wahlkreis Biel-Seeland der Berner Grossratswahlen war Simonet Spitzenkandidat; er erhielt 726 Stimmen, was für keinen Sitz reichte[8]. Bei diesen Wahlen erreichte die Piratenpartei Schweiz 0,7 Prozent aller Stimmen. Bei den Nationalratswahlen 2011 kandidierte er auf Listenplatz 3 und erreichte 4904 Stimmen[9]. Auch bei diesen Wahlen schloss die Piratenpartei Schweiz im Kanton Bern mit 0.7 % ab. Simonet besitzt einen Lobbyistenausweis für das Bundeshaus, den er von SVP-Nationalrat Lukas Reimann erhalten hat[10].
Vom 13. bis 24. Dezember 2010 bloggte Simonet für die Neue Zürcher Zeitung über «Digitalpolitik»[11] und für das IT-Magazin „Netzwoche“ wurde er als Experte für Überwachung interviewt[12]. In seinem eigenen Blog schreibt er ausserdem regelmässig über Digitalpolitik, einzelne Beiträge wurden schon vom Studentenportal students.ch wie auch vom Tagesanzeiger übernommen[13]. Ausserdem war er im Komitee der Transparenz-Initiative zur Offenlegung der Politiker-Einkünfte[14] und Mitglied des Komitees gegen die Wiedereinführung der Buchpreisbindung[15]. Das Referendum kam zustande[16] und das Schweizer Volk hat bei der nationalen Abstimmung die Wiedereinführung der Buchpreisbindung abgelehnt.
Durch seine Nähe zur Musik setzt sich Simonet für ein liberales Urheberrecht ein, welches den freien Austausch von Kultur ermöglicht. Der Rapper Gimma hat ihn deshalb in einem offenen Brief angegriffen[17], worauf Simonet mit einem Blogbeitrag mit dem Titel «Das Internet ist kein Nazi-Regime» reagiert hat[18]. Ausserdem hat sich Simonet in einem Interview im Tages-Anzeiger zur Urheberrechtsdebatte geäussert[19].
Biographie [Bearbeiten]
Simonet wohnt in Ipsach, studierte Informatik an der ETH Zürich und führt sein Studium an der Berner Fachhochschule fort. Er ist C Lage im Kader der Zivilschutzorganisation und arbeitet teilzeit als Softwareentwickler. Er ist auch ein Gründungsmitglied der Swiss Privacy Foundation[20] und Mitglied der Freidenker Sektion Wallis. Eines seiner Hobbys ist das Klavier. Er veröffentlichte seine beiden Kompositionen auf last.fm[21] und komponierte den Jingle des unabhängige Podcasts parrot.fm[22]. Seine Komposition «Move on» wurde durch MG Rizzello neu arrangiert und produziert; das Lied kann auf Bandcamp frei heruntergeladen werden[23]. Simonet ist Aktivmitglied im Verband Schweizer Fachjournalisten.[24]
Anderes [Bearbeiten]
Simonet ist Kontaktperson von wikileaks.ch, einer Weiterleitung zur WhistleBlowing-Plattform WikiLeaks, die nach einem Vorstandsbeschluss vom 8. Juni 2010 eingerichtet wurde[25]. Deshalb und weil er Julian Assange in Genf zu einem Abendessen traf, stand die Piratenpartei Schweiz im Dezember 2010 in internationalem Rampenlicht[26][27].
In der Gründungsversammlung der Pirate Parties International repräsentierte er als Delegierter die Piratenpartei Schweiz.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ User profile, Simonets Blog
- ↑ Die Piratenpartei Schweiz professionalisiert sich. Piratenpartei Schweiz, 4. März 2012, abgerufen am 30. März 2012 (deutsch).
- ↑ Protokoll der Vorstandssitzung vom 24. April 2012
- ↑ Tweet
- ↑ Denis Simonet präsidiert Piratenpartei, NZZ online, 6. December 2009.
- ↑ Wahlkampf 2011: Die Piratenpartei und ihre „Gesellschaft 2.0“
- ↑ Die Piratenpartei Schweiz professionalisiert sich
- ↑ Resultate der Grossratswahlen 2010, Website des Kantons Bern
- ↑ Resultate der einzelnen Listen (gesamter Kanton), Website des Kantons Bern
- ↑ Lobbyisten im Bundeshaus, Blogbeitrag
- ↑ Eine Digitalpolitik für die Schweiz
- ↑ „Nur Nudisten haben nichts zu verbergen“, Netzwoche
- ↑ Das Desaster mit dem Pferd
- ↑ Piraten fordern transparentere Politik
- ↑ Co-Präsidium Buchpreisbindung-Referendum
- ↑ Chronologie, Website der Schweizerischen Bundeskanzlei
- ↑ Offener Brief von Gimma
- ↑ Das Internet ist kein Nazi-Regime, Blog-Beitrag von Denis Simonet
- ↑ «Der Staat darf nicht zensieren», Interview zur Urheberrechtsdebatte
- ↑ Die Gründung der Swiss Privacy Foundation, 24. Januar 2010 in Bremgarten AG
- ↑ First Compositions auf der Website von last.fm.
- ↑ Hinweis in den Shownotes, offizielle Website von parrot.fm
- ↑ Move On auf Bandcamp
- ↑ Faximile 02/12 (PDF; 2,6 MB), Seite 4
- ↑ Protokoll der Vorstandssitzung vom 8. Juni 2010
- ↑ Artikel auf Bloomberg, exemplarisches Beispiel
- ↑ Tages-Anzeiger: Artikel zum Treffen mit Assange
Denis Simonet (2009–12) | Thomas Bruderer (2012–2013) | Alexis Roussel (seit 2013)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Simonet, Denis |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (Piratenpartei) |
| GEBURTSDATUM | 21. Mai 1985 |
| GEBURTSORT | Biel |