Dennis Aogo

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Dennis Aogo

Aogo (2011)

Spielerinformationen
Geburtstag 14. Januar 1987
Geburtsort KarlsruheDeutschland
Größe 184 cm
Position Abwehr, Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1993–1994
1994–2000
2000–2002
2002–2004
Bulacher SC
Karlsruher SC
SV Waldhof Mannheim
SC Freiburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2004–2007
2005–2008
2008–2013
2013–
SC Freiburg Amateure/II
SC Freiburg
Hamburger SV
FC Schalke 04
15 0(3)
94 (11)
131 0(2)
10 0(0)
Nationalmannschaft2
2002–2003
2003–2004
2005–2006
2006–2007
2007–2009
2010–
Deutschland U-16
Deutschland U-17
Deutschland U-19
Deutschland U-20
Deutschland U-21
Deutschland
14 0(2)
7 0(0)
5 0(2)
2 0(1)
25 0(4)
12 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 8. Februar 2014
2 Stand: 6. Dezember 2013

Dennis Aogo (* 14. Januar 1987 in Karlsruhe) ist ein deutscher Fußballspieler, der beim FC Schalke 04 in der deutschen Fußball-Bundesliga unter Vertrag steht. Er wird als Linksverteidiger oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Aogo, Sohn eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter, begann 1993 beim Bulacher SC. Er wechselte mit sieben Jahren zum Karlsruher SC.[1] Er trainierte in der Zeit als U15 und U17-Spieler parallel zum KSC-Training oft beim FV Grünwinkel mit.[2] Von 2000 bis 2002 spielte er für den SV Waldhof Mannheim. 2002 wechselte er in die Freiburger Fußballschule. Am 23. Oktober 2004 absolvierte er sein erstes Bundesligaspiel für den SC Freiburg, als er beim Spiel gegen den Hamburger SV eingewechselt wurde.

Hamburger SV[Bearbeiten]

Zur Saison 2008/09 wechselte er zum damaligen Europapokalteilnehmer Hamburger SV, bei dem er einen Vierjahresvertrag unterschrieb. Am 26. Oktober 2008 erhielt Aogo gegen die TSG 1899 Hoffenheim seinen ersten Einsatz beim Hamburger SV. Am folgenden Spieltag stand er in der Startelf, da sowohl Marcell Jansen als auch Thimothée Atouba verletzungsbedingt nicht spielen konnten. Im Laufe der Saison erarbeitete er sich einen Stammplatz. Im UEFA-Pokal erreichte er mit dem HSV 2009 und 2010 das Halbfinale. Seinen ersten Pflichtspieltreffer für Hamburg erzielte Aogo im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals gegen Eintracht Trier am 25. Oktober 2011, das der HSV mit 2:1 gewann.

Nach dem Vereinswechsel von David Jarolím nach Frankreich und Paolo Guerrero nach Brasilien war Aogo der dienstälteste Spieler im Profikader des HSV. Dies honorierte Trainer Thorsten Fink mit der Berufung in den Mannschaftsrat. Am 27. Januar 2013 erzielte er sein erstes Bundesligator für den HSV mit dem 2:1-Führungstreffer gegen Werder Bremen. Der HSV gewann das Spiel mit 3:2. Im August 2013 wurden Aogo und sein Mannschaftskamerad Tomás Rincón vom HSV für ein Spiel suspendiert, nachdem sie nach einer 1:5-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim zwei trainingsfreie Tage zu einer Reise nach Mallorca genutzt hatten.[3]

FC Schalke 04[Bearbeiten]

Wenige Tage später wurde Aogo inklusive einer Kaufoption bis zum Ende der Saison 2013/14 an den FC Schalke 04 ausgeliehen.[4] Bei den Schalkern wurde er als linker Außenverteidiger und im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Er gehörte zu den konstanteren Spielern des Kaders, in einer Phase, in der die Leistung der Mannschaft sehr schwankte. Ende November 2013 zog sich Aogo einen Kreuzbandriss zu und fiel für den Rest der Saison aus. Dennoch wurde Aogo am 12. Februar 2014 von Schalke 04 fest verpflichtet. Er erhielt einen Vertrag bis 2017 mit einer Option auf ein weiteres Jahr.[5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 23. März 2007 debütierte Aogo in der deutschen U-21-Nationalmannschaft. Beim Spiel gegen Österreich stand er in der Startaufstellung. Sein größter internationaler Erfolg war der Gewinn der U-21-Europameisterschaft 2009 in Schweden unter Bundestrainer Horst Hrubesch. Im Finale gegen England kam Aogo sieben Minuten vor dem Ende zu einem Kurzeinsatz.

Am 21. Januar 2010 wurde Aogo von Bundestrainer Joachim Löw erstmals in den A-Kader der Nationalmannschaft berufen, um an einem Leistungstest im Hinblick auf die WM 2010 in Südafrika teilzunehmen. Am 6. Mai 2010 berief Löw ihn in den erweiterten Kader für die WM 2010. Am 13. Mai 2010 gab Aogo sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Beim Spiel gegen Malta stand er in der Anfangsformation. Am Ende schaffte er es in den endgültigen Kader. Bei der Weltmeisterschaft 2010 kam Aogo beim 3:2-Sieg gegen Uruguay im Spiel um Platz 3 als linker Verteidiger zum Einsatz.

Obgleich Aogo beim HSV in der Saison 2011/12 schwache Leistungen bot, hielt Löw an ihm fest und berief ihn gegen Frankreich in den Kader für das erste Testspiel im Jahr 2012.[6] Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Philipp Lahm rutschte Aogo in die Startelf[7] und stand nach der 1:2-Niederlage im Fokus der Kritik.[8] Für die EM 2012 in Polen und der Ukraine wurde er daraufhin nicht berücksichtigt.

Im Mai 2013 erhielt er nach einem Jahr wieder eine Nominierung für die DFB-Auswahl, als er von Löw für die Spiele im Rahmen der USA-Reise gegen Ecuador und gegen die Vereinigten Staaten nominiert wurde.[9] Am 29. Mai 2013 hatte Aogo in Boca Raton beim 4:2-Sieg gegen Ecuador seine Rückkehr in die Nationalmannschaft nach einem Jahr.[10]

Spielweise[Bearbeiten]

Aogo spielt sowohl auf der Position des linken Außenverteidigers, als auch im defensiven Mittelfeld. Geschätzt werden sein Umgang mit dem Ball am Fuß, seine läuferischen Fähigkeiten und seine gute taktische Ausbildung.[11] Ex-Jugendbundestrainer Horst Hrubesch sagte über Aogo, er habe „einen guten linken Fuß, [sei] clever, taktisch flexibel und [könne] einen guten Diagonalball spielen“.[12] Früher wurde sein Spiel in der Vorwärtsbewegung bemängelt. Gegenwärtig gilt er als Spieler, der gleichzeitig in der Defensive für Stabilität und in der Offensive für Akzente sorgen kann. Kritisiert wird sein manchmal langsamer, da zu lässiger Spielaufbau. Dies führt Aogo auf seine nigerianische Herkunft zurück, da in Nigeria der Fußball durch einen Mix aus technischer Versiertheit und zugleich einer gewissen Lässigkeit interpretiert werde.[13] Aogo sticht zudem bei Standardsituationen hervor.

Erfolge[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit Februar 2011 ist Dennis Aogo als Darsteller der Werbespots von nutella im Fernsehen zu sehen.[14]

Aogo ist überzeugt davon, dass er aus der Bibel und christlichen Büchern Kraft gewinnt. „Ich bin dabei, mich komplett zu bekehren“, erklärte Aogo, „ich möchte es von jetzt an richtig durchziehen nach christlichen Gesetzen zu leben. Konsequent. Der Glaube gibt mir sehr viel Kraft.“[15]

Als Schalker Spieler entschied sich Aogo für eine Wohnung in Düsseldorf, um auf der Straße nicht sofort erkannt zu werden und „daher relativ in Ruhe auch etwas Privates unternehmen“ zu können.[16]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufsteiger Aogo: So bin ich wirklich, www.bild.de vom 16. Januar 2010
  2. Nationalspieler zu Besuch beim FV Grünwinkel 1910 e.V., http://fv-gruenwinkel.de vom 28. Juli 2010
  3. Aogo und Rincón nicht im Kader für Hertha-Spiel hsv.de, abgerufen am 23. August 2013
  4. Perfekt: HSV leiht Dennis Aogo an Schalke 04 aus Offizielle Internetpräsenz des HSV; abgerufen am 29. August 2013
  5. Vertrag bis 2017: Dennis Aogo bleibt ein Schalker Offizielle Internetpräsenz des S04; abgerufen am 12. Februar 2014
  6. Was will Jogi mit Cacau und Aogo?
  7. Aogo steht im Fokus
  8. Aogo schlechter Lahm-Vertreter (Version vom 3. März 2012 im Internet Archive) in: sportschau.de vom 3. März 2012
  9. Löw beruft Max Kruse in: Stern vom 16. Mai 2013
  10. Deutschland – Ecuador 4:2 Spielbericht; abgerufen am 15. Juli 2013
  11. Dennis Aogo, Goal.com.
  12. 11 Freunde.de: Chance für Dennis Aogo Der Casting-Gewinner, abgerufen am 2. Juni 2010.
  13. Eins zu Eins: Dennis Aogo – „Privat habe ich keine Lust über Fußball zu reden“ in Schalker Kreisel Ausgabe #15: S04 – Mainz S.20-28.
  14. Nutella: Die neue Kampagne von Aimaq und Stolle
  15. Dennis Aogo: "Ich bin bekehrt und lebe nach Gottes Gesetz"
  16. Aogo: „Ich bin keiner, der wegläuft“. Interview vom 5. September 2013 im Portal reviersport.de, abgerufen am 25. Oktober 2013