Dennis Bowen

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Denis Bowen (* 5. April 1921 in Kimberley Südafrika; † 23. März 2006) war ein informeller Maler. Er war 1956 maßgeblich an der Gründung der New Vision Center Gallery beteiligt, die schon bald eine der wichtigsten Adressen für junge Kunst in London wurde und für den Austausch mit dem europäischen Ausland eine maßgebliche Rolle spielte.

Leben[Bearbeiten]

Denis Bowen graduierte 1946 am Royal College of Art und gründete 1951 die „New Vision Group“, aus der später die New Vision Centre Gallery hervorgehen sollte. Er war als Professor an mehreren Universitäten weltweit tätig, und seine Werke sind Bestandteile öffentlicher und privater Sammlungen, darunter der renommierten Londoner Tate Gallery und dem Victoria and Albert Museum. [1]Er gehörte zu den englischen Malern der Nachkriegszeit, die sich der Abstrakten Kunst verschrieben. Bereits während seiner Schulzeit bewunderte konstruktivistische Objektarbeiten von Ben Nicholson und fühlte sich verbunden mit Künstlern der Penwith Society of Artists in St.Ives (Cornwall). Er begann mit abstrakten Farbkompositionen, wurde aber kein konsequenter Tachist, da er zu sehr an einem konstruktivistischen Gerüst hing. Bowens arbeitete mit John Coplans, einem Mitbegründer von Artforum zusammen. [2]

Werk[Bearbeiten]

Im April 1957 veranstaltete die Redfern Gallery London eine Ausstellung ´metavisueller Malerei´und präsentierte der Öffentlichkeit eine neue Schule. Denis Bowen beteiligte sich mit einem stark reduzierten Farbbild, ließ bräunlichschwarze Lackfarbe über einen silbernen Grund fließen oder verkleckern. Ein Jahre darauf gründete Denis Bowen zusammen mit Künstlerfreunden eine eigene Galerie und nannte sie "New Vision Centre Gallery". Hier sah Joachim Reinke, Mitarbeiter der Galerie Dagmar Wirth, diese neuen Arbeiten und vermittelte einen Ausstellungstausch beider Galerien. Günter Wirth übernahm mehrere Arbeiten in seine Sammlung und zeigte sie des Öfteren in Gruppenausstellungen.

Literatur[Bearbeiten]

New Vision 56-66 (Hrsg. Margaret Garlake), Jarrow 1984.

Namentlich genannt in Will Grohmann: Neue Kunst nach 1945. Verlag M. DuMont Schaumberg, Köln 1958, S. 244.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Victoria and Albert Museum, Lionel Lambourne, Jean Hamilton: British watercolours in the Victoria and Albert Museum: an illustrated summary catalogue of the national collection, , Verlag Sotheby Parke Bernet, 1980, ISBN 0856671118, Seite 34
  2. Warrington Colescott, Arthur Hove: Progressive Printmakers: Wisconsin Artists and the Print Renaissance, Verlag Univ. of Wisconsin Press, 1999, ISBN 0299161102, Seite 132