Depolymerisation

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Depolymerisation ist die Umkehrung der Polymerisation, also die Relegung oder der Abbau eines Polymers. Sie wird ausgelöst durch thermische Belastung (Wärme) oder ionisierende Strahlung (z. B. Licht, UV-Strahlung oder γ-Strahlung), wobei einfachere Moleküle entstehen, im Extremfall Monomere, Dimere und dergleichen.[1]

Nach einer leicht abweichenden Definition wird die Depolymerisation enger definiert als eine Abspaltung ausschließlich von Monomeren aus einem Polymer.[2] Im Gegensatz dazu findet bei der Kettenspaltung nicht die Abspaltung eines einzelnen Monomers statt, sondern es wird die Polymerkette an einer beliebigen Stelle des Rückgrats gebrochen unter Bildung von zwei – meist immer noch polymeren – Bruchstücken.[3]

Biopolymere[Bearbeiten]

Die Depolymerisation kann bei (Biopolymeren) auch unter dem Einfluss von Enzymen eintreten und ist häufig als Hydrolyse (Reaktion mit Wasser) klassifizierbar.

Bei der Bewegung von Zellen die sich mit Hilfe von Aktinfilamenten fortbewegen, kann der Verbrauch energiereicher Phosphate zur Spaltung von Polymerverbindungen führen, die damit für andere Polymerisationsprozesse bereitgestellt werden.

Andere Polymere[Bearbeiten]

Hier müssen zunächst Bindungen in der Hauptkette homolytisch in einer Startreaktion gespalten werden, dies verläuft dabei in fast allen Fällen durch einen Radikalmechanismus ab. Die Kinetik der Depolymerisation hängt unter anderem von Temperatur und der Molmassenverteilung ab.

Polystyrol[Bearbeiten]

Beim Erhitzen über 150 °C depolymerisiert Polystyrol, über 200 °C erhält man überwiegend monomeres Styrol zurück.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Otto-Albrecht Neumüller (Herausgeber): Römpps Chemie Lexikon, Frank’sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1983, 8. Auflage, S. 891, ISBN 3-440-04513-7.
  2.  Eintrag: Depolymerization. In: IUPAC Compendium of Chemical Terminology (the “Gold Book”). doi:10.1351/goldbook.D01600 (Version: 2.3.3).
  3. Sebastian Kotzenburg, Michael Maskus, Oskar Nuyken: Polymere – Synthese, Eigenschaften und Anwendungen, Springer Spektrum, 2014, S. 440−441, ISBN978-3-642-34772-6.
  4. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 275.