Der Abbé und die Liebe

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Abbé und die Liebe
Originaltitel Prêtres interdits
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 82 Minuten
Stab
Regie Denys de La Patellière
Drehbuch François Boyer,
Denys de La Patellière
Produktion Georges de Beauregard
Kamera Henri Raichi
Schnitt Claude Durand
Besetzung

Der Abbé und die Liebe (Originaltitel: Prêtres interdits) ist ein französischer Kinofilm von Denys de La Patellière aus dem Jahr 1973. Der Film basiert auf Erinnerungen der Autoren Denys de La Patellière und François Boyer. Der Film hatte in der DDR am 18. Juli 1986 im DFF sowie in der Bundesrepublik am 16. Dezember 1993 im ZDF TV-Premiere.

Handlung[Bearbeiten]

Die junge Pariserin Françoise verliebt sich 1936 während der Ferien auf dem Land in den katholischen Priester Jean. Nachdem sie ihm im Beichtstuhl ihre Gefühle offenbart hat, werden die beiden allen Widerständen zum Trotz ein Paar. Jeans Kollege Ancely will, dass Françoise nach Paris zurückkehrt, doch sie bleibt. Als Françoise ein Kind erwartet, wird Jean wegen Vergehens gegen den Zölibat vom Bischof suspendiert. Françoise gibt das Kind nach der Geburt in ein Waisenhaus. Die Jahre vergehen: Françoise hat inzwischen ihren kleinen Sohn François bei sich. Als sie Jean bei Freunden in Bort-les-Orgues treffen will, wird Françoise bei einem Fliegerangriff getötet, das Kind wird ihren Eltern zugesprochen. Jean schließt sich der Résistance an und wird schließlich als Kommunist von Faschisten erschossen.

1970 wird ein neuer Bischof mit einem ähnlichen Fall konfrontiert. Seine Entscheidung bezüglich der Suspendierung des Priesters – inzwischen haben mehr als 20 Jahre die Gesellschaft verändert – wird offengelassen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein boulevardmäßig vereinfachendes Melodram, das mit belehrendem Unterton daherkommt und sich dabei in einer Vielzahl von Fragestellungen verfängt; das Problem des Zölibats wird nur unzureichend vertieft.“

film-dienst[1]

"Denys de La Patellière zögert nicht, Schauspieler zu besetzen, die bereits sehr geprägt sind. Robert Hossein und Claude Piéplu zwingen sich zu ihren Priestern. Um für die verbotene Liebe des Priesters nicht das Gesicht der Sünde zu verwenden, nahm er das reinste Gesicht des Französischen Kinos, das von Claude Jade. Nichts scheint hässlich oder schmutzig; er verwendet zarte poetische Bilder, schwelgend in der Musik von Vivaldi." (Le Combat, 20. November 1973)

"Verbotene Priester ist ein populärer Film, der Akzente setzt und bemerkenswert mit einem Robert Hossein in seiner wohl besten Rolle. Claude Jade ist sehr lieblich als die verbotene Frucht und die Präsenz von Claude Piéplu dominiert vor allem die zweite Hälfte des Films." (Aurore, 24. November 1973)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Abbé und die Liebe im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 12. August 2008.