Der Brenner

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Der Brenner
Beschreibung Literaturzeitschrift
Sprache deutsch
Verlag Brenner-Verlag, Innsbruck (Österreich)
Erstausgabe 1910
Einstellung 1954
Erscheinungsweise halbmonatlich
Herausgeber Ludwig von Ficker
ZDB 213771-9

Der Brenner war eine 1910 von Ludwig von Ficker gegründete Halbmonatsschrift für Kunst und Kultur, die bald im ganzen deutschen Sprachraum als Forum für Kulturkritik und avantgardistische Literatur bekannt war und bis 1954 im Brenner-Verlag in Innsbruck erschien. Der Titel der Publikation bezog sich einerseits auf den Brennerpass, andererseits auf ihr Vorbild, die von Karl Kraus herausgegebene Zeitschrift Die Fackel.[1]

Bis zum Beginn der 1920er Jahre war der Brenner ein Sprachrohr des Expressionismus. Später verlagerte sich der Schwerpunkt auf sprachphilosophische und theologische Essays und Lyrik.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerald Stieg: „Der Brenner“ und „Die Fackel“. Ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte von Karl Kraus. Otto Müller Verlag, Salzburg 1976, ISBN 3-7013-0530-7.
  • Ignaz Zangerle: 30 Jahre danach. „Der Brenner“ und sein Herausgeber Ludwig von Ficker. In: Hermann Kern, Friedrich Piel und Hans Wichmann (Hrsg.): Zeit und Stunde. Festschrift Aloys Goergen. Mäander, München 1985
  • Walter Methlagl: „Der Brenner“. Leben und Fortleben einer Zeitschrift Kösel, München 1965. Sondernummer der Nachrichten aus dem Kösel-Verlag Text von Walter Methlagl, komplette Bibliographie der Zeitschrift „Der Brenner“ und des Brenner-Verlages.
  • Robert Geher: Der „Brenner“-Kreis. Ein Beitrag zur Geschichte der Kulturzeitschrift., Wien: Universität Wien, Dissertation 1990.
  • Paul Noack: Ludwig Ficker und „Der Brenner“. In: Der Monat 194 (1964).
  • Walter Methlagl u. a. (Hrsg.): Untersuchungen zum „Brenner“. Festschrift für Ignaz Zangerle zum 75. Geburtstag. Otto Müller Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7013-0629-X.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Forschungsinstitut Brenner-Archiv: Der Brenner (1910-1954). Universität Innsbruck, abgerufen am 11. Dezember 2009.