Der Bulle von Paris

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Bulle von Paris
Originaltitel Police
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 113 Minuten
Stab
Regie Maurice Pialat
Drehbuch Catherine Breillat
Sylvie Pialat
Jacques Fieschi
Maurice Pialat
Musik Henryk Mikolaj Gorecki
Kamera Luciano Tovoli
Schnitt Yann Dedet
Besetzung

Der Bulle von Paris ist ein Film von Maurice Pialat aus dem Jahr 1985. In der Hauptrolle dieses "zutiefst irritierendes Psychogramms"[1] ist Gérard Depardieu zu sehen. Drei Jahre nach der französischen Uraufführung lief der Film am 20. Oktober 1988 in den westdeutschen Kinos an.

Handlung[Bearbeiten]

Mangin ist ein zynischer und gewalttätiger Polizist in Paris, der einen aus tunesischen Brüdern bestehenden Drogenring zerschlagen will. Bei seinen Ermittlungen gegen die Dealer verliebt er sich in Noria, die Freundin eines der Hauptverdächtigen. Als ihr Freund in Marseille im Gefängnis sitzt, stiehlt Noria Geld und Heroin aus dem Versteck der Brüder. Die Tunesier setzen sie und Mangin unter Druck. Um sie zu retten, bringt Mangin das Geld und die Drogen zu den Brüdern. Dann verlässt ihn Noria, obwohl er sie liebt.

Interessantes[Bearbeiten]

Außer zwei Musikstücken in einer Disco und dem Lied aus der Symphonie Nr. 3 von Henryk Mikolaj Gorecki, das während des Abspanns läuft, gibt es in dem Film keine weitere Musik.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten]

„Gérard Depardieu in der Rolle des raubeinigen Drogenfahnders Mangin zeigt in diesem subtilen Kammerspiel die gesamte Palette seines darstellerischen Könnens. Er mimt dabei ebenso überzeugend den verlässlich-unbestechlichen, knallharten Bullen, wie auch den ambivalenten und einsamen Zweifler.“

prisma.de[2]

„Ein Porträt der symbiotischen Beziehung zwischen Polizeiarbeit und Verbrechen, ohne Moralisieren und Zynismus, gekennzeichnet von der Wucht des Augenblicks, von einer "Alltagsperspektive", in der oft jene Momente, die in anderen Policiers keine Rolle spielen (dürfen), in den Mittelpunkt rücken: der Stillstand zwischen den Ermittlungen, die Details der mühsamen Kleinarbeit, das Weitertreiben durch den Morast, die Kamera immer zittrig hinterdrein - ein Leben, ständig an der Schwelle.“

film.at[3]

„Unter Verzicht auf äußere Aktionen beschreibt der irritierende Film den Alltag der Polizei und ihre Verstrickungen mit dem sozialen Milieu; ständig gegen die Klischees des Genres gerichtet, handelt die außergewöhnliche, sich auf wenige Schauplätze beschränkende Geschichte von der Suche nach Geborgenheit und Identität, wobei die guten Schauspieler ihr Intensität und Dichte verleihen.“

Lexikons des Internationalen Films[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Programmvorschau der ARD
  2. Kritik auf prisma.de
  3. Kritik auf film.at
  4. Der Bulle von Paris im Lexikon des Internationalen Films