Der Eroberer
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| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Eroberer |
| Originaltitel: | The Conqueror |
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 1956 |
| Länge (PAL-DVD): | 111 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Stab | |
| Regie: | Dick Powell |
| Drehbuch: | Oscar Millard |
| Produktion: | Dick Powell, Howard Hughes/RKO |
| Musik: | Victor Young |
| Kamera: | Joseph LaShelle |
| Besetzung | |
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Der Eroberer ist ein Film von Dick Powell aus dem Jahr 1956. Die Produktion des Filmes war chaotisch, da die Dreharbeiten im radioaktiv verseuchten Teil des Snow Canyon von Utah durchgeführt wurden, John Wayne spielte (nach Auffassung vieler Kritiker grotesk fehlbesetzt) den Mongolenführer.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Der Mongolenführer Temujin überfällt im 12. Jahrhundert eine Karawane der Merkits. Dabei nimmt er die Tochter des Tartarenherrschers Kumlek gefangen. Temujin versucht mit allen Mitteln die widerspenstige Gefangene Bortai zu seiner Frau zu nehmen. Im Kampf gegen die Tartaren verbündet er sich mit dem chinesischen Herrscher Wang Khan. Es kommt jedoch anders, und die Tartaren befreien Bortai und nehmen Temujin gefangen. Temujin soll daraufhin zu Tode gefoltert werden, jedoch überrascht Bortai damit, dass sie endlich ihre Liebe zu ihm entdeckt und ihn befreit.
[Bearbeiten] Kritik
„Prunkepos mit großem Aufwand an Menschen, Tieren und Material und allerlei historischen Ungereimtheiten aus dem 12. Jahrhundert. Einer der wenig glücklichen Versuche des Schauspielers Dick Powell, Regie zu führen.“
– Lexikon des internationalen Films
[Bearbeiten] Folgen
Die Dreharbeiten fanden in Windrichtung eines Atomwaffentestgeländes in St. George im Staat Utah statt.
Hier war am 19. Mai 1953 die Atombombe Harry, später „Dirty Harry“ genannt, gezündet worden, die zu einem großen radioaktiven Fallout führte. Eine Abbildung zeigt John Wayne mit seinen beiden Söhnen und einer weiteren unbekannten Person beim Blick auf einen Geigerzähler während der Außendreharbeiten. Ferner wurden auch einige Tonnen strahlender Sand aus der Gegend im Studio zur Dekoration benutzt.
Der Zusammenhang zwischen der Radioaktivität als möglicher Ursache von Waynes Erkrankung wurde unter anderem 1979 vom Boulevardmagazin Star enthüllt.
30 Jahre später waren 90 Mitglieder des 220-köpfigen Filmteams an Krebs erkrankt, 1981 waren bereits 46 der Beteiligten gestorben. Dazu gehörten der Regisseur Dick Powell († 1963) und die Darsteller John Wayne († 1979), Pedro Armendáriz († 1963), Agnes Moorehead († 1974) und Susan Hayward († 1975). Zu den weiteren Verstorbenen zählt John Hoyt († 1991).
[Bearbeiten] Sonstiges
- John Wayne bekam für seine Rolle als Dschingis Khan den Golden Turkey Award in der Kategorie größte Fehlbesetzung aller Zeiten.
- John Waynes Söhne Michael Wayne und Patrick Wayne spielten in Nebenrollen ebenfalls mit.
- William Conrad wurde später als Fernsehdetektiv Cannon und als Nero Wolfe bekannt.
- Der Film wurde im aufwändigen CinemaScope-Verfahren hergestellt.

