Der Fall Serrano

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Fall Serrano
Originaltitel Mort d’un pourri
Der fall serrano.svg
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1977
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Georges Lautner
Drehbuch Raf Vallet,
Michel Audiard
Produktion Alain Delon
Musik Philippe Sarde
Kamera Henri Decaë
Schnitt Michelle David
Besetzung

Der Fall Serrano (Originaltitel: Mort d’un pourri) ist ein französischer Thriller von Georges Lautner aus dem Jahr 1977 mit Alain Delon in der Hauptrolle. Als literarische Vorlage diente der Roman Mort d’un pourri von Raf Vallet.

Handlung[Bearbeiten]

Eines Morgens empfängt Xavier Maréchal zu Hause seinen Freund Phillippe Dubaye. Dubaye gesteht ihm, dass er soeben den Politiker Serrano getötet hat, weil dieser ihn mit einer Akte erpresst hatte. Er bittet ihn ihm zu helfen. Am Morgen macht sich Maréchal zum Tatort. Die Kommissare Moreau und Pernais befragen ihn und sind über das Alibi seines Freundes verwundert, da Dubaye ein Termin bei Serrano zur fraglichen Zeit hatte. Maréchal bekommt Zweifel und bittet Dubaye, ihm die volle Wahrheit zu sagen. Dieser gibt ihm Anweisungen, wo er die Akte finden kann – nämlich in einem Haus, das seine Geliebte Valérie bewohnt. Xavier wird daraufhin verfolgt und gejagt. Er kann seine Verfolger zwar abschütteln und das Mädchen samt Unterlagen in Sicherheit bringen, als er jedoch zu Philippe zurückkehrt, wird er niedergeschlagen.

Als er erwacht, findet er Dubaye tot auf. Mit der Akte in seinem Besitz bekommt er von seinem Freund Fondari, dem Anwalt Lacor und von einem gewissen Tomski verlockende Angebote. Viele sind hinter der Akte her und schrecken selbst vor Mord nicht zurück. Xavier veröffentlicht als Druckmittel anonym einige Details der Akte in der Zeitung, die auch andere Politiker schwer belasten.

Daraufhin gibt es weitere Tote und Verletzte, wie Dubayes Frau und ihr Liebhaber Lacor. Mehrmals wird Xavier vor die Wahl gestellt und von der Polizei gerettet. Nach einem Feuerüberfall auf Xavier und Pernais, wobei Valérie stirbt, gibt es für Xavier keinen Zweifel mehr, wer wirklich hinter den Morden steckt bzw. die Akte unbedingt bekommen möchte. Kommissar Moreau hat Kontakte zur Unterwelt geknüpft, um diese und einige Politiker wiederum mit Hilfe der Akte hochgehen zu lassen. Moreau stirbt letztlich bei einem Feuergefecht und die Akte gelangt zum Justizminister.

Musik[Bearbeiten]

Die erste Einstellung des Films zeigt die Silhouette eines Tenorsaxophonisten, der lyrische Solochorusse über Paris, Cinq Heures du Matin improvisiert. Stan Getz, der Saxophonist, wird von Philippe Sarde eingesetzt, mal mit seinem eigenen Quartett, mal mit Streichern vom London Symphony Orchestra.

Anekdoten[Bearbeiten]

  • Die Bilder auf Xavs Tisch stammen aus dem Film Sie fürchten weder Tod noch Teufel, in dem Delon und Ronet zwei Fallschirmjäger im Algerienkrieg spielen, sowie aus den Filmen "Nur die Sonne war Zeuge" und "Der Swimmingpool", in denen Delon und Ronet ebenfalls Seite an Seite zu sehen sind.
  • Die Tötungsszene Serranos zeigt den wirklichen Verlauf der Tat, während Dubaye im Off eine Verzweiflungstat vorgaukelt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Hervorragend besetzter, leicht zynisch gefärbter Kriminalfilm.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei der César-Verleihung 1978 waren Alain Delon als Bester Darsteller sowie Raf Vallet und Michel Audiard in der Kategorie Bestes Drehbuch nominiert, sie unterlagen jedoch der Konkurrenz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Raf Vallet: Mort d’un pourri. Illustrationen von Jean-Claude Leymarie. Editions Famot, Genf 1978, 250 S.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Der Fall Serrano im Lexikon des Internationalen Films