Der Gang der Weltgeschichte

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Der Gang der Weltgeschichte (original.: A Study of History) ist das Hauptwerk des englischen Universalhistorikers Arnold J. Toynbee.

Toynbee analysiert darin die Bedingungen der Entstehung, des Aufstiegs und des Verfalls von Kulturen (civilizations). Dabei trägt er eine einflussreiche Definition des Begriffs der Hochkultur vor und führt eine vergleichende Analyse durch. Anders als Oswald Spengler in Der Untergang des Abendlandes vertritt Toynbee keine deterministische, sondern eine evolutionäre, prinzipiell ergebnisoffene Sichtweise.

A Study of History gehört zu den einflussreichsten Werken der Geschichtswissenschaft aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wirkte auch in die Soziologie hinein. Es erschien in den Jahren 1934–1961 in zwölf Bänden und begründete Toynbees Ruf als eines der letzten großen Universalhistoriker in der Tradition Jacob Burckhardts und Spenglers.

Werksausgaben[Bearbeiten]

  • A Study of History, Bd. I-X, London 1934-1954
    Zusatzbände XI-XII ebenda, 1959/61
    (Von D.C. Somervell gekürzte und von Toynbee autorisierte jeweils einbändige Ausgaben der Bände I-VI sowie VII-X erschienen 1946 bzw. 1957 bei Oxford University Press, London)
  • Der Gang der Weltgeschichte, 2 Bände, Zürich 1949 u. 1958
    (im Europa Verlag erschienene deutsche Fassung der Somervell-Ausgabe, übersetzt v. Jürgen von Kempski)

Literatur[Bearbeiten]

  • José Ortega y Gasset: Eine Interpretation der Weltgeschichte. Rund um Toynbee. Aus dem Spanischen von Wolfgang Halm. Gotthold Müller Verlag, München 1964. Originaltitel Una interpretación de la Historia Universal.