Der General (1998)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Der General
Originaltitel The General
Produktionsland Großbritannien, Irland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 124 Minuten
Stab
Regie John Boorman
Drehbuch John Boorman
Produktion John Boorman
Musik Richie Buckley
Kamera Seamus Deasy
Schnitt Ron Davis
Besetzung

Der General ist ein Spielfilm von Regisseur John Boorman aus dem Jahr 1998 mit dem Originaltitel The General. Die britisch-irische Koproduktion ist in Deutschland auch unter dem Titel Der Meisterdieb von Dublin bekannt. Boorman schrieb das Drehbuch anhand des Buches The General. Godfather of Crime von Paul Williams.

Handlung[Bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen.

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Obwohl er in Farbe gedreht wurde, entschloss sich Boorman, den Film in den Kinos in einer stark farbentsättigten, fast schwarz-weißen Version zu zeigen, um zum einen Gewalt und Armut nicht zu romantisieren und andererseits die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Handlung und die Schauspieler zu lenken.

Der Film beruht auf der wahren Geschichte von Gangster-Genie Martin Cahill, der ab Mitte der 70er Jahre bis zu seiner Ermordung durch die IRA 1994 zum Staatsfeind Nr. 1 Irlands avancierte. Der biographische Film zeigt die kriminelle Karriere eines Mannes, der liebender Familienvater, gewitzter Ganove und überaus brutaler Verbrecher zugleich war.

Anmerkungen[Bearbeiten]

Gespielt wird Martin Cahill von dem irischen Schauspieler Brendan Gleeson, den Boorman unter anderem wegen seiner Ähnlichkeit zu Cahill auswählte. Jon Voight sprang erst kurz vor Drehbeginn als Darsteller für die Figur des Inspectors Ned Kenny ein.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Rüdiger Suchsland bei „artechock film“: „[…The General ist] wie jeder gute Gangsterfilm in erster Linie eine Sozialstudie. […] Cahill ist charmant und er hat Stil. Aber er ist auch ein brutal-autoritärer Machtmensch. Boorman erliegt nicht den Klischees vieler Gangsterfilme. […] Boorman filmt all das in verführerischem, elegantem Schwarzweiß. Bei ihm erklären Bilder, nicht kleine dumme Dialoge die Geschichte.“ [1]
  • Lexikon des internationalen Films: „Das in faszinierenden schwarz-weißen Bildern inszenierte Porträt einer charismatischen Führerpersönlichkeit, die sich in der Rolle des Arbeiterklasse-Heroen gefiel, letztlich jedoch an der eigenen Hybris scheiterte. Ein künstlerisch und darstellerisch überzeugender Film, der seinen Protagonisten als Held einer antiken Tragödie stilisiert und dessen Inszenierung zwischen Dokumentarismus und mythischer Überhöhung changiert.“ [2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film gewann mehrere Preise insbesondere für Boormans Regiearbeit und Gleesons schauspielerische Leistung und war für die Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1998 nominiert. John Boorman erhielt in Cannes den Regiepreis.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Williams: The General. Godfather of Crime. O'Brien Press, Dublin 1995, ISBN 0-86278-433-6, S. 221.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Online-Ressource, abgerufen am 23. Mai 2007
  2. Der General im Lexikon des Internationalen Films