Der Golem, wie er in die Welt kam
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| Filmdaten | |
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| Originaltitel: | Der Golem, wie er in die Welt kam |
| Produktionsland: | Deutschland |
| Erscheinungsjahr: | 1920 |
| Länge: | 86 Minuten |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Stab | |
| Regie: | Paul Wegener, Carl Boese |
| Drehbuch: | Paul Wegener, Henrik Galeen |
| Produktion: | Projektions-AG Union (Paul Davidson) |
| Musik: | Hans Landsberger |
| Kamera: | Karl Freund |
| Besetzung | |
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Der Golem, wie er in die Welt kam ist ein expressionistischer deutscher Film von Paul Wegener und Carl Boese aus dem Jahr 1920. Er gilt als einer der bekanntesten Klassiker des deutschen Stummfilms.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
An der Stellung der Sterne erkennt Rabbi Löw, dass große Gefahr für das jüdische Ghetto von Prag droht. Er entschließt sich, den Golem zum Leben zu erwecken. Und tatsächlich verkündet der Kaiser ein Dekret gegen die Juden. Die Urkunde wird von Junker Florian der jüdischen Gemeinde und Rabbi Löw übergeben. Bei dieser Gelegenheit verlieben sich der christliche Junker und die Tochter des Rabbi Löw mit Namen Mirjam. Rabbi Löw wird während eines Festes eine Audienz beim König gewährt. Als die Kaiserburg durch magische Kräfte einzustürzen droht, kann der Rabbi mit Hilfe des Golems dies verhindern. Zum Dank dafür nimmt der Kaiser das Dekret gegen die Juden zurück.
Während der Rabbi sich in der Kaiserburg aufhält, schleicht Junker Florian unerkannt zu Mirjam ins Haus des Rabbi. Als der Rabbi in sein Haus zurückgekehrt ist, nimmt er dem Golem (gegen dessen Willen) den lebensgebenden Stern von der Brust, woraufhin dieser nach hinten umkippt und liegenbleibt. Dann wird der Rabbi zu einer Dankesfeier in den Tempel gerufen. Der Gehilfe des Rabbi bemerkt den christlichen Eindringling und erweckt aus Eifersucht den Golem wieder zum Leben und gibt ihm den Auftrag den Junker zu vertreiben.
In einem Kampf wirft der Golem den Junker vom Dach des Hauses. Danach setzt er das Haus in Brand und schleift Mirjam fort. Der Golem bricht das Tor der Stadt auf und geht auf das freie Feld hinaus. Er hebt eines der Kinder, die auf den Wiesen spielen, zu sich hinauf. Das Mädchen ist von dem Stern auf der Brust des Golems fasziniert und nimmt ihn an sich. Daraufhin stürzt der Golem leblos zu Boden.
[Bearbeiten] Anmerkungen
Der Film wurde nach dem Sagenkreis um den Prager Rabbiner Judah Löw gedreht. Bemerkenswert ist die plastische Filmarchitektur von Hans Poelzig und Kurt Richter im Stil des Expressionismus. Sie trägt maßgeblich zum märchenhaft-romantischen Gesamteindruck des Filmes bei. Gedreht wurde 1920 im Ufa-Union-Atelier und auf dem Ufa-Freigelände in Berlin-Tempelhof. Die Uraufführung fand am 29. Oktober 1920 in Berlin im Ufa-Palast am Zoo statt.
Der Film war einer der international größten Erfolge des deutschen Stummfilms. In monatelang ausverkauften Vorstellungen war der Film in den Vereinigten Staaten und sogar in China zu sehen.
[Bearbeiten] Literatur
- Elfriede Ledig: Paul Wegeners Golem-Filme im Kontext fantastischer Literatur. Grundfragen zur Gattungsproblematik fantastischen Erzählens. Diskurs Film. Bibliothek, Band 1. (Dissertationsschrift.) Schaudig, Bauer & Ledig, München 1989, ISBN 3-926372-51-6
- Ilona Brennicke, Joe Hembus: Klassiker des deutschen Stummfilms. 1910 - 1930. Citadel-Filmbücher. Goldmann, München 1983, ISBN 3-442-10212-X
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Golem, wie er in die Welt kam in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Der Golem, wie er in die Welt kam bei Filmportal.de (u.a. zeitgenössische Rezensionen, Plakatentwurf, Modelle, Fotos)
- Retro-Park – Ein ausführliches Kapitel über den Film im "Dokument des Grauens", ab Seite 115

