Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Film)

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Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs ist nach Die Gefährten und Die zwei Türme der dritte und letzte Teil der Filmtrilogie von Regisseur Peter Jackson auf Basis der Bücher von J. R. R. Tolkien.

Handlung[Bearbeiten]

Im letzten Teil der Trilogie erfährt man zunächst in einer Rückblende, wie aus Sméagol die Kreatur Gollum geworden ist: Zwei hobbitähnliche Gestalten sind in einem Boot zu sehen. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um Déagol und Sméagol, die zum sogenannten Flussvolk gehören. Déagol wird von einem großen Fisch in den See gezogen. Unter Wasser entdeckt er etwas Glitzerndes und greift danach. An Land stellt er fest, dass es sich hierbei um einen goldenen Ring handelt. Sméagol wird darauf aufmerksam und will diesen Ring unbedingt haben. Als Déagol sich weigert, entbrennt ein Kampf zwischen den beiden, in dessen Verlauf Sméagol Déagol erwürgt. Er zieht sich daraufhin in eine Höhle zurück, in der er sich unter dem Einfluss des Ringes im Laufe der Jahrhunderte zu Gollum wandelt, was in einer Art „Zeitraffer“ dargestellt wird.

In Rohan erholt man sich von den Angriffen der Uruk-hai-Armee. König Théoden fragt sich, ob er das Reich von Gondor unterstützen soll, das seinem Reich nicht geholfen hat. Aragorn macht ihm klar, dass es keine andere Möglichkeit gibt, den drohenden neuen Angriffen standzuhalten. Nachdem Pippin unerlaubterweise in den in Gandalfs Besitz befindlichen Palantir (der Palantir stellt eine verräterische Verbindung nach Mordor her) geblickt hat, erkennt Gandalf in Pippins Erzählungen Saurons nächstes Angriffsziel: Die Hauptstadt von Gondor, Minas Tirith. Die Maßnahmen der Ringgemeinschaft richten sich damit auf die Verteidigung dieser Stadt. Gandalf reitet mit Pippin nach Minas Tirith zu Denethor, dem Vater von Boromir und Faramir und zugleich Truchsess von Gondor. Dort angekommen, erzählt Denethor ihnen, dass er vom Tode Boromirs weiß. Gandalf wollte Denethor den Tod seines Sohnes verheimlichen, da er sich darüber im Klaren war, dass Denethor durch Boromirs Tod deprimiert würde. Denethor will Rohan nicht um Hilfe bitten, da er fürchtet, dann von Aragorn (dem rechtmäßigen Thronerben) seiner Macht beraubt zu werden. Pippin stellt sich aus Schuldgefühlen gegenüber Boromir derweil in den Dienst Denethors. Das Heer Saurons macht sich von Minas Morgul aus auf den Weg, um zuerst Osgiliath, die Grenzstadt von Gondor, anzugreifen. Denethor scheint nicht mehr in der Lage, seinen Verpflichtungen als Truchsess nachzukommen. So greift Gandalf ins Geschehen ein, indem er von Pippin die Kette der Leuchtfeuer in Gang setzen lässt, die König Théoden und seine Männer zur Hilfe rufen. Gandalf versucht verzweifelt, die mutlosen Kämpfer von Gondor zu motivieren. Zur selben Zeit sammelt sich Saurons Armee in Mordor.

Währenddessen sammelt Théoden die Krieger von Rohan zusammen, um Gondor zur Hilfe zu kommen. Leider stellt sich schon bald heraus, dass es weitaus weniger Krieger sind, als man gehofft hat, nämlich nur 6000 Krieger. Einige Männer vereinzelter Provinzen Rohans waren nicht gekommen. König Théoden kann trotz dieser Lage seine Mannen vereinen und reitet Gondor zur Hilfe. Unter den Kriegern befinden sich unerkannt auch Merry und Éowyn.

Sam gerät derweil heftig mit Frodo aneinander, weil er Gollum nicht traut. Sie müssen mit ansehen, wie Tausende von Saurons Kämpfern Minas Morgul verlassen und wie der Hexenkönig von Angmar, Führer der Nazgûl, in die Schlacht zieht. Frodo verlässt sich aber offenbar immer mehr auf Gollum, der zudem Sam durch eine Täuschung noch Nahrungsmitteldiebstahl unterschiebt, und lässt Sam zurück. Er hat allerdings nicht mit der Tücke Gollums gerechnet, der ihn direkt in die Höhlen der Riesenspinne Kankra lockt. Prompt wird Frodo von ihr entdeckt und attackiert. Die Spinne hüllt den bewusstlosen Frodo in einen Kokon aus Spinnfäden.

Am Vorabend der Schlacht wird Aragorn in das Zelt von Théoden gebeten. Dort wartet Elrond auf ihn. Er erklärt, dass seine einzige über alles geliebte Tochter nicht in den Westen gereist ist und darum nun im Sterben liegt. Er gibt Aragorn den Rat, für die bevorstehende Schlacht die Unterstützung der Untoten anzufordern, die jedoch nur dem König von Gondor folgen. Er überreicht Aragorn das Schwert Andúril, die Flamme des Westens, geschmiedet aus den Bruchstücken Narsils, das seiner Forderung gegenüber den Untoten Nachdruck verleihen soll. Aragorn macht sich gemeinsam mit Legolas und Gimli auf den Weg zum Pfad der Toten. Diese Verstoßenen wurden einst von Isildur als „Eidbrecher” verflucht, weil sie ihn trotz eines Treueeides im Stich ließen, und müssen nun als Untote in den Bergen ihr Dasein fristen, bis der Eid erfüllt wurde. Am Ende des Pfades, inmitten des Berges, stoßen die drei Gefährten auf das Heer der Untoten. Aragorn als rechtmäßiger Erbe Isildurs verlangt von ihnen, für ihn zu kämpfen und so ihren Eid einzulösen. Als Gegenleistung verspricht er, den Eid als erfüllt anzusehen und sie freizugeben.

Denethor befiehlt Faramir, die vom Feind besetzte Stadt Osgiliath zurückzuerobern. Faramir ist jedoch mit seinem Männern der Übermacht hoffnungslos unterlegen. Als einziger Überlebender gelangt er schwer verletzt nach Minas Tirith zurück. Denethor kann oder will in seiner Verzweiflung nicht erkennen, dass Faramir noch am Leben ist. Den Tod beider Söhne kann er jedoch nicht verschmerzen und beschließt, Faramir und sich selbst zu verbrennen. Pippin kann Gandalf rechtzeitig erreichen, und gemeinsam können sie Faramir vor dem Flammentod bewahren. Denethor jedoch stürzt sich brennend von der Festung in die Tiefe.

In Gondor toben derweil heftige Kämpfe. Tausende von Orks, unterstützt von zahlreichen Trollen und Haradrim rücken gegen die Stadt Minas Tirith vor. Die Krieger der Menschen scheinen diesem Ansturm trotz Gandalfs Bemühungen nur wenig entgegensetzen zu können. Auf den Feldern vor den Toren der Stadt kommt es zur Schlacht auf dem Pelennor. Als die Reiter von Rohan unter Führung von König Théoden auf den Feldern eintreffen, scheint sich das Blatt zunächst zum Guten zu wenden. Einen Rückschlag müssen sie einstecken, als die Haradrim (Südländer) mit ihren gigantischen Mûmakil (Olifanten) auf dem Schlachtfeld eintreffen. Und auch die Nazgûl auf ihren fliegenden Bestien unterstützen die Armeen Mordors.

Sam ist Frodo und Gollum unterdessen heimlich gefolgt und trifft in den Höhlen ebenfalls auf Kankra. In einem erbitterten Kampf kann er die Riesenspinne in die Flucht schlagen, ist aber entsetzt über Frodos vermeintlichen Tod. Als Orks auftauchen, muss er sich zurückziehen und zusehen, wie sie den verschnürten Frodo entdecken. Durch die Gespräche der Orks erfährt er, dass Kankra ihr Opfer dieses Mal wieder nur betäubt hat. Als sie Frodo mitnehmen, folgt ihnen Sam nach Cirith Ungol.

Auf den Schlachtfeldern greift der Hexenkönig derweil König Théoden an und bringt dessen Pferd zu Fall, welches Theodén unter sich begräbt. Éowyn kommt ihrem König zu Hilfe und schlägt dem Reittier des Nazgûls den Kopf ab. Éowyn stellt sich auch dem Nazgûl entgegen. Sie wird zwar verletzt, aber Merry kann ihr helfen, indem er dem Hexenkönig mit seinem Dolch in die Ferse sticht. Der Hexenkönig fühlt sich im Kampf gegen Éowyn als unbesiegbar, da er nach einer Legende „durch keines Mannes Hand getötet werden kann”. Éowyn ist jedoch eine Frau. Sie tötet ihn, indem sie ihm ihr Schwert in das unsichtbare Gesicht stößt. Ihrem Onkel, König Théoden, kann sie nicht mehr helfen. Er stirbt noch auf dem Schlachtfeld.

Am Hafen kommen unterdessen die Boote der Korsaren von Umbar (Verbündete des dunklen Herrschers) an, doch Aragorn, Legolas und Gimli haben diese mit Hilfe der Armee der Eidbrecher übernommen und überfluten das Schlachtfeld mit den Geistern. Die Eidbrecher können die Schlacht entscheiden und Minas Tirith retten. Aragorn kommt seinem Versprechen nach und sieht ihren Eid als erfüllt an.

Die Orks, die Frodo bewachen sollen, geraten in Streit über dessen Habseligkeiten und bringen sich zum Großteil gegenseitig um. Frodo erwacht aus seiner Bewusstlosigkeit und muss voller Entsetzen feststellen, dass der Ring nicht mehr da ist. Sam dringt in den Turm ein und teilt dem überraschten Frodo mit, dass er den Ring an sich genommen habe, weil er ihn für tot gehalten habe. Die beiden Hobbits machen sich nun als Orks verkleidet auf den Weg durch Mordor. Unter größten Mühen erreichen sie schließlich den Schicksalsberg.

Während Frodo und Sam durch Mordor marschieren, beschließt Aragorn, mit einem Ablenkungsmanöver die Aufmerksamkeit Saurons auf sich zu lenken, um dem Ringträger den Weg zu erleichtern. Mit den Armeen von Gondor und Rohan zieht er vor das schwarze Tor. Er will, beflügelt von seinen Hoffnungen, Arwen wiederzusehen, Saurons Blick so lange auf sich ziehen, bis Frodo den Ring vernichtet hat.

Da sich der Blick Saurons nun vollkommen auf die Schlacht konzentriert, ist es Frodo nun möglich, seinen Weg auf dem Berg fortzusetzen. Als er aber den Ring in die glühende Lava werfen will, um ihn zu vernichten, gewinnt der Ring endgültig Macht über ihn. Frodo weigert sich, ihn zu zerstören und scheitert so an der Macht des Ringes. Allerdings lauert Gollum im Hintergrund, der den beiden Hobbits heimlich gefolgt ist und nun endlich den Ring in seine Gewalt bringen will. Er greift Frodo an, worauf ein Kampf entbrennt, in dessen Verlauf Gollum Frodos Finger mitsamt dem Ring abbeißt. Dabei stürzt Gollum mit dem Ring in die Tiefe des Schicksalsberges mitten in die glühende Lava und vollzieht so ungewollt die Vernichtung des Ringes.

Der Schicksalsberg bricht aus, und damit beginnt Mordor auseinanderzubrechen. Saurons Festung Barad-dûr zerbricht ebenfalls und mit ihr das Auge. Die dunkle Macht ist besiegt. Sam sitzt mit Frodo scheinbar hilflos und von jedem Fluchtweg abgeschnitten auf einem Fels inmitten der glühenden Lavamassen. Gandalf will unterdessen nicht an den Tod der Hobbits glauben und macht sich mit Gwaihir und zwei anderen Adlern auf die Suche nach ihnen. Er kann sie retten und in Sicherheit bringen.

Aragorn tritt sein Erbe an und wird als König Elessar zum König von Gondor gekrönt. Arwen wird seine Frau und steht ihm zur Seite. Die Hobbits kehren in das Auenland zurück und die Gemeinschaft löst sich auf.

Die Elben erweisen Bilbo eine große Ehre und gestatten ihm, sie von den grauen Anfurten aus zu den unsterblichen Landen westlich des Meeres zu begleiten. Bilbo nimmt dieses Abenteuer an. Gandalf und, zur großen (und entsetzten) Überraschung von Merry, Sam und Pippin, auch Frodo werden ihn gemeinsam mit Elrond, Galadriel und ihrem Mann Celeborn begleiten.

Musik[Bearbeiten]

Die Musik in allen drei Teilen der Trilogie komponierte Howard Shore.

Beim Soundtrack zum dritten Teil der Trilogie kommen gleich drei der Darsteller zu Sangesehren. Pippin-Darsteller Billy Boyd singt das Lied The Steward of Gondor, Liv Tyler ist während der Szene in den Häusern der Heilung zu hören (nur in der „Special Extended Version”), Viggo Mortensen (Aragorn) in dem Stück The Return of the King, in welchem die Worte Elendils wiederholt werden, die dieser bei der Landung in Mittelerde sprach. Weitere Sologesangsparts (z. B. das Stück Twilight and Shadow) übernahm die renommierte Opernsängerin Renée Fleming.

Der Titelsong für Die Rückkehr des Königs wurde von Howard Shore, gemeinsam mit Phillipa Boyens und der Sängerin Annie Lennox geschrieben. Der Titel: Into the West. Inspiriert wurde der Song durch das Schicksal des damals (2003) 17-jährigen Neuseeländers Cameron Duncan dessen Lebenstraum es war, Regisseur und Schauspieler zu werden. Regisseur Peter Jackson wurde durch Camerons Kurzfilm DFK6498 auf ihn aufmerksam und erkannte dessen Potenzial. Er lud ihn daraufhin zu den Dreharbeiten zu Der Herr der Ringe ein. Nun stellte sich jedoch heraus, dass Cameron an Krebs litt und die Chemotherapien nicht den erwünschten Erfolg erzielten. Mit Jacksons finanzieller Unterstützung konnte Cameron noch seinen zweiten Kurzfilm Strike Zone fertigstellen, bevor Cameron Duncan schließlich am 12. November 2003 an Krebs starb. In den Anhängen zur Special Extended Edition wird diese tragische Geschichte rekonstruiert, und sowohl Camerons Mutter als auch er selbst kommen zu Wort.

Die Musik für Die Rückkehr des Königs und auch der Titelsong Into the West wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit zwei Grammys und zwei Oscars.

Kritiken[Bearbeiten]

„Beispiellos.“

imdb.com

„Angesichts der Vorgaben Tolkiens nähert sich Jackson einer perfekten Umsetzung: Dramaturgie, Optik oder Inszenierung lassen keine Wünsche offen. Die Rückkehr des Königs ist ein wahrhaft erhabener Schluss.“

Filmspiegel

„Der monumentale Film vereint weiträumige Landschaften, monumentale Schlachtszenen und die breite Epik der finalen Erzählung zu einem vielschichtigen Ganzen und verbindet eindrucksvoll archaische Gewalt mit emotional berührenden Momenten, wobei auch die bedingungslosen Motivationen sowie die innere Zerrissenheit seiner Protagonisten spürbar zum Tragen kommen. Brillante Hommage an die zeitlose Kraft von Mythen, die den epischen Atem der literarischen Vorlage in kongeniale Bilder umsetzt.“

Lexikon des Internationalen Films

Trivia[Bearbeiten]

  • Peter Jackson ist gemeinsam u. a. mit Andrew Lesnie und Richard Taylor als Söldner auf einem der Korsarenschiffe zu sehen, die Szene ist nur in der Extended Edition enthalten.
  • Das im Film gezeigte elefantenähnliche Fabelwesen Oliphant ist mit geschätzten zwölf Metern Höhe die größte jemals für einen Film verwendete Requisite.[5]
  • Saruman-Darsteller Christopher Lee war verärgert darüber, dass seine Szenen dem Schneidetisch zum Opfer fielen. In der Extended Version sind diese Szenen allerdings enthalten.
  • Die Rückkehr des Königs ist der erste Film aus dem Bereich Science-Fiction/Fantasy, der bei der Oscarverleihung als Bester Film ausgezeichnet wurde.
  • Die gesamte Trilogie war insgesamt 30 Mal für einen Oscar nominiert. Die Rückkehr des Königs ist einer von drei Filmen, die mit elf Oscars ausgezeichnet wurden. Weiterhin ist Die Rückkehr des Königs einer der wenigen Filme, denen ein sogenannter Clean Sweep gelang, das heißt, der Gewinn all der Oscars, für die er nominiert war.
  • Im Februar 2004 war Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs erst der zweite Film nach Titanic, dem es gelang, ein weltweites Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar zu erreichen, insgesamt 1.119,1 Mio. US-Dollar.[6]
  • Nach Abschluss der Dreharbeiten durften Elijah Wood und Andy Serkis je einen der im Film verwendeten Ringe behalten. Orlando Bloom durfte seinen Bogen behalten, der ihm allerdings bei der Ausreise am Zoll wieder abgenommen wurde.
  • Es handelt sich bei Peter Jacksons Verfilmung nicht um die erste. Rankin und Bass verfilmten Die Rückkehr des Königs als Zeichentrickfilm für das kanadische und japanische Fernsehen bereits 1980.[7]
  • Die Orkszenen bzw. Szenen, in denen viele gleichartige Wesen auf einmal vorkommen, wurden mit dem Programm Massive erstellt, welches von Stephen Regelous im Auftrag von Weta Digital für die Herr-der-Ringe-Trilogie programmiert wurde.
Europapremiere Die Rückkehr des Königs: Blick ins Sony Center (Berlin)
  • Am 10. Dezember 2003 fand die Europapremiere von Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs im Sony Center in Berlin statt.

Unterschiede zum Buch[Bearbeiten]

  • Zu Beginn der Fahrt der Hobbits werden sie im "alten Wald" von Tom Bombadil, der dort bereits seit Urzeiten mit seiner Frau Goldbeere lebt, gerettet. Tom Bombadil ist älter als der größte Teil der Welt, auch als der Ring, der entsprechend keine Macht über ihn hat.
  • Im Buch kommt es nie zu einer Entzweiung zwischen Frodo und Sam, wie sie im Film von Gollum am Pass von Cirith Ungol herbeigeführt wird. Die unverbrüchliche Freundschaft ist im Gegenteil zentrales Motiv. Dies ist eine der gravierenden thematischen Abweichungen vom Inhalt des Buches.
  • Im Film (Extended Version) stirbt Saruman beim Besuch Gandalfs, im Buch erst in Hobbingen. Doch beide Male wird er von Grima getötet. Im Film kommt Sarumans Stimme, ein zentraler Eckpfeiler seiner Macht im Buch, nicht vor.
  • Im Film kommen Aragorn keine Dúnedain auf den Pfaden der Toten zu Hilfe.
  • Im Film werden die Leuchtfeuer von Gondor durch Pippin entzündet, nachdem sich Denethor weigert den Befehl dazu zu geben. Im Buch lässt sie Denethor selbst anzünden.
  • Im Film wird Elendils Schwert erst im dritten Teil neu geschmiedet, im Buch hingegen im ersten Teil, dies geschieht außerdem nicht auf Arwens Vorschlag.
  • Im Film weiß Merry von Anfang an, dass es Éowyn ist, die ihn zur Schlacht mitnimmt.
  • Im Film entscheidet die Armee der Toten die Schlacht um Minas Tirith, im Buch helfen sie bei der Erbeutung der Korsarenflotte und werden dann von Aragorn entlassen, ohne in die nachfolgende Schlacht einzugreifen.
  • Im Film stürzt sich Denethor brennend von der Festung in die Tiefe, während er im Buch in der Gruft der Truchsesse verbrennt.
  • Im Film ist das Auenland bei der Rückkehr der Hobbits genau wie sie es verließen, im Buch wurde es von Saruman, der dort Scharrer (Carroux) bzw. Scharker (Krege) genannt wird, in Besitz genommen. Die zurückkehrenden Hobbits führen eine Revolte an und befreien das Auenland wieder. In Die Gefährten sieht Frodo beim Blick in Galadriels Spiegel dies als eine mögliche Zukunft.
  • Im Film nimmt Sam dem totgeglaubten Frodo zwar den Meisterring ab, setzt diesen jedoch nicht auf. Im Buch benutzt Sam den Ring, was zur Folge hat, dass er das Ausmaß von dessen Kraft und seinen Einfluss auf Frodo besser nachvollziehen kann. Insbesondere gegenüber Gollum zeigt sich Sam an den Hängen des Schicksalsberges gnädig, als er die Möglichkeit hat ihn zu töten.
  • Im Film stellt sich der Hexenkönig von Angmar Gandalf nicht am großen Tor von Minas Tirith, sondern auf einer der Mauern. Im Gegensatz zum Buch besiegt der Hexenkönig Gandalf symbolisch, indem er dessen Stab zerbricht, bevor das Heer der Rohirrim ihn fortlockt. Diese Szene widerspricht der Darstellung Tolkiens, welche den Ausgang des Duells offenließ.
  • Im Film wird Saurons Mund von Aragorn geköpft. Im Buch flieht er beim Anblick von Gandalfs leuchtender Kleidung.
  • Im Film beteiligt sich Merry am Kampf vor dem Schwarzen Tor. Im Buch ist er nach dem Angriff auf den Hexenkönig zu geschwächt und bleibt in den Häusern der Heilung.
  • Im Buch möchte Gandalf, nach der gewonnenen Schlacht um Gondor, nach Mordor reiten, um Sauron von Frodo abzulenken, während Aragorn der Armee zunächst etwas Ruhe gönnen möchte. Im Film sind die Rollen von Gandalf und Aragorn vertauscht.

Synchronisation[Bearbeiten]

  • Synchronfirma: FFS Film- & Fernseh-Synchron, München
  • Buch & Dialogregie: Andreas Fröhlich
Rolle
Schauspieler
Synchronsprecher
Frodo Beutlin Elijah Wood Timmo Niesner
Gandalf Ian McKellen Joachim Höppner
Aragorn/Streicher Viggo Mortensen Jacques Breuer
Samweis Gamdschie Sean Astin Patrick Bach
Gimli John Rhys-Davies Wolfgang Hess
Baumbart John Rhys-Davies Wolfgang Hess
Peregrin Tuk Billy Boyd Stefan Krause
Merry Brandybock Dominic Monaghan Alexander Döring
Legolas Orlando Bloom Philipp Moog
Elrond Hugo Weaving Wolfgang Condrus
Boromir Sean Bean Torsten Michaelis
Arwen Undómiel Liv Tyler Elisabeth Günther
Éowyn Miranda Otto Alexandra Wilcke
Eomer Karl Urban Marcus Off
Denethor John Noble Roland Hemmo
Faramir David Wenham Nicolas Böll
Theoden Bernard Hill Reinhard Glemnitz
Gollum / Sméagol Andy Serkis Andreas Fröhlich
Déagol Thomas Robins Pierre Franckh
Madril John Bach Reinhard Brock
Gamling Bruce Hopkins Frank Röth
Celeborn Marton Csokas Stephan Hoffmann
Bilbo Beutlin Ian Holm Mogens von Gadow
Galadriel Cate Blanchett Dörte Lyssewski
Gorbag Stephen Ure Thomas Albus
Schagrat Stephen Ure Kai Taschner
Hexenkönig/Gothmog Lawrence Makoare Thomas Rauscher
Sauron Alan Howard Michael Brennicke
Gondorianischer Soldat 1 Richard Edge Andreas Borcherding
Saruman Christopher Lee Otto Mellies
Grima Schlangenzunge Brad Dourif Udo Schenk
Saurons Mund Bruce Spence Thomas Fritsch

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Die reguläre Kinofassung des Filmes wurde im Mai 2004 als DVD veröffentlicht. Wie auch schon bei den Vorgängern wurde diese Ausgabe ebenfalls um umfangreiches Bonusmaterial ergänzt.
  • Am 10. Dezember 2004 wurde die Special Extended Edition (kurz: SEE) veröffentlicht. Wegen einiger zusätzlicher Szenen (z. B. Köpfung von Saurons Mund) wurde die Special Extended Edition erst ab 16 Jahren freigegeben. Diese Edition bot 50 Minuten mehr Filmszenen (gegenüber der Kinofassung)[8]. Das weitere Bonusmaterial ist ebenfalls sehr umfangreich und auch versteckte Easter Eggs sind enthalten. In diesem Fall handelt es sich dabei um ein acht Minuten langes Video, in welchem sich Dominic Monaghan (der Darsteller des Merry) als deutscher Journalist mit schlechten Englischkenntnissen ausgibt, und Elijah Wood interviewt.
  • Ebenfalls veröffentlicht wurde die Special Extended Version als sogenannte Sammler-Edition mit einem Modell von Minas Tirith und einer weiteren DVD unter dem Titel Creating the Lord of the Rings Symphony – Eine musikalische Reise durch Mittelerde mit Auszügen aus einem Live-Konzert in Antwerpen. Es handelt sich dabei um eine Dokumentation zu Howard Shore (Komponist).
  • Mit dem Erscheinen des dritten Teiles der Trilogie wurden sowohl die regulären Kinoversionen, als auch die Special Extended Editions als Komplettpaket veröffentlicht.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Oscarverleihung 2004
Golden Globe Awards 2004
British Academy Film Awards 2004

weitere Nominierungen:

Directors Guild of America Award 2004
Writers Guild of America Award 2004
  • Nominierung in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch für Fran Walsh, Philippa Boyens und Peter Jackson
Screen Actors Guild Awards 2004
  • Bestes Schauspielensemble
Bogey Award 2004
  • Bogey Award in Titan (10 Mio. Kinobesucher in 100 Tagen in Deutschland)
Empire Awards 2004
  • Bester Film
  • Bester britischer Schauspieler – Andy Serkis
  • Szene des Jahres – Ritt der Rohirrim

weitere Nominierungen:

  • Bester Regisseur – Peter Jackson
  • Bester Schauspieler – Viggo Mortensen
  • Bester Schauspieler – Sean Astin
  • Bester britischer Schauspieler – Ian McKellen
  • Bester britischer Schauspieler – Orlando Bloom
MTV Movie Awards 2004
  • Beste Action-Szene: Schlacht auf den Pelennor-Feldern
  • Bester Film
Grammy Awards 2005
  • Bestes komponiertes Soundtrackalbum für Film, Fernsehen oder visuelle Medien – Howard Shore
  • Bester Song für Film, Fernsehen oder visuelle Medien (Into the West) – Annie Lennox, Howard Shore und Fran Walsh
DIVA-Award 2005
  • Der Deutsche Videopreis (Publikumspreis)
DVD Champion 2005
  • Publikumspreis für die Special Extended Edition DVD

Literatur[Bearbeiten]

  • Brian Sibley: Der Herr der Ringe, Wie der Film gemacht wurde. Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-608-93502-9.
  • Jude Fisher, John R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Die Rückkehr des Königs, Das offizielle Begleitbuch. Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-608-93506-1.
  • J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe. Die Rückkehr des Königs. Fotos aus Mittelerde. Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-608-93324-7.
  • Stefan Servos: Space View-Fantasy: Der Herr der Ringe. Ein Blick hinter die Kulissen von „Die Rückkehr des Königs“. Heel, Königswinter 2003, ISBN 3-89880-233-7.
  • Mark Achilles: Fantasy Fiction – die Suche nach dem wahren Menschsein bei „Harry Potter” und „Der Herr der Ringe”. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und Populärer Film. Band 1. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-72963-7, S. 95–113.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Der Herr der Ringe (Filmtrilogie) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 72 kB) der FSK
  2. spio.de (PDF; 72 kB)
  3. Freigabe der Jugendmedienkommission
  4. Extended Version
  5. TV Movie, Ausgabe 7/2007, S. 14 → Filminformationen
  6. The Lord of the Rings: The Return of the King. Box Office Mojo, abgerufen am 16. Juni 2011 (englisch).
  7. Peter Jackson in der Internet Movie Database (englisch)
  8. Schnittbericht zu „Die Rückkehr des Königs“