Der Hofnarr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Der Hofnarr
Originaltitel The Court Jester
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1955
Länge ca. 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Melvin Frank,
Norman Panama
Drehbuch Melvin Frank,
Norman Panama
Produktion Melvin Frank,
Norman Panama für Paramount Pictures
Musik Sylvia Fine,
Sammy Cahn,
Victor Schoen,
Walter Scharf,
Van Cleave
Kamera Ray June
Schnitt Tom McAdoo
Besetzung
Synchronisation

Der Hofnarr ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1955 mit Danny Kaye, Glynis Johns, Basil Rathbone, Angela Lansbury und Cecil Parker. Regie, Drehbuch und Produktion übernahmen Melvin Frank und Norman Panama. Obwohl der Film ein finanzieller Flop war, erhielt er überragende Kritiken und hat sich über Jahrzehnte einen Kultstatus erarbeitet.

Handlung[Bearbeiten]

England im 13. Jahrhundert. Die königliche Familie wurde ermordet und der tyrannische Roderich hat sich des Throns bemächtigt. Nur hat eine Gruppe Geächteter unter der Führung des „Schwarzen Fuchses“ den letzten rechtmäßigen Thronerben, ein Baby, retten können und führt nun einen Partisanenkrieg gegen den verhassten Tyrannen. In seiner Bedrohung will Roderich sich durch die Heirat seiner verwöhnten Tochter Gwendolyn mit dem grimmigen Schotten Sir Griswold ein Bündnis suchen. Dies geschieht jedoch sehr zum Missfallen seiner Tochter („Er ist ein Flegel und ein Scheusal...“) und Roderichs mächtigsten Berater Ravenhurst, der fürchtet, dass das Bündnis seine Vertrauensstellung beim König beeinträchtigt.

In einer musikalischen Einführungsszene gibt sich der ehemalige Jahrmarkts-Komödiant Hubert Hawkins zusammen mit seinen Schaustellerkollegen (einer Gruppe kleinwüchsiger Artisten) als der Schwarze Fuchs aus. Doch es ist bei den Rebellen unter Führung des Schwarzen Fuchses nur seine Aufgabe das Kind zu betreuen. Obwohl er eigentlich kämpfen wollte, darf er nur die Rebellen unterhalten und muss sich um das königliche Kind kümmern. Hingegen darf die von ihm bewunderte Jungfer Jean – in männlicher Uniform – dem Schwarzen Fuchs als Hauptmann dienen. Den Wunsch der kleinwüchsigen Artisten, sich ihm anzuschließen, kann der Fuchs wegen begrenzter Vorräte nicht erfüllen, nimmt aber ihr Angebot der Unterstützung im Ernstfall gerne an.

Auf der Flucht vor den Truppen des Königs, indem sie den Säugling in einem leeren Fass transportieren, kommen sich Jean und Hawkins in einer Holzfällerhütte endlich näher. Dort begegnen sie durch Zufall dem italienischen Hofnarren Giacomo, dem „König der Narren und Narr der Könige“, welcher nebenbei für Ravenhurst als Auftragsmörder arbeiten soll. Giacomo besitzt als der neue Hofnarr im Schloss also Zutritt zu den Gemächern des Königs und ist am Hof noch nicht bekannt. Deshalb schlägt Jean ihn nieder: Hawkins soll als Giacomo verkleidet das Vertrauen des Königs gewinnen und einen Schlüssel an sich bringen, der einen Geheimgang zum Schloss öffnen und so einen Angriff der Rebellen um den Schwarzen Fuchs erleichtern.

Jean will das Baby in Sicherheit bringen, wird aber von der Hofgarde des Königs überrascht, die auf der Suche nach den „lieblichsten Maiden des Landes“ ist, um die Stimmung am Hof aufzubessern. Zusammen mit dem versteckten Kind wird sie zum Schloss geführt. Hawkins, als Giacomo getarnt und in völliger Unkenntnis davon, dass Lord Ravenhurst ihn als Auftragsmörder engagiert hat, trifft nach ihr im Schloss ein. Auf der Suche nach seinem Kontaktmann kommt es zu einer folgenschweren Verwechslung. Statt seines tatsächlichen Verbündeten, des als Stallknecht getarnten Fergus, sieht er irrtümlich Ravenhurst als seinen Kontaktmann an. Er wird dem König vorgestellt und verspricht, diesem eine geeignete Frau aus den kürzlich eingetroffenen auszuwählen.

Inzwischen hat sich die Prinzessin Gwendolyn noch nicht mit der geplanten Heirat mit Griswold abgefunden und will sich und ihre Beraterin in Liebesdingen, die Hexe Griselda, die ihr einen romantischen Liebhaber versprochen hatte, mit einem Todestrank umbringen. Als im selben Moment Hawkins bei Hofe auftaucht, kann sich Griselda mit dem Versprechen retten, dass gerade er Gwendolyns wahre Liebe sei. Sie verspricht, dass er die Prinzessin noch in dieser Stunde besuchen werde. So besucht Griselda Hawkins in seinen Gemächern und verzaubert ihn mit ihrem bösen Blick. Sie dichtet ihm die Rolle eines feurigen und leidenschaftlichen Liebhabers an, der die Prinzessin besuchen soll, um sie zu verführen. Dabei reicht ein Fingerschnipp aus, um Hawkins wieder aus seiner Rolle zu befreien, und ein weiterer, um ihn wieder hineinzuversetzen.

Derart verzaubert macht sich Hawkins auf den Weg zur Prinzessin. Unterwegs trifft er auf Jean, die er aufgrund seines Banns aber nicht erkennt. Sie hat inzwischen den Schlüssel zum Geheimgang aus dem Raum des Königs entwendet und gibt ihn Hawkins. Als im selben Moment König Roderich hinzukommt, hält er Jean für die von Giacomo für ihn ausgewählte Frau und will sie beim Turnier an seiner Seite sitzen lassen. Hawkins besucht nun die Prinzessin und überzeugt sie mühelos von seiner erotischen Entflammtheit für sie. Als sich beide näherkommen, entdeckt Gwendolyn den Schlüssel zum Geheimgang und fasst den Plan, zusammen mit Hawkins durch den Geheimgang zu fliehen. Sie nimmt den Schlüssel an sich und gibt Hawkins im Austausch ihr seidenes Taschentuch als Symbol ihrer Liebe. Beide werden durch den Besuch des Königs unterbrochen und Giacomo versteckt sich. Als der König Gwendolyn noch einmal von der Zweckmäßigkeit der Heirat überzeugen will, entwischt ihr der Schlüssel, und der König nimmt ihn wieder an sich.

Hawkins, immer noch unter dem Bann Griseldas, besucht nun Ravenhurst, der ihm zwei Aufträge gibt: den Mord an den drei Beratern, die für das Bündnis sind, sowie die Entführung der Prinzessin aus dem Schloss. Nachdem Hawkins zu Griselda zurückgekehrt ist, befreit diese ihn vom Bann. Durch Zufall belauscht Griselda die drei anderen Berater, welche gegen Ravenhurst Verdacht geschöpft haben und alles für die erfolgreiche Heirat tun wollen, und beschließt, sie aus dem Weg zu räumen. Am Abend wird Hawkins beim Bankett anlässlich der Bekanntgabe der Vermählung der Prinzessin zur Unterhaltung gerufen, kann sich aber aufgrund Griseldas Zauberkraft seit seiner Ankunft an nichts mehr erinnern. Griselda hat inzwischen die Tränke der drei Berater vergiftet, und nach einem Trinkspruch brechen sie tot zusammen. Als Sir Griswold kurz darauf bei Hofe eintrifft, um die Heirat und das Bündnis zu vollziehen, schreitet die Prinzessin ein: Sie enthüllt Hawkins alias Giacomo als ihren Geliebten. Als ihr seidenes Taschentuch als Beweis ihrer Liebe vorgezeigt wird, lässt der König den ahnungslosen Hawkins in den Kerker sperren.

Durch die scheinbar perfekte Ausführung seiner Pläne ist Ravenhurst zunächst zufrieden, erfährt dann aber von seinem Verbindungsmann Sir Bertram, der den echten Giacomo angeworben hat, dass Hawkins dessen Identität nur angenommen hat. Ravenhurst vermutet sogleich, dass es sich bei dem Betrüger um den Schwarzen Fuchs handeln müsse, da nur dieser am Scheitern des Bündnisses interessiert sei. Aufgrund dieser Überlegung fasst er den Plan, Griswold vom angeblichen Schwarzen Fuchs auf dem für den nächsten Tag angesetzten Turnier beseitigen zu lassen. Er unterbreitet König Roderich den Vorschlag, den Hofnarren zum Ritter zu schlagen, damit Griswold diesen beseitigen könne. Hawkins wird am nächsten Tag mit dem Versprechen, er könne nach dem Ritterschlag die Prinzessin heiraten, wider Willen in kürzester Zeit durch alle Ritterprüfungen gejagt.

Inzwischen konnte Jean den Schlüssel zum Geheimgang wieder an sich nehmen, erfährt vom Vorhaben des Königs und warnt Hawkins. Doch ehe dieser fliehen kann, findet er sich in der Zeremonie wieder, wird zum Ritterschlag gezwungen und von Griswold wie erwartet zum Duell gefordert. Fergus schickt den Schlüssel und eine Nachricht per Brieftaube an den Schwarzen Fuchs, wird dabei aber von Ravenhursts Männern gefangen genommen und verhört. Unterdessen ist der Geheimgang zum Schloss eingestürzt, durch den der Fuchs zu Hawkins kommen und für diesen kämpfen will; Platz ist nur noch für ein Kind. Der Schwarze Fuchs beschließt, Hawkins ehemalige Schaustellerkollegen zu Hilfe zu holen. Griselda will das Duell mit einem vergifteten Trank zugunsten von Hawkins entscheiden. Doch der Versuch schlägt wegen des zu komplizierten Merkreimes für das Gift fehl, überdies hat auch Griswold vom Spruch erfahren. Außerdem wird Hawkins Rüstung vor dem Kampf vom Blitz getroffen und dabei magnetisiert. Durch einen Zufall gewinnt er das Duell, lässt Griswold aber am Leben und lässt ihn ziehen.

Inzwischen hat der gefangene Fergus gestanden und Ravenhurst erfährt vom königlichen Kind im Schloss. Hawkins und Jean werden als Verräter entlarvt. Gleichzeitig konnten aber Hawkins Schaustellerkollegen durch den Geheimgang unbemerkt ins Schloss eindringen. Bei dem einberufenen Standgericht gegen Hawkins und Jean greifen sie ein und überrumpeln die Hofgesellschaft. Jean kann dem Schwarzen Fuchs und seinen Verbündeten das Tor des Schlosses öffnen. Schließlich kommt es zum Kampf zwischen Hawkins und Ravenhurst. Griselda setzt erneut ihren bösen Blick ein, und so nimmt durch Hawkins' „gespaltene Persönlichkeit“ der Fechtkampf immer wieder überraschende Wendungen. Letztendlich wird Ravenhurst durch Hawkins Freunde überrumpelt und ins Meer katapultiert.

Gerade als der Sieg durch den Schwarzen Fuchs verkündet wird, tritt der von Roderich zurückgerufene Griswold wieder ins Schloss. Hawkins kann gerade noch einen Kampf mit dem Fuchs verhindern, entlarvt König Roderich als Verräter und zeigt als Beweis das königliche Muttermal des Kindes. Griswold und der restliche Hofstaat erkennen den rechtmäßigen König an.

Hintergründe[Bearbeiten]

Nach dem Erfolg bei Publikum und Kritikern mit Die Lachbombe, entschieden sich die Filmmacher Frank und Panama, einen weiteren Film mit Kaye zu drehen. Mit über vier Millionen Dollar Produktionskosten dank aufwendigen Szenen und Starbesetzung war er zum damaligen Zeitpunkt ein teurer Film. Er spielte aber kaum 2,2 Millionen ein, sodass es die letzte Zusammenarbeit von Frank, Panama und Kaye wurde. Im Laufe der Jahrzehnte wurde er jedoch in den USA wie international ein beliebter und unzählige Male wiederholter Fernsehfilm.

Viele Anspielungen des Films lassen sich nur im englischen Sprachraum und in der englisch-amerikanischen Filmwelt verstehen. So spielen beispielsweise bestimmte Schauspieler (Basil Rathbone u.a. Im Zeichen des Zorro; Mildred Natwick u.a. Gegen alle Flaggen, Angela Lansbury u.a. Die drei Musketiere) in dieser Ritterfilm-Parodie fast die gleichen Rollen, die sie in ernsten Ritterfilmen auch gespielt haben. Der Hofnarr ist vor allem eine Parodie des Klassikers Robin Hood, König der Vagabunden (The Adventures of Robin Hood) aus dem Jahr 1938. Hier hatte Rathbone auch schon den Bösewicht Guy of Gisbourne gespielt.

So ist z.B. der schlecht gelaunte, alternde „Schwarze Fuchs“ eine Parodie auf Robin Hood und den damals durch seine Alkoholkrankheit gezeichneten Robin-Hood-Darsteller Errol Flynn. Der Handlanger von Ravenhurst heißt zudem Locksley und hat ebenfalls Ähnlichkeit mit Flynn im Robin-Hood-Film. Für beide Rollen wurden Australier, also Landsmänner von Flynn verpflichtet.

Basil Rathbone, ein Weltklasse-Fechter in Hollywood-Filmen, sagte über Danny Kaye, der niemals zuvor gefochten hatte, er sei ein Naturtalent. Kaye sei nach lediglich drei Wochen Training so gut gewesen wie er selber.

Legendäres Wortspiel[Bearbeiten]

Der Hofnarr enthält einen mittlerweile legendären und häufig unter Kennern des Films rezitierten Dialogsatz über ein vergiftetes Getränk: Die Hexe Griselda will direkt vor dem Duell Hawkins-Griswold ihren Schützling Hawkins dazu bringen, sich mit Hilfe eines Reimes zu merken, in welchem Becher das Gift ist, das sie selbst dort hineingegeben hat, um das Duell zu verhindern. Hawkins soll diesen Becher natürlich auf keinen Fall beim Trinkspruch nehmen, der vor dem Duell üblich ist. Dieser erste Reim lautet:

„Der Wein mit der Pille ist im Becher mit dem Fächer, der Pokal mit dem Portal hat den Wein gut und rein.“
Im Original: „The pellet with the poison's in the vessel with the pestle; the chalice from the palace has the brew that is true.“
(wörtlich übersetzt: „Das Kügelchen mit dem Gift ist in dem Gefäß mit dem Stößel; der Becher aus dem Palast hat das richtige Gebräu.“)

Die Sache verkompliziert sich. Hawkins hat nicht nur Schwierigkeiten, sich den lebenswichtigen Reim zu merken – er erfindet ständig ähnlich klingende Varianten („Der Fächer mit dem Portal hat den Pokal …“ – „Die Pille mit dem Fächer ist im Becher mit dem Pokal“) -, sondern Griselda teilt ihm wenige Minuten später mit, dass „der Pokal mit dem Portal“ zerbrochen sei und ersetzt wurde durch „einen Kelch mit einem Elch“.

Als neuen Spruch soll Hawkins sich merken:

„Der Wein mit der Pille ist im Kelch mit dem Elch. Der Becher mit dem Fächer hat den Wein gut und rein.“
Im Original: „The pellet with the poison's in the flagon with the dragon! The vessel with the pestle has the brew that is true!“
(wörtlich übersetzt: „Das Kügelchen mit dem Gift ist in dem Krug mit dem Drachen; das Gefäß mit dem Stößel hat das richtige Gebräu.“)

Zu allem Überfluss erschwert Griselda die Sache also dadurch, dass sie nun „die Pille“ in den anderen Kelch gibt.

Das hört aber ein Spion des Gegners Griswold. Der erzählt seinem Herrn davon, der nun seinerseits versucht, sich den Reim zu merken, aber ebenfalls Probleme hat.

Hawkins, der Hofnarr, kommt jetzt auf dem Weg zum Duell vollends durcheinander, aber nicht nur er. Denn sein Gegner versucht ebenfalls, sich seinen Reim zu merken und beide treffen aufeinander, jeweils verschiedene Varianten ihrer Verse vor sich hin murmelnd. Am Schluss dieser Szene greift Hawkins trotzdem zum falschen Gefäß, versucht dann noch, das seines Gegners zu erwischen und sorgt damit dafür, dass der ganze Trinkspruch durch einen Einspruch des Königs ausfällt.

Kayes Tochter Dena erzählte, ihr Vater sei damals in der Öffentlichkeit ständig mit dem Wortspiel über den „Becher mit dem Fächer“ etc. angesprochen worden. Das ganze Wortspiel gehört zu den „400 classic movie phrases”, die von der AFI (American Film Institute) 2005 nominiert worden sind für ihr “AFI's 100 Years... 100 Movie Quotes”.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1956 in den Ateliers der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke in Berlin. Das Dialogbuch verfasste Fritz A. Koeniger, Synchronregie führte Klaus von Wahl..[1]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Hubert Hawkins, ein Jahrmarktsgaukler Danny Kaye Georg Thomalla
Jungfer Jean, Hauptmännin der Rebellen Glynis Johns Margot Leonard
Sir Ravenhurst, Berater des Königs Basil Rathbone Erich Fiedler
Prinzessin Gwendolyn von England Angela Lansbury Gudrun Genest
König Roderich von England Cecil Parker Alfred Haase
Griselda, Hexe und Beraterin Gwendolyns Mildred Natwick Ursula Krieg
Sir Griswold von Macklewain, ein schottischer Adeliger Robert Middleton Wolf Martini
Der Schwarze Fuchs, Anführer der Rebellen Edward Ashley Wolfgang Eichberger
Hauptmann der Hofgarde Herbert Rudley Hans W. Hamacher
Sir Locksley, Ravenhursts rechte Hand Michael Pate Peter Elsholtz
Fergus, der Stallknecht und Kontaktmann der Rebellen Noel Drayton (1911-1977) Clemens Hasse
Giacomo, ein italienischer Hofnarr und Auftragsmörder John Carradine Klaus Miedel
Sir Brockhurst, 1. ermordeter Berater Roderichs Alan Napier ???
Sir Finsdale, 2. ermordeter Berater Roderichs Lewis Martin Paul Wagner
Sir Pertwee, 3. ermordeter Berater Roderichs Patrick Aherne Friedrich Joloff
Erzbischof am Hofe Roderichs Richard Kean (1881-1959) ???
Sir Bertram, Ravenhursts Kontaktmann in Italien Leo Britt (1908-1979) Horst Niendorf
Erzähler (am Filmanfang) ??? Ernst Wilhelm Borchert

Kritiken[Bearbeiten]

Eine amüsante Parodie auf alle grimmig-ernsten Ritterfilme der großen Robin-Hood-Familie, auf die Abenteuer im Kostüm des waffenklirrenden Mittelalters und die Männlichkeit eines Errol Flynn. Danny Kaye prägt in einer Bombenrolle das Geschehen, aber auch die Inszenierung überzeugt durch Elan und Tempo und persifliert geschickt das naive Pathos.

Lexikon des internationalen Films

Hofintrigen, eine Romanze und köstlich-komische Situationen geben Kaye Gelegenheit, sein großes Komikertalent voll zu entfalten. Wertung: 3 Sterne – sehr gut“

Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz, Lexikon „Filme im Fernsehen“, 1990[2]

Eine teilweise köstliche Parodie auf die zahlreichen Ritterfilme. Bombenrolle für Danny Kaye, aber auch die Regie zeigt überlegenen Witz. Etwa ab 14.

6000 Filme (1963)[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Golden Globe – Nominiert als Bester Film (Komödie/Musical)

Medien[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Koebner: Der Hofnarr / The Court Jester. In: Thomas Koebner (Hrsg.): Filmklassiker - Beschreibungen und Kommentare. Band 2: 1946 - 1962. 5. Auflage. Reclam junior, Stuttgart 2006, ISBN 3-15-030033-9, S. 300-303.

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • Der Hofnarr. Paramount Home Entertainment 2007.

Soundtrack[Bearbeiten]

  • Sylvia Fine, Sammy Cahn: The Court Jester. The Original Motion Picture Soundtrack. Auf: Hans Christian Andersen · The Court Jester. Danny Kaye in The Original Motion Picture Soundtrack Recordings. Varèse Sarabande, Studio City 1994, Tonträger-Nr. VSD-5498 – digital überarbeitete Original-Aufnahme der Filmmusik, eingespielt unter der Leitung von Vic Shoen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Bräutigam: Lexikon der Film- und Fernsehsynchronisation. Mehr als 2000 Filme und Serien mit ihren deutschen Synchronsprechern etc.. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-289-X, S. 183 / Der Hofnarr in der Synchrondatenbank von Arne Kaul; abgerufen am 20. April 2009.
  2. Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“. Erweiterte Neuausgabe. Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 371.
  3. 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik, 3. Auflage. Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 196.