Der Jazzsänger (1946)

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Jazzsänger
Originaltitel The Jolson Story
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1946
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Alfred E. Green
Drehbuch Stephen Longstreet
Produktion Sidney Skolsky
Musik Morris Stoloff
Kamera Joseph Walker
Schnitt William A. Lyon
Besetzung

Der Jazzsänger ist ein US-amerikanisches Filmbiographie des Regisseurs Alfred E. Green aus dem Jahr 1946. Der Film erzählt in biografischer Art über das Leben des jüdisch-amerikanischen Jazzsängers Al Jolson (1886–1950). Deutschland-Premiere war am 7. Juni 1957.

Handlung[Bearbeiten]

In seiner Bühnenshow fordert der Entertainer Steve Martin die Zuschauer auf, bei einem Song mitzusingen. Aber nur einer der Zuschauer singt mit, ein Junge namens Asa Yolson. Martin ist von Asas Stimme begeistert und versucht, ihn in seine Show zu bekommen. Asa ist ein Jude und sollte in der Synagoge sein. Martins Besuch beim Rabbi bringt nichts, der Rabbi verbietet Asa ein Show-Engagement.

Der Junge läuft weg nach Baltimore. In einem Heim hilft ihm ein Priester, Steve Martin zu finden. Der setzt sich mit Asas Eltern in Verbindung. Die Eltern stimmen zu, nachdem ihnen Asa gesagt habe, er würde weiterhin ausreissen, wenn er nicht singen dürfe. Nach einigen Vorstellungen kommt es zu kreativen Differenzen zwischen Asa und Steve. Als Asa in den Stimmbruch kommt, will er aufgeben, doch Steve überzeugt ihn, dass die neue Stimmlage funktionieren würde. Asa lässt sich überzeugen und nimmt den Künstlernamen Al Jolson an.

Als Al einen betrunkenen Kollegen, Tom Baron, vertritt, werden die Unternehmer Hammerstein und Doxteter auf Al aufmerksam. Doxteter engagiert ihn für sein Bühnenstück. Zuerst ist Al froh darüber, doch nach einiger Zeit langweilt er sich darüber, immer wieder nur das gleiche Lied zum Besten zu geben. Doxteter versucht es mit Variationen, doch Al ist nicht zufrieden. Eines Abends verpasst Al seinen Auftritt, als er eine Jazzvorstellung hört, die Musik, die er liebt. Doxteter feuert ihn.

Tom Baron lädt ihn ein, in seiner Show seine eigenen Stücke zu singen. Al singt bei Tom seinen bekanntesten Hit: Mammy. Mit der Zeit werden Als Auftritte immer besser. Er experimentiert mit Lichteffekten und Bühnenbildern. Al geht mit seiner Show auf Tour. Dort lernt er die Tänzerin Julie Benson kennen. Für Al ist es Liebe auf den ersten Blick. Nach der Tour heiraten die beiden. Doch Julie will im Gegensatz zu Al aus dem Showgeschäft aussteigen.

Als sie eines Tages ihren Hochzeitstag bei Als Eltern feiern wollen, fordert ihn sein Vater auf, etwas zu singen. Tom schlägt vor, in einen Nachtclub zu gehen, doch Al hat Angst davor, erkannt zu werden. Doch niemand will etwas davon wissen. Es geht in einen Nachtclub und Al wird prompt erkannt und aufgefordert eine Nummer zu singen. Julie merkt, dass Al nur auf der Showbühne glücklich ist und verlässt leise den Raum und Als Leben.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Für den film-dienst ist der Film „als Biografie nicht sehr authentisch, als Film unterhaltsam durch Showelemente und hervorragende Jazzsongs, die von Jolson selbst im Playback-Verfahren interpretiert sind.“[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Cutter William A. Lyon kam später zu Oscarehren. Er gewann den Oscar zweimal, 1954 und 1956. Auch Kostümdesigner Jean Louis gewann erst 1957 einen Oscar.
  • Ausstatter Stephen Goosson kam hingegeben schon oscarprämiert zu dem Projekt. Seine Statue erhielt er schon 1938.
  • Der Film war der mit Abstand erfolgreichste an den US-Kinokassen des Jahres 1946.
  • 1949 drehte Harry Levin eine Fortsetzung mit dem Titel Jolson Sings Again, wieder mit Larry Parks und William Demarest.
  • Unter dem deutschen Titel Der Jazzsänger entstand 1927 der erste amerikanische Tonfilm (OT: The Jazz Singer). Regie führte Alan Crosland. In der Hauptrolle: Al Jolson.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar 1947:

Photoplay Award 1947 (Bester Film)

Literatur[Bearbeiten]

  • James Fisher: Al Jolson: A Bio-Bibliography. Greenwood, 1994, ISBN 0-313-28620-5. (englisch)
  • Th. Teimel: Der Jazzsänger. In: Illustriertes Film Programm. Nr. 300, Wien 1949, S. 4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)