Der Kapitän (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Der Kapitän
Der Kapitaen Logo 001.svg
Produktionsland BR Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1971
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Kurt Hoffmann
Drehbuch Franz Seitz
Produktion Franz Seitz
Terra Film
Musik James Last
Kamera Ernst Wild
Schnitt Ingrid Bichler
Besetzung

Der Kapitän ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1971 nach dem Roman Käpt’n Ebbs, Seebär und Salonlöwe (Originaltitel: The Captain’s Table) von Richard Gordon aus dem Jahr 1955. Der Roman war unter diesem Titel bereits 1959 in Großbritannien mit John Gregson in der Hauptrolle verfilmt worden. Die Uraufführung fand am 28. Oktober 1971 statt.

Handlung[Bearbeiten]

Kapitän Ebbs ist ein älterer, erfahrener Seemann, der jedoch ausschließlich auf Frachtern gefahren ist. Während sein derzeitiger alter Kahn, die Martin Luther, zur Überholung in die Werft muss, gibt ihm die Reederei das Kommando auf dem eleganten Kreuzfahrtschiff Julia, um einen erkrankten Kollegen vorübergehend zu ersetzen. Der raue Ebbs findet nur mühsam in seine neue Tätigkeit hinein und tritt anfänglich von einem gesellschaftlichen Fettnäpfchen ins andere. Außerdem ist auch noch der Reederei-Anteilseigner Konsul Carstens mit an Bord, um Ebbs auf den Zahn zu fühlen. Auch wenn seine nautische Schiffsführung ausgezeichnet ist und unangefochten bleibt, steht Ebbs in zwischenmenschlicher Hinsicht gewaltig unter Druck. Es kommt zu zahlreichen, teils prekären, teils amüsanten Situationen mit schwierigen Passagieren, aber auch mit renitenten Besatzungsmitgliedern, von denen einige ihm das Kommando missgönnen. Sein Können und seine Prinzipien werden auf harte Proben gestellt: So muss er einer liebestollen Schönheit, die es auf ihn abgesehen hat, widerstehen, die ständigen Provokationen von Konsul Carstens abwettern und seinen überheblichen 1. Offizier unter Kontrolle bringen. Auch das strikte Alkoholverbot, das er der Mannschaft auferlegt hat, wird durch seinen leutseligen Chefingenieur unterminiert, wobei der Kapitän selbst nicht unbeteiligt bleibt. Neben dem 2. Offizier und der Passagierin Claudia Lund steht nur sein Steward uneingeschränkt zu ihm; sie können die eine oder andere Situation entschärfen. Doch mit der Zeit meistert Kapitän Ebbs seine Aufgabe und widersteht sogar einem Komplott, welches ihm der Zahlmeister mit Hilfe gefälschter Abrechnungen unterschieben will.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“: „Rühmann als Kapitän eines frühen „Traumschiffs“ mit allen Jahrhundertproblemen des Genres; einfallslos.“ (Wertung: 1½ von 4 möglichen Sternen = mäßig)[1]
  • Heyne Filmlexikon (1996): „Zu spät kommt jede Rettung für den Film, der in einem Meer von dümmlichen niveaulosen Gags versinkt.“

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Der Film wurde aufgrund seines Erfolges an der Kinokasse 1973 mit einer Goldenen Leinwand ausgezeichnet. Er hatte etwa 3 Millionen Zuschauer.[2]
  • Beim Internationalen Filmfestival von Cartagena 1973 erhielt der Film einen Goldenen Leuchtturm.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Gordon: Käpt’n Ebbs, Seebär und Salonlöwe. Roman (Originaltitel: The Captain's Table). 121. - 132. Tausend. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1987, 133 S., ISBN 3-499-12040-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 436-437
  2. http://www.insidekino.com/DJahr/DAlltimeDeutsch50.htm