Der Knochenjäger

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Knochenjäger
Originaltitel The Bone Collector
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
JMK 14 (geschnittene Fassung)[1]
Stab
Regie Phillip Noyce
Drehbuch Jeffery Deaver
Jeremy Iacone
Produktion Martin Bregman
Michael Bregman
Musik Craig Armstrong
Kamera Dean Semler
Schnitt William Hoy
Besetzung

Der Knochenjäger (USA 1999, Originaltitel: The Bone Collector) ist ein Thriller über einen Serienkiller unter der Regie von Phillip Noyce. Der Film basiert auf dem Roman Die Assistentin (Originaltitel: The Bone Collector) von Jeffery Deaver.

Handlung[Bearbeiten]

Einst war Lincoln Rhyme der beste Experte für Spurensicherung beim New Yorker Morddezernat. Doch seit einem Arbeitsunfall ist er querschnittgelähmt und kann nur seinen Kopf und seinen linken Zeigefinger bewegen. Eine aufwendige, rechnergesteuerte Apparatur, die er mit Zeigefinger und Sprache steuern kann, helfen ihm, das Leben erträglicher zu gestalten, doch Suizidgedanken quälen ihn. Erst als ihn seine Ex-Kollegen um Hilfe bei einer düster-brutalen Mordserie bitten, wird er aus seiner Lethargie gerissen. Beeindruckt von der umsichtigen und beherzten Tatortsicherung der jungen Streifenpolizistin Amelia Donaghy, schaltet er sich in die Ermittlungen ein. Während Amelia die Laufarbeit verrichtet, versucht Rhyme in seinem High-Tech-Appartement in Manhattan die rätselhaften Tatorthinweise zu entschlüsseln. Der Serienkiller stellt sich als Rhymes ehemaliger Medizintechniker Richard Thompson heraus, der in Wirklichkeit Marcus Andrews heißt. Er fälschte seinerzeit belastende Indizien und brachte so sechs Unschuldige ins Gefängnis. Lincoln Rhyme wies ihm vor acht Jahren bei einem Gerichtsfall in Syracuse im Staat New York als Gutachter seine Fälschungen nach, aufgrund dessen Thompson damals zu sechs Jahren Haft verurteilt worden war. Sein Leben war damit ruiniert, was er Rhyme anlastet. Mit der Mordserie und den absichtlich gelegten Spuren will Marcus Andrews alias Richard Thompson Lincoln Rhymes Unfähigkeit nachweisen und sich damit an ihm rächen. Thompson dringt in Rhymes Wohnung ein, tötet Krankenschwester Thelma, nachdem er zuvor schon Howard Cheney umbrachte. Beim Versuch, Lincoln Rhyme zu ermorden, wird er von Amelia Donaghy in letzter Sekunde erschossen. Mit einer schönen Weihnachtsfeier mit Lincoln Rhymes teilweise lange nicht mehr gesehenen Familienmitgliedern und Amelia Donaghy an Rhymes Seite endet der Film.

Kritiken[Bearbeiten]

  • epd Film 2/2000: Der Serialkiller ist nicht totzukriegen, aber der Zustand des Subgenres ist ein eher trostloser, wie dieses jüngste Beispiel der Gattung zeigt: Vampiristisch zehrt es von den Prototypen und fügt den Brocken noch universale Erfolgsrezepte aus dem Handbuch für Drehbuchautoren zu.
  • film-dienst 2/2000: Einfallslos inszenierter voyeuristischer Thriller, der mit vordergründigen Tricks Spannung erzeugt. Nur das Spiel der beiden Hauptdarsteller hebt sich von der mittelmäßigen Produktion etwas ab.

„Aber was kann man mehr erwarten von einem Thriller, der seine Ideen ebenfalls – in einem blassen dritten Durchschlag – aus anderen, ihm haushoch überlegenen Werken wie "Sieben" oder "Das Schweigen der Lämmer" übernommen hat.“

– Spiegel Online[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  2. Der Knochenjäger. Spiegel Online, 17. Januar 2000, abgerufen am 14. August 2012: „Mit diesem Film hat Regisseur Phillip Noyce ("Die Stunde der Patrioten") eine Leiche mehr im Keller.“

Weblinks[Bearbeiten]