Der Krieg ist vorbei

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Krieg ist vorbei
Originaltitel La guerre est finie
Produktionsland Frankreich, Schweden
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Alain Resnais
Drehbuch Jorge Semprún
Produktion Anatole Dauman
Gisèle Rebillon
Catherine Winter
Musik Giovanni Fusco
Kamera Sacha Vierny
Schnitt Eric Pluet
Besetzung

Der Krieg ist vorbei (Originaltitel La guerre est finie) ist ein in Schwarzweiß gedrehter französisch-schwedischer Spielfilm von Alain Resnais aus dem Jahr 1966. Die Hauptrollen spielen Yves Montand und Ingrid Thulin.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt im Jahr 1965. Diego lebt als Mitglied der kommunistischen Partei Spaniens im Pariser Exil. Um die Verbindung zwischen den in Frankreich lebenden spanischen Flüchtlingen und den im Spanien Francos verbliebenen Angehörigen und Parteimitgliedern zu sichern, unternimmt er unter falschem Namen immer wieder Reisen nach Spanien. Mit zunehmenden Schwierigkeiten kommen ihm Zweifel an den Methoden und Zielen seiner Aktionen. Als er entdeckt zu werden droht, kommt ihm seine Lebensgefährtin Marianne, die bislang nur distanzierte Beobachterin seiner Tätigkeit war, zu Hilfe.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Krieg ist vorbei startete am 11. Mai 1966 in Frankreich und am 28. März 1967 in Schweden.[1] Auf Druck der spanischen Regierung wurde der auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes angekündigte Film aus dem Programm genommen.[2]

In der Bundesrepublik Deutschland lief Der Krieg ist vorbei am 17. März 1967 in den Kinos an.[3] Erst im dritten Anlauf erhielt der Film eine Freigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK).[2]

Kritik[Bearbeiten]

„Resnais’ einst verwirrende Zeit-Raum-Schnitte (‚Letztes Jahr in Marienbad‘) sind einem eleganten Bilderfluß gewichen; Detailarbeit, Lichtnuancen und virtuose Kamerabewegungen bringen auch die ungreifbaren Ängste des alten Klassenkämpfers delikat ins Bild. Dräuende Revoluzzer-Melodramatik neutralisiert Yves Montand mit skeptischen Augen-Blicken: Der Links-Troubadour ist von allen, die sich als Humphrey Bogart versuchten, der beste.“

Der Spiegel[2]

„Auch in seinem vierten Spielfilm bleibt der Franzose Alain Resnais seinen aufs höchste verfeinerten, vielschichtigen Stilprinzipien treu, gerät dabei freilich stellenweise hart an die Grenze des Manierismus. Gleichwohl ein kostbarer Kunstgenuß, der zugleich politische Wirklichkeit durchleuchtet. Ab 18 zu empfehlen.“

Evangelischer Filmbeobachter[4]

„Das Porträt eines gegen das Franco-Regime agierenden Exilspaniers, der während eines kurzen Aufenthalts in Paris von Müdigkeit und Zweifeln befallen wird. Zeitgeschichtliches und Persönliches vermischend, sucht der Film nicht die politische Stellungnahme, sondern eine intellektuell und ästhetisch brillante Darstellung des Revolutionärs, der mit der Wirklichkeit in Konflikt geraten ist.“

Lexikon des Internationalen Films[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Krieg ist vorbei in der Internet Movie Database.
  2. a b c Artikel in Der Spiegel 15/1967 vom 3. April 1967, abgerufen am 24. Juni 2012.
  3. a b Der Krieg ist vorbei im Lexikon des Internationalen Films.
  4. Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 110/1967, S. 156.