Der Mann ohne Gesicht (1993)

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Mann ohne Gesicht
Originaltitel The Man Without a Face
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Mel Gibson
Drehbuch Malcolm MacRury
Produktion Bruce Davey
Musik James Horner
Kamera Donald McAlpine
Schnitt Antony Gibbs
Besetzung

Der Mann ohne Gesicht (Originaltitel: The Man Without a Face) ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 1993. Die Regie führte Mel Gibson, das Drehbuch schrieb Malcolm MacRury anhand eines Romans von Isabelle Holland. Die Hauptrolle spielte Mel Gibson.

Handlung[Bearbeiten]

Eine Kleinstadt in den USA am Ende der 1960er Jahre. Justin McLeod, früher als Lehrer tätig, lebt einsam und zurückgezogen, seit einige Jahre zuvor bei einem Autounfall sein Gesicht entstellt und einer seiner Schüler getötet wurde. Es geht das Gerücht um, er habe den Schüler absichtlich sterben lassen, um ein sexuelles Verhältnis mit ihm zu vertuschen.

Der in der Nachbarschaft wohnende Schüler Charles E. Norstadt träumt von der Aufnahme an der Militärschule Holyfield, aber seine schulischen Leistungen reichen dafür bei weitem nicht aus. Er bittet McLeod um Nachhilfeunterricht, was dieser zunächst ablehnt; später jedoch willigt er auf Charles' Drängen ein, und langsam entwickelt sich über den Unterricht hinaus ein Freundschaftsverhältnis zwischen den beiden.

Einige missverständliche Begebenheiten sowie das unvermeidliche Gerede legen jedoch schon bald nach außen hin wieder den erneuten und ungerechtfertigten Verdacht eines sexuellen Verhältnisses zwischen McLeod und Charles nahe. Die bewältigt geglaubte Vergangenheit wird gerichtlich neu aufgerollt, jeder weitere Kontakt zwischen den Freunden wird vorsichtshalber unterbunden. In der letzten Szene sieht man Charles nach erfolgreichem Abschluss der Militärschule. Nur von fern wohnt auch McLeod der Zeremonie bei.

Kritiken[Bearbeiten]

James Berardinelli bezeichnete auf ReelViews den Filmanfang als uninspiriert. Allerdings lobte er die Darstellung von Mel Gibson.[1]

Roger Ebert lobte in der Chicago Sun-Times vom 25. August 1993 die intelligenten, komplexen Charaktere. Er lobte außerdem genauso die Regie wie auch die Darstellung von Mel Gibson.[2]

Die SZ meinte: „Mel Gibson setzt in diesem Psychodrama mehr auf Emotionen als auf Argumente, mehr auf Stimmungen als auf Lektionen, mehr auf Atmosphäre als auf Predigt.“[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film, Nick Stahl und Gaby Hoffmann wurden im Jahr 1994 für den Young Artist Award nominiert.

Hintergründe[Bearbeiten]

  • Allein in den USA konnte der Film seine Produktionskosten von ungefähr 25 Millionen US-Dollar mit einem Einspielergebnis von 24,7 Mio. US-Dollar fast wieder einspielen[4].
  • In diesem Film debütierte Nick Stahl als Kinodarsteller und Mel Gibson als Regisseur.
  • Das erwähnte Gedicht über die Fliegerei ist High Flight von John Gillespie Magee.
  • Das Lied, das Megan auf dem Friedhof singt, ist Born a Woman von Sarah Posey.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. James Berardinelli: The Man Without a Face auf reelviews.net vom 25. August 1993 (englisch), abgerufen am 19. Juli 2011
  2. Roger Ebert: The Man Without a Face auf suntimes.com vom 25. August 1993 (englisch), abgerufen am 19. Juli 2011
  3. indirektes Zitat über den Spiegel: MITTWOCH 29.5. auf spiegel.de vom 27. Mai 1996, abgerufen am 19. Juli 2011
  4. Der Mann ohne Gesicht auf boxofficemojo.com, abgerufen am 19. Juli 2011