Der Mann ohne Nerven

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Mann ohne Nerven
Originaltitel Breakout
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Tom Gries
Drehbuch Elliott Baker
Howard B. Kreitsek
Marc Norman
Produktion Robert Chartoff
Irwin Winkler
Musik Jerry Goldsmith
Kamera Lucien Ballard
Schnitt Bud S. Isaacs
Besetzung

Der Mann ohne Nerven (Originaltitel: Breakout) ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1975. Regie führte Tom Gries, das Drehbuch schrieben Elliott Baker, Howard B. Kreitsek und Marc Norman anhand des Buchs The 10-Second Jailbreak. The Helicopter Escape of Joel David Kaplan.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Der US-Amerikaner Jay Wagner wird in Mexiko verhaftet, des Mordes beschuldigt und zu einer 28-jährigen Haftstrafe verurteilt, obwohl er unschuldig ist. Auf diese Weise will die treibende Kraft der Ereignisse, Jays Großvater Harris Wagner, verhindern, dass sein Enkelsohn ihn der Korruption im Geschäftsleben überführt.

Jays Ehefrau Ann arbeitet einen Plan aus, um Jay zu befreien, und leiht sich bei Harris zur Ausführung Geld. Sie wendet sich an Nick Colton, der in Brownsville Texas einen Flugservice unterhält, um ihren Mann während Straßenbauarbeiten außerhalb des Gefängnisses mit Coltons Sportmaschine aufzunehmen. Der Versuch scheitert. Ebenso wie ein zweiter Plan Coltons, den er mit seinem Partner Hawk Hawkins ausführt. Dazu schleicht sich Hawk als Prostituierte verkleidet in das Gefängnis ein. Er wird jedoch enttarnt und verprügelt.

Colton startet eine dritte Rettungsaktion mit einem Hubschrauber, die trotz einer Reihe von Schwierigkeiten bis zum US Grenzflughafen führt. Dort versucht jedoch ein von Harris angeheuerter Killer, Jay in seine Gewalt zu bringen. Im abschließenden Showdown zwischen dem Killer und Nick Colton auf dem Rollweg des Flughafens wird der Killer von einem laufenden Propeller einer heranrollenden Maschine zerfetzt.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Handlung des Films ist durch die echte Befreiung des in Mexiko inhaftierten Joel David Kaplan im Jahr 1971 und des dazu erschienenen Buchs inspiriert.[1]

Der Film wurde in Frankreich und in Spanien gedreht.[2] Er spielte in den Kinos der USA ca. 16 Millionen US-Dollar ein.[3]

Die im Film eingesetzte Sportmaschine ist eine Piper PA-18, der Hubschrauber ist eine Alouette II.

Kritiken[Bearbeiten]

Roger Ebert, der auf den Bezug zur Kaplan-Befreiung eingeht, schrieb in der Chicago Sun-Times vom 29. Mai 1975, Kaplan würden Verbindungen mit der CIA nachgesagt. Während der Film den politischen Hintergrund weitgehend auslasse, wäre es besser gewesen, wenn er als reiner Thriller gedreht worden wäre. Der „erstklassige Actionstar“ Bronson zeige in einigen Szenen Inkompetenz.[4]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film biete „sehr routinehaft angelegte und inszenierte Unterhaltung, die ausschließlich auf Action“ baue.[5]

Die Zeitschrift Cinema schrieb, der „routinierte Film“ besteche „vor allem durch solide Actionszenen“.[6]

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung meinte: „Ein Komiker wurde geboren, angesiedelt etwa zwischen Quax, dem Bruchpiloten, und dem Zyniker James Bond.[7]

Die Frankfurter Rundschau schrieb, der Regisseur ziehe die „Mischung aus Action-Szenen und reflektiven Zwischentönen sorgfältig und gekonnt durch“. Die aus „etwas bedepperten Hilflosigkeit“ bestehende „neue Seite“ von Charles Bronson mache den Film „noch sympathischer“.[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt im Jahr 1976 für den Tonschnitt den Golden Reel Award.

Literatur[Bearbeiten]

  • The 10-Second Jailbreak - The Helicopter Escape of Joel David Kaplan[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c The 10-Second Jailbreak - The Helicopter Escape of Joel David Kaplan; Eliot Asinof, Warren Hinckle, and William Turner; New York; Holt, Rinehart and Winston; 1973; ISBN 978-0030010118
  2. Drehorte für Breakout, abgerufen am 15. Januar 2008
  3. Box office / business für Breakout, abgerufen am 15. Januar 2008
  4. Filmkritik von Roger Ebert, abgerufen am 15. Januar 2008
  5. Der Mann ohne Nerven im Lexikon des Internationalen Films
  6. Cinema, abgerufen am 15. Januar 2008
  7. zitiert nach djfl.de, abgerufen am 14. November 2009
  8. zitiert nach djfl.de, abgerufen am 15. Januar 2008