Der Monat

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Der Monat. Eine internationale Zeitschrift war eine im Jahre 1948 von Melvin Lasky gegründete deutsche Zeitschrift für Politik und Kultur.

Geschichte[Bearbeiten]

1948 bis 1971[Bearbeiten]

Der Monat erschien in Berlin-Dahlem und war strikt antikommunistisch ausgerichtet. Als Herausgeber fungierte Melvin Lasky, später gemeinsam mit Helmuth Jaesrich. Das Office of Military Government for Germany (U.S.) (US-Militärregierung in Deutschland) finanzierte die Zeitschrift zu erheblichen Teilen mit. In den 1960er Jahren war Fritz René Allemann einer der Herausgeber. Sie sollte den intellektuellen Austausch insbesondere von liberalen, sozialkritischen und linken Intellektuellen – den sogenannten nichtkommunistischen Linken – im Diskussionsrahmen des Kongresses für kulturelle Freiheit herstellen, wobei antiamerikanisch oder kommunistisch denkende Intellektuelle isoliert bzw. in ihrer öffentlichen Wirksamkeit reduziert werden sollten. 1966 wurde aufgedeckt, dass die Gelder von der CIA über US-amerikanische Stiftungen flossen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Der Monat an Die Zeit verkauft.

1978 bis 1987[Bearbeiten]

1971 wurde die Zeitschrift eingestellt, 1978 jedoch unter dem Titel Der Monat (Neue Folge) wiedergegründet. Der neue Chefredakteur wurde der SPD-Politiker und spätere Kulturstaatsminister der rot-grünen Bundesregierung Michael Naumann. 1987 wurde die Zeitschrift endgültig eingestellt.

Autoren[Bearbeiten]

Unter anderem schrieben für den Monat die Autoren Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Raymond Aron, Saul Bellow, Heinrich Böll, Milovan Djilas, T. S. Eliot, Max Frisch, Hermann Kesten, Arthur Koestler, Irving Kristol, Richard Löwenthal, Peter Härtling, Thomas Mann, Peter de Mendelssohn, George Orwell, Hans Sahl, Ernest J. Salter, Ignazio Silone, und Hilde Spiel.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]