Der Pfarrer von St. Michael

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Filmdaten
Originaltitel Der Pfarrer von St. Michael
Der Pfarrer von St Michael Logo 001.svg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1957
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Wolfgang Glück
Drehbuch Friedrich Schreyvogel,
August Rieger,
Kurt Eigl
Produktion Rex-Film (Ernest Müller, August Rieger)
Musik Werner Bochmann
Kamera Walter Tuch
Schnitt Leopoldine Pokorny
Besetzung

Der Pfarrer von St. Michael ist ein deutscher Heimatfilm von Wolfgang Glück aus dem Jahr 1957.

Handlung[Bearbeiten]

Auf dem Weg zu seiner neuen Dienststelle rettet Pfarrer Linhart dem betrunkenen Franz Santner das Leben. Im Dorf selbst ist Franz unbeliebt, in der Familie gilt er als schwarzes Schaf und auch sein beliebter Bruder Georg hat es fast aufgegeben, aus seinem Bruder ein gutes Mitglied der Gemeinde zu machen. Franz will weg. In Angela, der neuen Magd auf Georgs Hof, findet er eine verwandte einsame Seele, mit der er eine Nacht verbringt. Er nimmt am nächsten Tag sein Gewehr an sich und geht aus dem Dorf. Förster Huber, der in ihm einen Wilderer vermutet, schießt auf ihn. Beim anschließenden Schusswechsel wird Huber von Franz tödlich getroffen. Franz wird verhaftet und zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Neun Monate später bringt Angela einen Jungen zur Welt. Nachdem sie Pfarrer Linhart den Schwur abgenommen hat, dass er sich um das Kind kümmern werde, verstirbt sie im Kindbett. Linhart nimmt sich vor, aus dem Andreas getauften Jungen einen Priester zu machen.

Im Dorf hatten schon kurz nach der Geburt Gerüchte die Runde gemacht, dass Linhart der Vater von Andreas sei – Angela hatte Linhart nicht den Vater des Jungen nennen wollen. Auch 22 Jahre später ist der Tratsch im Dorf nicht verstummt. Aus Andreas ist inzwischen ein gottesfürchtiger junger Mann geworden, der nach Jahren im Priesterseminar nun zurück ins Dorf kommt. Er trifft hier auf Hanni, die Nichte von Linharts Köchin Brigitte, und verliebt sich in sie. Dies stürzt ihn in eine Glaubenskrise, zumal Brigitte und auch Georg in Andreas keinen zukünftigen Priester sehen, sondern ihn viel eher als guten Bauern einschätzen. Georg will sein Gut daher an Andreas überschreiben, was die entfernte Verwandtschaft um Chordirektor Moser in Rage bringt. Sie vermuten, dass Linhart seine Hände im Spiel hatte, um seinem „Sohn“ nun ein Bauerngut zuzuschanzen. Gleichzeitig sehen sie Georgs Entscheidung als Beweis für die Vaterschaft Linharts. Mal wieder schreiben sie einen Beschwerdebrief an den Bischof. Zudem planen sie einen Boykott des nächsten Gottesdienstes und wollen diesen mit Katzenmusik stören.

Franz kehrt vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen ins Dorf zurück. Er offenbart sich Linhart, als er erfährt, dass Angela nicht mehr lebt und einen Sohn hinterlassen hat. Kurz bevor die aufgebrachte Menge den Gottesdienst stürmen kann, stellt Franz sich ihnen entgegen und gibt seine Vaterschaft von Andreas bekannt. Der herbeigerufene Bischof bespricht sich unterdessen mit Linhart. Da Andreas vom Glauben abgekommen ist, gibt der Bischof seine Einwilligung für eine Ehe von Hanni und Andreas, der den Priesterrock ablegen darf. Gerade, als Linhart um seine Versetzung bittet, da die Gemeinde nie hinter ihm stehen wird, ertönt vor seinem Fenster das Lied Kein schöner Land, das die Gemeinde ihm geschlossen darbringt. Durch die Eröffnung von Franz hat sich die Meinung der Einwohner über Linhart schlagartig verbessert. Und da Andreas nun der rechtmäßige Erbe Georgs ist, kann er auch dessen Gut ohne Einwände übernehmen.

Produktion[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden in Johnsbach im Gesäuse, auf Schloss Trautenfels und im Stift Admont statt. Innenaufnahmen wurden in Wien im Atelier gedreht.

Der Film erlebte am 22. November 1957 in der Aachener Kamera seine Uraufführung.

Kritik[Bearbeiten]

Der film-dienst bezeichnete Der Pfarrer von St. Michael als „Heimatfilm vom Fließband.“[1] Cinema nannte den Film „Schmarrn“.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Pfarrer von St. Michael im Lexikon des Internationalen Films
  2. Vgl. cinema.de