Der Prinz von Bel-Air

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Seriendaten
Deutscher Titel Der Prinz von Bel-Air
Originaltitel The Fresh Prince of Bel-Air
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1990–1996
Länge 24 Minuten
Episoden 148 in 6 Staffeln
Genre Comedy, Sitcom
Idee Andy Borowitz
Susan Borowitz
Musik The Fresh Prince of Bel-Air von Will Smith
Erstausstrahlung 10. September 1990 (USA) auf NBC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
14. November 1992 auf RTL plus
Besetzung

Der Prinz von Bel-Air (Originaltitel: The Fresh Prince of Bel-Air) ist eine US-amerikanische Sitcom, die von 1990 bis 1996 von dem Sender NBC produziert wurde.

Inhalt[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: zumindest laut Titellied zieht Will aus anderen Gründen um Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Serie handelt von dem afroamerikanischen Jugendlichen William „Will“ Smith, der in den Straßen Philadelphias aufgewachsen ist. Damit er eine ordentliche Ausbildung erhält und nicht auf die schiefe Bahn gerät, wird er von seiner Mutter Viola nach Los Angeles geschickt, um dort bei seiner wohlhabenden Tante Vivian und deren Mann, dem Anwalt und späteren Richter Philip Banks, zu wohnen.

Obwohl seine Tante sich bemüht, Will so behütet wie möglich in die Familie einzugliedern, stößt dieser aufgrund seines Lebenswandels im Nobelviertel Bel Air zunächst auf einige Probleme. Insbesondere mit seinem augenscheinlich snobistischen Cousin Carlton und seiner verwöhnten und naiven Cousine Hilary kommt er zu Beginn überhaupt nicht zurecht – und auch Onkel Philip und Butler Geoffrey wissen mit der lockeren Lebensart Wills anfänglich kaum umzugehen. Lediglich Ashley, das jüngste Familienmitglied im Hause Banks, erkennt die Qualitäten und Fähigkeiten ihres Cousins, dem es mit der Zeit gelingt, auch den Rest der Familie von seinem Charme zu überzeugen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Obwohl die Sendung generell als Comedyserie konzipiert war, wurden hin und wieder auch ernstzunehmende gesellschaftskritische Elemente verarbeitet. Insbesondere Themen, die sich der afro-amerikanischen Subkultur annahmen, waren regelmäßige Bestandteile der Handlungen einzelner Episoden, darunter Diskriminierung, Vaterlosigkeit, Armut und soziale Klassifikation, sowie die Philosophien der schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King und Malcolm X.

Figuren[Bearbeiten]

Will Smith

William „Will“ Smith wird vom Schauspieler fast gleichen Namens Willard „Will“ Smith gespielt. Er wurde von seiner Mutter Viola in Philadelphia alleine aufgezogen, nachdem sein Vater die Familie verlassen hat. Will ist ein großer Fan des Bürgerrechtlers Malcolm X und hat, auch wenn er es selten zeigt, ziemlich viel Grips. Nachdem er zu Beginn seines Aufenthalts im noblen Bel-Air einige Anpassungsschwierigkeiten zu haben scheint, gewöhnt er sich immer mehr an das Zusammenleben mit seiner „neuen“ Familie. Will verkörpert den klassischen Ghetto-Jungen, der das Leben locker angeht und sich nicht allzu viele Gedanken um sein Leben macht, stellt somit das komplette Gegenteil zu seinem Cousin Carlton dar. Er spielt gerne Basketball, geht mit schönen Mädchen aus oder macht Witze über seinen Onkel und seinen Cousin.

Jazz

Jazz ist der beste Freund von Will. Wie Will behält er in der Serie seinen realen Namen, da er auch außerhalb der Serie Jazz genannt wird, was auf seinen DJ-Namen „Jazzy Jeff“ zurückgeht. Innerhalb der Serie wird er nur bei seinem Spitznamen genannt (z. T. auch Mr. Jazz von Leuten, die ihn nicht kennen). In den ersten Staffeln versucht Jazz bei Wills Cousine Hilary zu landen, welche aber wenig Interesse an ihm zeigt. Auch Wills Onkel Philip Banks sieht Jazz ungern als Gast in seinem Haus, was ihn bei Gelegenheit dazu veranlasst, ihn aus dem Haus zu werfen. Dieser Rauswurf entwickelte sich zu einem Running Gag der Serie. Er wird von Will Smith „J“ genannt.

Die Familie Banks[Bearbeiten]

Philip „Phil“ Banks

Philip Ezekiel Banks wird von dem Schauspieler James L. Avery, Sr. gespielt. Philip ist in den ersten zwei Staffeln ein anerkannter Rechtsanwalt mit Princeton-Hochschulabschluss. In der dritten Staffel wird er zum Obersten Richter ernannt, als ein anderer Richter (gespielt von Sherman Hemsley) bei der Feier seines Wahlsieges stirbt. Das Verhältnis zwischen Philip und seinem Neffen Will wirkt am Anfang der ersten Staffel etwas gespannt. Doch dies verbessert sich, als sie sich immer besser kennenlernen. In einer Folge gibt Philip zu, dass ihm Will viel bedeutet. Er wird von seinen Eltern „Zeke“ genannt.

Vivian Banks

Vivian „Viv“ Banks (geb. „Smith“) wird in den sechs Jahren Drehzeit von zwei Schauspielerinnen verkörpert. Von 1990 bis 1993 wird die Figur von Janet Hubert-Whitten gespielt. Grund für den Wechsel der Schauspielerin war, dass Janet Hubert-Whitte während der Drehzeit schwanger wurde und damit gegen ihre Vertragsauflagen verstieß. Die Schwangerschaft wurde letztendlich in die Rolle der Serienmutter eingearbeitet, bevor sie zum Ende der 3. Staffel entlassen und die Rolle schließlich von Daphne Maxwell Reid übernommen wurde. Vivian ist Professorin für Literaturgeschichte an einer Universität in Bel Air und die Schwester von Wills Mutter Viola. Sie hat außerdem noch zwei Schwestern.

Hilary Banks

Hilary Violet Banks ist die älteste Tochter der Familie Banks und somit eine Cousine von Will Smith. Sie ist sehr verwöhnt, modebewusst und naiv. Ihre Rolle wird von Karyn Parsons gespielt. Nachdem sie das College aufgegeben hat, will ihr Vater, dass sie arbeitet, und später auch, dass sie sich eine eigene Wohnung sucht. Da er nur sagt, dass sie aus dem Haus verschwinden soll, zieht sie in das geräumige Poolhaus direkt im Garten. Sie betätigt sich unter anderem als Wetteransagerin und Partyorganisatorin. Zuletzt ist sie die Moderatorin ihrer Talkshow „Hilary“ und zieht deshalb nach New York.

Carlton Banks

Carlton „C“ Banks wird von Alfonso Ribeiro gespielt. Carlton ist ein konservativer Streber, der es seinem Vater gleich tun und später auf die Princeton University gehen will. Dies gelingt ihm vorerst jedoch nicht, da er ein Missverständnis mit dem Schulleiter hat. Allerdings erhält er in Folge 140 einen Bestätigungsbrief, dass er aufgenommen wurde. Carltons Schutzengel entpuppt sich in einer Folge als dessen Vorbild Tom Jones, der behauptet, dass er Carltons Schicksal bestechen musste, damit dieses ihn nicht vorzeitig aus dem Leben nahm. Vor allem Will macht sich sehr häufig über Carltons geringe Körpergröße lustig, was fester Bestandteil der Serie ist.

Ashley Banks

Ashley „Ash“ Banks, die jüngere der beiden Töchter, wird von Tatyana Ali gespielt. Will hat einen großen Einfluss auf ihre Entwicklung, was oftmals zu Konflikten mit ihrem Vater führt. Ashley hat ein Talent für die Musik und strebt später auch eine Karriere als Sängerin an.

Nicky Banks

Nicholas „Nicky“ Andrew Banks kommt in den letzten beiden Staffeln vor und ist das jüngste Kind der Banks. Er wird gespielt von Ross Bagley.

Geoffrey, der Butler

Geoffrey Barbara Butler – gespielt von Joseph Marcell – ist der Butler der Familie Banks. Er wird in der Serie als zu bemitleidendes Individuum dargestellt, hat aber trotzdem immer einen trockenen Spruch gegenüber der Familie Banks auf den Lippen. Geoffrey hat einen Sohn, der in der 141. Folge in Erscheinung tritt. Der Butler ist Engländer und stellt den klassischen Landsmann dar: Ruhig, gelassen und sehr sportlich übersteht er ohne Probleme alle Konflikte in der Banks-Familie. Geoffrey ist ein Liebhaber der Tea-Time. In der ersten Staffel wirkt er noch etwas langweilig, was seine Freizeitgestaltung anbelangt (auf die Frage, wie er seinen Geburtstag verbringen wird, nennt er lediglich eine Sendung über das Weitspucken von Lamas, die er gerne sehen möchte), doch später stellt sich heraus, dass er es liebt, in seiner Freizeit mit Lederjacke und Mofa durch die Straßen zu fahren, um allen zu zeigen, wer hier der (englische) „King“ ist. In einer Folge der Serie erfährt man, dass Geoffrey nur deswegen nach Amerika kam, weil er nach einem Betrugsversuch beim Marathon aus England fliehen musste. Er wird „G“ genannt von Will Smith.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Die Serie wurde von der Hermes Synchron in Berlin-Spandau synchronisiert. Dialogregie führte Arne Elsholtz, der auch die deutschen Dialogbücher schrieb und die Rolle des Butlers Geoffrey sprach.[1]

Rolle Schauspieler Hauptrolle Nebenrolle Synchronsprecher
Will Smith Will Smith  1.01–6.24 Jan Odle
Philip Banks James Avery  1.01–6.24 Helmut Krauss
 Vivian Banks Janet Hubert-Whitten 1.01–3.24   Regina Lemnitz
Daphne Maxwell Reid 4.01–6.24
Carlton Banks Alfonso Ribeiro  1.01–6.24 Sven Hasper
Hilary Banks Karyn Parsons  1.01–6.24 Katja Nottke (Staffel 1)
Sabine Jaeger (Staffel 2-6)
Ashley Banks Tatyana Ali  1.01–6.24 Ranja Bonalana
Geoffrey, der Butler Joseph Marcell  1.01–6.24 Arne Elsholtz
Nicky Banks Ross Bagley  4.14–6.24 Carsten Otto
Jazz Jeffrey A. Townes   1.02–6.24 Frank Schaff

Gastauftritte[Bearbeiten]

In der Serie traten viele berühmte Persönlichkeiten auf: B. B. King, William Shatner, Oprah Winfrey, Jay Leno, Donald Trump, Vanessa L. Williams, D. L. Hughley, Elise Neal, Naomi Campbell, Tevin Campbell, Quincy Jones, Isiah Thomas, Evander Holyfield, Heavy D., Tom Jones, Wayne Newton, Bo Jackson, Boyz II Men, Jasmine Guy, Vivica A. Fox, Bell Biv Devoe, Ken Griffey junior, Chris Rock, Malcolm-Jamal Warner, Hugh Hefner, Milton Berle, Gary Coleman, Zsa Zsa Gabor, Tyra Banks, Kareem Abdul-Jabbar, Stacey Dash, Don Cheadle, Christopher Judge, Michael Clarke Duncan, Jaleel White, Queen Latifah, Pat Morita, Hank Azaria, Ben Vereen, Naya Rivera.

Trivia[Bearbeiten]

  • Laut einem BBC-Interview[2] riet Alfonso Ribeiro seinem Kollegen Will Smith, den Namen für die fiktive Hauptfigur gut zu wählen, da „er den Rest seines Leben auf der Straße so genannt werden würde“.
  • Janet Hubert-Whitten spielte bis zum Ende der dritten Staffel die Rolle der Vivian Banks, bis sie durch eine Schwangerschaft gegen ihre Vertragsklauseln verstieß und entlassen wurde.[3] Ihre Rolle wurde dann bis zum Ende der Serie von Daphne Maxwell Reid dargestellt.
  • In der fünften Staffel der Sitcom ist Will im Begriff, seine Freundin Lisa (Nia Long) zu heiraten. Ursprünglich war Smiths spätere Ehefrau Jada Pinkett Smith für die Rolle vorgesehen; sie bekam aber eine Absage, da sie angeblich zu klein war.
  • Das Fernsehmagazin TV Guide führte 2004 die Figur des „Philip Banks“ auf Platz 34 der „50 beliebtesten Fernsehväter aller Zeiten“.
  • Der Titel der Serie basiert auf Will Smiths Spitznamen „Fresh Prince“, den er durch seinen frechen Charme schon in der Schulzeit erhielt. Die Handlung der Serie basiert grundsätzlich auf Will Smiths Erfahrungen, da Benny Medina, ein Manager von Warner Brothers, fand, dass die Geschichte vom „naiven, vorlauten Will aus Philadelphia“ in der Ortschaft Beverly Hills etwas Witziges und Fernsehreifes hat.

Die Serie auf DVD[Bearbeiten]

Vereinigte Staaten
  • Staffel 1 erschien am 8. Februar 2005
  • Staffel 2 erschien am 11. Oktober 2005
  • Staffel 3 erschien am 14. Februar 2006
  • Staffel 4 erschien am 8. August 2006
  • Staffel 5 erschien am 11. Mai 2010
  • Staffel 6 erschien am 19. April 2011
Großbritannien
  • Staffel 1 erschien am 21. Februar 2005.
  • Staffel 2 erschien am 21. November 2005.
  • Staffel 3 erschien am 26. Juni 2006.
  • Staffel 4 erschien am 22. Januar 2007.
Deutschland
  • Staffel 1 erschien am 15. April 2005.
  • Staffel 2 erschien am 16. Juni 2006.
  • Staffel 3 erschien am 15. September 2006.
  • Staffel 4 erschien am 12. Oktober 2006.
  • Staffel 5 erschien am 18. Juni 2010.
  • Staffel 6 erschien am 6. Mai 2011.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Prinz von Bel-Air in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 30. Juni 2012.
  2. BBC Interview auf YT: [1]
  3. Damals & heute: Die Stars aus "Der Prinz von Bel-Air", abgerufen am 10. August 2014

Weblinks[Bearbeiten]