Der Soldat James Ryan

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Soldat James Ryan
Originaltitel Saving Private Ryan
Der soldat james ryan.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 163 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Steven Spielberg
Drehbuch Robert Rodat
Produktion Steven Spielberg
Ian Bryce
Mark Gordon
Gary Levinsohn
Musik John Williams
Kamera Janusz Kamiński
Schnitt Michael Kahn
Besetzung

Der Soldat James Ryan (Originaltitel Saving Private Ryan) ist ein mehrfach preisgekrönter amerikanischer Kriegsfilm des amerikanischen Regisseurs Steven Spielberg. Der Film startete am 8. Oktober 1998 in den deutschen Kinos. Private ist der Dienstgrad des einfachen Soldaten, in den US-Streitkräften kurz Pvt.

Handlung[Bearbeiten]

Nachdem bei der Invasion der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 zwei von vier Brüdern, die in der US Army dienen, ums Leben kommen, und der dritte bereits eine Woche vorher in Neuguinea im Kampf gegen die Japaner gefallen war, entscheidet der Generalstab, den vierten Bruder, James Francis Ryan, nach Hause zu seiner Mutter zu schicken, um deren Leid zu lindern. General George C. Marshall zitiert dabei aus dem Brief Abraham Lincolns an die Soldatenmutter Mrs. Bixby. Während des Bürgerkriegs hatte Lincoln diesen Brief einer Soldatenmutter geschrieben, die angeblich fünf Söhne im Krieg verloren hatte. Als Fallschirmjäger, kurz nach der Landung in der Normandie, befindet sich James Ryan in einer gefährlichen Lage, da er hinter den feindlichen Linien abgesprungen ist. Daher wird ein achtköpfiges Einsatzteam ausgeschickt, um ihn zu finden.

Die Rahmenhandlung basiert in ihren Grundzügen auf einer wahren Begebenheit: Zwei der vier Niland-Brüder waren während der Invasion in der Normandie gefallen und der dritte, ein Bomberpilot, wurde vermisst (und aufgrund der Umstände ebenfalls für tot gehalten). Davon abgesehen sind die Details der Handlung und die Charaktere des Filmes frei erfunden.

Die Inszenierung des Grauens des Krieges gilt als stilbildend und beeinflusste nachhaltig die filmische Darstellung von Kriegen. Der Film beginnt damit, dass der alte amerikanische Kriegsveteran James Ryan mit seiner Familie den Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer besucht und sich an die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Der Soldat James Ryan bietet eine filmische Umsetzung der Landung der Alliierten in der Normandie am „D-Day“ 6. Juni 1944. Während auf allen anderen Stränden die Landung durch Artillerie- und Luftangriffe gut vorbereitet war und weitgehend ruhig verlief, kam es auf dem im Film gezeigten Omaha Beach beinahe zu einer Katastrophe für die Alliierten. Durch ungenauen Beschuss blieben die deutschen Befestigungen und Mannschaften weitgehend unversehrt und konnten heftiges Gegenfeuer leisten, dem die Infanteristen am Strand schutzlos ausgeliefert waren, so dass zahlreiche Boote voll Soldaten beim Ausstieg oder wenige Sekunden danach komplett niedergeschossen wurden. Zusätzlich kam die Unterstützung durch die schwimmfähigen Sherman-DD-Panzer nicht bis zum Strand durch, da Meeresströmungen dies verhinderten.

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine kleine Gruppe Soldaten, die die Landung am Strand überlebt haben und an einer genau bestimmten Stelle eine Bresche in die deutschen Befestigungsanlagen oberhalb der Dünenkette schlagen müssen, was trotz miserabler Kampfbedingungen schließlich gelingt. Während der Film die Begebenheiten in nur einer halben Stunde erzählt, zog sich die tatsächliche Landung bis in den Nachmittag hin, wobei die Alliierten auch einen Rückzug an diesem Strandabschnitt in Betracht gezogen haben.

Captain Miller macht sich nach der Landung an Omaha Beach in der Normandie mit acht Soldaten auf die Suche nach dem Fallschirmjäger James Ryan von der 101. US-Luftlandedivision, dessen drei Brüder bereits im Krieg gefallen sind. Auf der von zahlreichen Wirrnissen geprägten Suche nach Ryan geraten sie in eine Reihe von Gefechten mit den Deutschen, die sie zwar alle gewinnen und dabei zahlreiche Feinde töten, bei denen aber auch zwei Mitglieder des Trupps ums Leben kommen.

Als ein Einwohner einer umkämpften französischen Stadt dem Soldaten Caparzo sein Kind anvertrauen will, wird der Soldat von einem deutschen Scharfschützen angeschossen und bleibt hilflos auf der Straße liegen, da der Scharfschütze nur darauf wartet, dass weitere Amerikaner dem Verwundeten zu Hilfe kommen und damit in sein Schussfeld geraten. Als der amerikanische Scharfschütze Private Jackson den Deutschen schließlich tödlich trifft, ist der am Boden liegende Caparzo bereits tot.

Bei dem Zusammensturz einer Mauer steht Millers Gruppe plötzlich einigen deutschen Soldaten in einem Verschlag gegenüber. Als sich beide Truppen mit gezogenen Waffen gegenseitig zur Aufgabe auffordern, werden die deutschen Soldaten plötzlich durch Schüsse getötet, die von einer weiteren Truppe amerikanischer GIs abgefeuert werden, die die Situation aus ihrer Deckung heraus beobachtet haben.

In einem weiteren Gefecht stürmen sie eine deutsche MG-Stellung und töten alle Soldaten bis auf einen. Der Sanitäter der Einheit, Wade, wird dabei von mehreren Kugeln getroffen und stirbt unter den hilflosen Händen der sanitätsunkundigen Soldaten. Aus Wut möchte der Rest des Trupps den sich ergebenden Landser erschießen. Corporal Upham weist darauf hin, dass Kombattanten, die sich ergeben, als Kriegsgefangene zu behandeln sind und nicht mehr bekämpft oder getötet werden dürfen. Captain Miller entscheidet, den Landser fortzuschicken. Er soll sich der nächsten alliierten Einheit, auf die er stößt, stellen. Reiben ist über die Entscheidung des Captains so verärgert, dass er kurz davor ist, zu desertieren. Miller kann die angespannte Situation aber noch entschärfen und Reiben verbleibt bei der Truppe.

Sie finden Ryan schließlich, als sie vor einem deutschen Sondierungstrupp in Deckung gehen, der von Ryan und zwei weiteren Männern seiner Einheit unter Beschuss genommen wird. Gemeinsam töten sie alle aussteigenden deutschen Soldaten.

Ryan hat mit nur einer Handvoll schwach bewaffneter Fallschirmjäger die Aufgabe, eine für beide Seiten wichtige Brücke in der Ortschaft Ramelle gegen einen erwarteten Gegenstoß der Deutschen zu verteidigen. Er weigert sich, seine Kameraden zu verlassen, und so fasst Miller den Entschluss, mit seinen Männern bei der Verteidigung der Brücke zu helfen und erst danach Ryan nach Hause mitzunehmen.

Als die deutschen Truppen anrücken, werden im Kampf um die Brücke die verbliebenen Soldaten von Millers Einheit bis auf Upham und Reiben getötet. Der zuvor weggeschickte deutsche Landser hat sich offenbar nicht den Alliierten gestellt, sondern wieder der deutschen Armee angeschlossen und kämpft an der Brücke gegen die Amerikaner, wobei er Captain Miller mit einem Schuss tödlich verwundet. Corporal Upham nimmt diesen Landser gefangen und erschießt ihn, obwohl er sich bereits ergeben hatte.

Als schließlich in letzter Minute Verstärkung eintrifft und die kurz vor der Sprengung stehende Brücke doch noch gehalten werden kann, fordert der im Sterben liegende Miller James Ryan auf, etwas Besonderes aus seinem Leben zu machen und zu beweisen, dass er die Aktion wert war.

Der Film macht zum Schluss einen Zeitsprung in die Gegenwart. Ryan salutiert vor dem Grab des Captains und holt sich von seiner Frau die Bestätigung, tatsächlich etwas Besonderes aus seinem Leben gemacht zu haben und ein guter Mensch gewesen zu sein.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Drehbuch[Bearbeiten]

Drehbuchautor Robert Rodat las zu der Zeit, zu der das Drehbuch zu Der Soldat James Ryan entstand und sich die Landung in der Normandie zum fünfzigsten Mal jährte, viel über den D-Day. Er stellte sich vor, dass es sicher sehr schlimm sei, bei solch einem Ereignis einen Sohn zu verlieren, doch noch schlimmer sei es sicher, wenn mehrere Söhne dabei ihre Leben lassen würden.[1] Zusätzliche Inspiration bot das Schicksal der Niland-Brüder. Binnen kurzer Zeit war einer der vier Brüder als vermisst gemeldet, zwei weitere in der Normandie gefallen. Aufgrund der Sole Survivor Policy wurde der angenommen letzte lebende Bruder nach Hause geschickt.

Die Produzenten Mark Gordon und Gary Levinson von der Mutual Film Company, denen Rodat das Originalkonzept der Geschichte vorlegte, waren begeistert.[1]

Vorsprechen[Bearbeiten]

Wunschkandidat für die Rolle des Captain Miller war der zweifache Oscar-Preisträger Tom Hanks. Hanks hatte in vorangegangenen Jahren mit seine Rollen in den Filmen Philadelphia und Forrest Gump Academy Awards gewonnen und sich vor allem mit der Rolle des AIDS-kranken Andrew Beckett als Schauspieler ernster Rollen etabliert. Ihn reizte an dem Buch vor allem, dass keine taktischen Manöver, sondern menschliche Erfahrungen im Mittelpunkt stünden.[1]

Tom Sizemore, der vorher u. a. in Natural Born Killers zu sehen war, erhielt die Rolle des Sergeant Horvath. Die Rolle des aufzufindenden James Francis Ryan erhielt Matt Damon, der ein Jahr zuvor zusammen mit Schauspielerkollegen Ben Affleck den Drehbuch-Oscar mit Good Will Hunting gewonnen hatte.

Für den Regieposten war Steven Spielberg vorgesehen. Spielberg hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfolge mit Filmen wie Der weiße Hai, E.T. – Der Außerirdische, Jurassic Park und der Indiana-Jones-Reihe gehabt und war 1993 für seinen Film Schindlers Liste mit dem Oscar als Bester Regisseur ausgezeichnet worden. Spielberg, der eine Affinität zu Filmen hat, die in den 1930er und 1940er Jahren spielen, reizte das Skript: „Die Aufgabe bestand hauptsächlich darin, jemanden aus einem guten Grund zu retten. Das zog mich an der Geschichte an.“[2]

Die Rolle des Private Adrian Caparzo erhielt Vin Diesel, nachdem er Spielberg einen dreiseitigen Brief geschrieben hatte, in dem er seine Verehrung der Arbeit Spielbergs schilderte, besonders Schindlers Liste.[3] Spielberg war jedoch bereits vorher durch Diesels selbstgedrehten und -produzierten Kurzfilm Multi-Facial auf ihn aufmerksam geworden, der 1995 auf dem Filmfestival in Cannes gelaufen war.[4]

Drehorte[Bearbeiten]

Für den ersten Teil des Films, der die Invasion an der Küste der Normandie am 6. Juni 1944 zeigt, musste ein Drehort gefunden werden. Die historischen Strände von Omaha Beach konnten nicht genutzt werden, da sie historische Denkmäler sind und über die Jahre ausgebaut wurden, so dass sie nicht mehr denen von 1944 gleichen. Nachdem die Location Scouts wochenlang in Frankreich, England und Irland gesucht hatten, wurden sie schließlich im irischen County Wexford fündig. Ein Strandabschnitt in der Nähe von Ballinesker erschien ihnen als geeignet.[5] Der Verantwortliche für das Szenenbild, Tom Sanders, begann mit dem Bau deutscher Bunker und stellte den Strand voller Tschechenigel.[1]

Nachdem man in Irland die Invasionsszene abgedreht hatte, verlegte man den Arbeitsschwerpunkt nach England. Hier fungierte eine stillgelegte Anlage von British Aerospace, die etwa 45 Minuten nördlich von London lag, als Hauptschauplatz der Dreharbeiten. Während die Gebäude als Büros und Werkstätten genutzt wurden, bauten Tom Sanders und sein Team auf den nahe gelegenen Wiesen ein zerbombtes französisches Dorf im Maßstab 1:1 auf.[1]

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Bevor mit den Dreharbeiten begonnen wurde, mussten die Hauptdarsteller eine zehntägige militärische Grundausbildung über sich ergehen lassen. Der ehemalige Captain der US-Marines Dale Dye und die Mitarbeiter seiner Firma Warriors Inc. übernahmen hierbei die Leitung. Dale Dye schulte sie in Waffendrill, Nahkampf, Einzelmanövern und -taktiken. Zudem lernten sie die im Zweiten Weltkrieg gängige Militärsprache und Handzeichen. Dabei nannte er sie stets nur bei den Nachnamen ihrer im Film zu spielenden Figuren. Dye ließ sie aus Konservendosen essen, schoss auf sie mit Platzpatronen, schlug auf sie ein und ließ sie in der freien Wildnis kampieren, um sie an das Soldatendasein zu gewöhnen. Der Schauspieler Edward Burns sagte im Nachhinein über diese Grundausbildung: „Es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens.“[2]

Als Komparsen wollte Spielberg zunächst Soldaten der britischen Armee anheuern. Seine Forderung von tausend Soldaten erschien dem Militär allerdings übermäßig. Schließlich erklärte sich das irische Militär bereit, Soldaten als Komparsen abzustellen. Viele von ihnen hatten schon Erfahrung im Filmgeschäft, da sie einige Jahre zuvor in Mel Gibsons Film Braveheart eingesetzt worden waren.[1]

Spielberg legte bei den Dreharbeiten viel Wert auf eine wirklichkeitsgetreue Darstellung. Um das Ganze realistischer wirken zu lassen, verzichtete er auf vorher angefertigte Storyboards und nutzte vorzugsweise Handkameras, um den Eindruck eines Dokumentarfilms zu erwecken.[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Es kommt oft das Wort FUBAR vor.
Dialog: Pvt. Reiben: Even if you think the mission’s FUBAR, Captain? Capt.Miller:„Especially if you think the mission’s FUBAR.“ Corp. Upham:„What’s FUBAR?“ (Deutsch: Dialog:Pvt.Reiben: „Selbst wenn Sie denken, die Mission ist FUBAR, Captain?“ Capt.Miller: „Insbesondere, wenn Sie denken die Mission wäre FUBAR“. Corp Upham:„Was ist FUBAR?“)

Kritiken[Bearbeiten]

„Steven Spielbergs Film entwirft ein gnadenloses Bild des Kampfgeschehens und beeindruckt durch seine strikte Weigerung, Krieg als Stätte menschlicher Bewährung darzustellen. Abgesehen von einer unnötigen pathetischen Rahmenhandlung hat Spielberg das große Können aller Beteiligten dazu eingesetzt, ein realistisches Umfeld zu schaffen, das fast dokumentarischen Charakter annimmt. Das Drehbuch vermag zwar nicht die geistige Dimension beizusteuern, die der Film verdient hätte, aber die konsequente und erschütternde Rekonstruktion des Krieges als Schreckensbild des kollektiven Todes verleiht dem Film einen hohen humanitären Rang.“

Lexikon des internationalen Films[7]

„Die lange Eingangssequenz von der Landung der ersten amerikanischen Soldaten an den Ufern Frankreichs gehört zu den am meisten beeindruckenden Kriegsszenarien der Filmgeschichte. Es ist nicht so sehr die technische Brillanz, sondern die Konstruktion dieser Szene aus der Sicht der einzelnen Soldaten […] Die überwiegend mit der Handkamera gedrehten Bilder vermitteln uns näherungsweise ein Bild vom Eindruck, den die Soldaten empfunden haben könnten, müssten: Chaos. In diesen Momenten […] herrscht nichts weiter als Tod und für jeden einzelnen russisches Roulette in unkontrollierbarem, apokalyptischem Ausmaß, dem man mit Worten nicht Herr werden kann.“

Ulrich Behrens: bei filmering.at[8]

„War es so, das Sterben am Omaha Beach? So war es nicht. […] Aber viel näher als Spielberg wird man dem Geschehen am ‚D-Day‘ wohl nicht mehr kommen.“

Andreas Kilb: Die Zeit[9]

„Der Film beginnt und endet mit der leinwandfüllenden amerikanischen Flagge, konsequenterweise, denn was Spielberg uns zeigt, ist ein gerechter reinamerikanischer Krieg gegen das Böse […] Alliierte Verbündete kommen gar nicht vor, die Feinde, in diesem Fall eben Deutsche, nur als stereotype Untermenschen. […] Bei Spielberg ist der Krieg schicksalsgegeben und die Frage nach dem richtigen Verhalten im Prinzip immer leicht zu beantworten. Der Auftrag ist schwierig, aber gerecht, je heldenhafter und soldatischer man ist, desto besser kann man ihn erledigen. Dabei sind Ängste und traurige Blicke durchaus erlaubt, demonstriert uns Tom Hanks als Überheld, nur eben Zweifel, Feigheit, Ungehorsam oder gar Desertieren nicht. […] Landserromantik, triumphierende Totalen der siegreichen amerikanischen Flotte, verkitschte Musik zur Erweckung höchster patriotischer und moralischer Gefühle, all diese Plumpheiten stehen in einem geradezu schmerzhaftem Kontrast zur Kraft und Wucht der Schlachtszenen […] Erstaunlich […] daß dieser Kontrast von vielen Menschen nicht wahrgenommen wird, daß sie verkennen, daß ein cineastisch genialer, aber politisch im besten Falle naiver Regisseur seine Talente nutzt, um eine durch und durch ideologische Botschaft zu formulieren. Bei genauerer Betrachtung ist “Saving Private Ryan” nie und nimmer ein Antikriegsfilm, wer Bock auf Krieg hat, sollte eben einfach moralisch privilegiert sein, dann sind abgerissene Gliedmaße und hervorquellende Eingeweide schon OK, die des Gegners sowieso.“

Björn Vosgerau: bei filmzentrale.com[10]

„Präsident Dwight D. Eisenhower sprach vom ‚Großen Kreuzzug‘ gegen das Übel der Welt; der Kampf gegen die Nazis und Japan heißt im amerikanischen Sprachgebrauch bis heute ‚The Big One‘ oder sogar, ehrfürchtig: ‚The Last Good War‘. Der Regisseur ist an der sicheren Seite des Gerechten, wenn er die Tapferkeit der Soldaten zeigt. Er muss die Grundvoraussetzungen für den Waffengang nicht in Frage stellen, […]“

Erich Follath: Der Spiegel[11]

„An die Stelle des persönlichen Antagonisten ist der militärische Ausnahmezustand getreten. Demzufolge hat auch der grenzenübergreifende Kampf um Gut/Böse und Recht/Unrecht […] hier kaum Platz: Er wird gegen die Frage von Sinn oder Wahnsinn ausgetauscht. Doch im Unterschied zu Fullers Kriegsfilmen […] scheut Der Soldat James Ryan vor der Sinnlosigkeit zurück, die vor allem aus der Omaha-Beach-Sequenz gesprochen hatte.“

Jan Distelmeyer: Evangelischer Pressedienst[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscars 1999

und nominiert für

Golden Globe Awards 1999

und nominiert für

Fernsehserien[Bearbeiten]

Wegen des Erfolges von Der Soldat James Ryan produzierten Steven Spielberg und Tom Hanks für den Pay-TV-Sender HBO eine zehnteilige Miniserie mit dem Namen Band of Brothers – Wir waren wie Brüder, die 2001 ausgestrahlt wurde. Es folgte 2010 eine weitere Miniserie über den Zweiten Weltkrieg im Pazifikraum mit dem Titel The Pacific.

Jugendschutz[Bearbeiten]

Der Film ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben, somit darf eine Fernsehausstrahlung erst ab 22 Uhr erfolgen. ProSieben kürzte den Film um 7 Minuten und legte ihn in der gekürzten Fassung am 21. März 2001 der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen erneut zur Prüfung vor, um diesen bereits ab 20 Uhr senden zu können. Diese stimmte der gekürzten Fassung zu, woraufhin ProSieben eine Ausnahmegenehmigung nach § 3 Abs. 7 S. 1 RStV bei der zuständigen Medienanstalt Berlin-Brandenburg beantragte. Dem Sender wurde darauf jedoch trotzdem eine Ausstrahlung vor 22 Uhr verweigert, da die Medienanstalt Berlin-Brandenburg trotz der gekürzten Fassung immer noch eine Gefahr der Beeinträchtigung von Jugendlichen unter 16 Jahren sah.[13]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Saving Private Ryan – Zitate (Englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Produktionsnotizen auf der Der-Soldat-James-Ryan-Bonus-DVD
  2. a b In die Bresche: Der Soldat James Ryan, Making of auf der Bonus-DVD
  3. Vin Diesel in der Internet Movie Database (englisch)Vorlage:IMDb Name/Wartung/Verschiedene Kenner in Wikipedia und WikidataVorlage:IMDb Name/Wartung/Lemma ungleich Wikidata-Bezeichnung
  4. Multi-Facial. Short of the Week.
  5. Filming locations in der Internet Movie Database (englisch)
  6. Susan King: 25 titles added to National Film Registry, Los Angeles Times online, 17. Dezember 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014
  7.  Katholisches Institut für Medieninformation und Katholische Filmkommission für Deutschland (Hrsg.): Lexikon des internationalen Films. Kino, Fernsehen, Video, DVD. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-86150-455-3, S. 2868.
  8. Ulrich Behrens: Der Soldat James Ryan. Kritik. In: filmering.at. Goldbach Audience, 30. September 2008, archiviert vom Original am 31. März 2011, abgerufen am 31. März 2011.
  9. Andreas Kilb: Der Tod am Omaha Beach. Steven Spielberg besiegt den Zweiten Weltkrieg im Kino: “Saving Private Ryan”. In: Die Zeit, Nr. 33/1998
  10. Björn Vosgerau: Saving Private Ryan. In: filmzentrale.com. Andreas Thomas, archiviert vom Original am 31. März 2011, abgerufen am 31. März 2011.
  11.  Sankt Stevens großer Kreuzzug. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1998, S. 210 ff (online).
  12. Jan Distelmeyer: Der Soldat James Ryan. Andreas Thomas. In: filmzentrale.com. Andreas Thomas, archiviert vom Original am 31. März 2011, abgerufen am 31. März 2011 (Erschienen in epd film 10/98).
  13. Roland Bronemann: Der Soldat James Ryan und der Jugendschutz. Anmerkung zu VG Berlin, Urteil vom 27. Juni 2002 – VG 27 A 398/01. In: Kommunikation & Recht. September 2002, S. 474–477 sowie S. 499–504