Der Sturm des Jahrhunderts

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Seriendaten
Deutscher Titel Stephen Kings Sturm des Jahrhunderts
Originaltitel Stephen King’s Storm of the Century
Produktionsland Kanada, USA
Originalsprache Englisch
Jahr 1999
Länge 173
255 (Uncut) Minuten
Episoden 3
Genre Drama, Horror, Miniserie
Idee Stephen King
Musik Gary Chang
Kamera David Connell
Erstausstrahlung 14. Februar 1999 (USA)
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
Pay-TV (Premiere):
2. August 2000
Besetzung

Der Sturm des Jahrhunderts (Originaltitel: Storm of the Century) ist eine Horror-TV-Miniserie in drei Teilen nach dem Drehbuch von Stephen King. King hat diese Geschichte exklusiv für einen TV-Film für ABC geschrieben, so dass nur das Drehbuch und kein Roman veröffentlicht wurde. Die Story wurde dann ohne größere Kürzung in eine TV-Miniserie verwandelt. Die Regie übernahm Craig R. Baxley.

Handlung[Bearbeiten]

Auf die Inselstadt Little Tall Island, deren Bewohner eine intakte Gemeinschaft zu bilden scheinen, zieht ein Jahrhundertsturm zu. Ausgerechnet zu dieser Zeit erschlägt ein eigenartiger Fremder namens Andre Linoge, scheinbar völlig grundlos eine alte Dame. Mike Anderson, der einzige Polizist, nimmt André Linoge ohne jeglichen Widerstand fest und sperrt ihn in eine Zelle ein. Von hier aus terrorisiert er die Bewohner, indem er einige durch Gedankenkontrolle zu Mord und Selbstmord zwingt und ihre dunkelsten Geheimnisse jedermann offenbart. Der "ordentlichste Mensch", mit der "geringsten Sünde" ist Mike Anderson, da er lediglich für ein Stipendium in einer Prüfung schummelte. Durch seine magischen Kräfte und mit Hilfe seines Zauberstabs bricht Linoge problemlos aus der Gefängniszelle aus und terrorisiert die Inselbewohner weiter. Sie erkennen nun, dass es sich um einen Menschen mit übernatürlichen Kräften handelt.

Linoge fordert: „Gebt mir was ich will und ich werde geh'n!"

Es stellt sich heraus, dass Linoge ein Jahrtausende alter von Dämonen besessener Zauberer ist. Ein vergleichbarer Fall wird auch in der Bibel erwähnt (Der besessene Gerasener, Lukas 8:22-37). Seine Forderung: Da er sterblich ist, will er einen Nachfolger heranziehen. Dafür fordert er eines der Kinder der Inselbewohner. Mittels Gedankenkontrolle nimmt er die Kinder der Dorfbewohner als Geisel und droht mit deren Tötung falls ihm seine Forderung verwehrt wird. Die Dorfbewohner, mit Ausnahme Andersons, geben letztlich der Erpressung nach. Schließlich wird ausgerechnet Mike Andersons Sohn Ralph durch eine Auslosung ausgewählt. Linoge nimmt diesen und beide verschwinden. Aus Trauer und Enttäuschung verlässt Anderson alleine Little Tall Island und zieht nach San Francisco.

Jahre später sieht er dort seinen Sohn auf der Straße, zusammen mit Linoge. – Als er versucht ihn anzusprechen, muss er feststellen, dass Ralph inzwischen selbst ein dämonischer Mensch geworden ist. Es bleibt offen, ob er seinen Vater nicht wiedererkannte oder ob er ihn ablehnte.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Sturm des Jahrhunderts ist ein sehr gut gemachter Psycho-Thriller von Stephen King. Man muß dazu sagen, dass es sich entgegen dem Text auf dem Videocover eigentlich nicht um einen Horrorfilm im klassischen Sinn handelt, sondern eher einen Psychothriller, denn der Teufel zeigt den Menschen nur ihre eigene dunkle Seite, und spricht sie auf ihre eigenen Vergehen an. Sturm des Jahrhunderts ist, ähnlich wie "The Stand" wirklich episch gestaltet. Die Charaktere werden im ersten Teil des Films langsam aufgebaut, und sobald man sich mit ihnen identifiziert hat, geht ziemlich genau mit Beginn des zweiten Teils die mysteriöse Handlung los.“ (Andy von www.videoabend.de)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1999 gewann die Serie einen Emmy für den besten Tonschnitt.
  • 2000 gewann die Serie einen Saturn Award.

Trivia[Bearbeiten]

  • In einem Interview mit John Connolly nannte Stephen King diesen Film seine persönliche Lieblings-Verfilmung eines seiner Werke.
  • Im Film wird wiederholt auf andere Werke Kings angespielt, vor allem auf den Roman Dolores, der auch auf der Insel Little Tall Island spielt.
  • Es wird von den Kolonisten auf Roanoke Island gesprochen, die 1590 spurlos verschwunden sind – man habe lediglich das mysteriöse Wort Croaton gefunden. Historisch ist das nicht korrekt: Das Wort lautete Croatoan und ist gar nicht geheimnisvoll: Es bezeichnet eine Gegend, in die die Kolonisten mit großer Wahrscheinlichkeit aufgebrochen sind, als über Jahre kein Versorgungsnachschub aus der Heimat kam.
  • Das Script des Films wurde vom Heyne-Verlag als Roman veröffentlicht.
  • In der Szene, als André Linoge im Haus der alten Dame vor dem Fernseher sitzt, ist in diesem Stephen King zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]