Der Teufel und seine Großmutter

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Der Teufel und seine Großmutter ist ein Märchen (ATU 812). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 125 (KHM 125).

Inhalt[Bearbeiten]

Drei schlecht bezahlte Soldaten desertieren und verstecken sich im Korn. Doch das Heer umzingelt das Feld, bis sie fürchten zu verhungern. Da trägt sie ein Drache heraus. Der Teufel gibt ihnen ein Peitschchen, das Geld macht. Dafür sind sie nach sieben Jahren sein, wenn sie nicht ein Rätsel lösen können. Sie leben im Überfluss, aber tun nichts böses. Schließlich bekommen zwei Angst, sie könnten das Rätsel nicht lösen, doch einer ist sorglos und geht auf Rat einer alten Frau zu einem Steinhaus im Wald. Dort versteckt ihn des Teufels Großmutter, während sie den Teufel über das Rätsel aushorcht: "In der großen Nordsee liegt eine tote Meerkatze, das soll ihr Braten sein; und von einem Walfisch die Rippe, das soll ihr silberner Löffel sein; und ein alter hohler Pferdefuss, das soll ihr Weinglas sein." Der Soldat erzählt es den anderen. Sie stehen dem Teufel Antwort und dürfen auch das Peitschchen behalten.

Grimms Anmerkung[Bearbeiten]

Grimms Anmerkung notiert Aus Zwehrn (von Dorothea Viehmann) und liefert eine Variante aus Deutschböhmen: Einer der drei Soldaten flucht unter einem Birnbaum „ich wollte, daß uns der Teufel holte!“ Der kommt und schließt den Vertrag. Sie dürfen um die Hölle spazieren gehen, bis er nach einem Jahr seine Rätsel stellt. Der Soldat, dem die zwei anderen seinen Leichtsinn vorwerfen, belauscht von einem Birnbaum aus, wie der Teufel den Luzifer beruhigt, was für schwere Rätsel er hat: Ein gutes Tuch, ein schönes Pferd und ein Goldbecher, die aber eine stinkende Bockshaut, ein Ziegenbock und ein Pechbecher sind. Der Soldat rät es, und der Teufel muss Geld an den Ort des Vertragsschlusses bringen.

Sehr ähnliche Märchen: KHM 29 Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, KHM 165 Der Vogel Greif. Vgl. in Giambattista Basiles Pentameron II,2 Verde Prato, IV,6 Die drei Kronen, IV,8 Die sieben Täublein, V,2 Die Monate, V,9 Die drei Zitronen.

Zeichentrickserie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Vollständige Ausgabe. Mit 184 Illustrationen zeitgenössischer Künstler und einem Nachwort von Heinz Rölleke. S. 593-596. Düsseldorf und Zürich, 19. Auflage 1999. (Artemis & Winkler Verlag; Patmos Verlag; ISBN 3-538-06943-3)
  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen herausgegeben von Heinz Rölleke. Band 3: Originalanmerkungen, Herkunftsnachweise, Nachwort. S. 218-219, 493. Durchgesehene und bibliographisch ergänzte Ausgabe, Stuttgart 1994. (Reclam-Verlag; ISBN 3-15-003193-1)

Weblinks[Bearbeiten]